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schlenkern bis schlenzig (Bd. 5, Sp. 1078 bis 1080) | |||
schlenkern, schw. Schlenker-partie, f. Schlenker-pflug, m. Schlenker-sakrament, n. Schlenz-auge, n. Schlenze, f. m. Schlenzen, f. m. schlenzeln, schw. schlenzen Schlenzen-peter, m. Schlenzer, m. schlenzig, Adj. Schleppchen, n. Schlepp-dampfer, m. Schleppe, f. schleppeln schleppen1, schw. schleppen2 Schlepp(en)-schlecker, m. Schlepp(en)-träger, m. Schlepper1, m. Schlepper2 Schlepperei, f. Schleppet, f. Schlepp-garn, n. Schlepp-kahn, m. Schlepp-kleid, n. Schleppler Schlepp-madam, f. Schlepp-säbel, m. Schlepp-schiff, n. Schlepp-tau, n. Schlepp-zug, m. Schleraffe Schlere Schlerre Schlerr-maul Schlesinger, m. Schletten-bach, ON Schletzel, n. Schleuder, f. Schleuder-faß, n. Schleuder-honig, m. schleuderig, Adj. schleudern, schw. schleunings1, Adv. schleunings2 Schleuse, f. Schlibber Schliber schlibbern Schlich, m. Schlicher, m. Schlicherchens, n. schlicht, Adj. Schlicht-bürste, f. Schlichte, f. m. Schlicht, f. m. schlichten, schw. Schlicht-hobel, m. Schlicht-holz, n. schlichtig, Adj. Schlicht-kopf, m. Schlick1, f. Schlick2, m. Schlick3 schlicken Schlicken-fischbach, ON schlick-schlick schlicksen Schlickser Schliebe, f. Schlippe, f. Schliefe Schliefer, m. schliefer-dünn, Adj. schlieferig, Adj. schliefern, schw. Schlier1, m. (f.) Schlier2 Schlier-backen, m. Schliere, f. schlieren, schw. Schlieren1, m. Schlieren2, m. Schlieren-tal, n. Schlierer, m. schlierig, Adj. Schließe, f. schließen, st. Schließ-hafen, m. Schließ-korb, m. Schließ-kummet, n. schließlich, Adv. Schließ-loch, n. Schließ-nadel, f. Schließ-spengel, f. Schließung, f. Schlifer Schliff, m. | 1. a. 'etwas pendeln, schwingen lassen; hin und her bewegen, schütteln', schlenk(e)re (leŋgərə, leŋgrə) [verbr., Christmann Kaulb 10 Schneckenburger 21 Lambert Penns 135 Krämer Gal 187], schlinkere (liŋgərə) [RO-Als PS-Hintwdth LA-Birkw Mörzh BZ-Stein GH-Leimh Mang 90 Müller Dietschw 65], schlinkre (liŋgrə) [ BZ-Albw Dierb]; Zs.: PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB ver-, PfWB herein-, PfWB hinüberschlenkern; die Ärem (Bään) sch. [LU-Friesh, verbr.]. Die Kuh schlenkert met em Schwanz [ KL-Heilmosch]. Er schlenkert die Finger, nachdem er sie sich verbrannt hat [ KU-Adb]. De Gaul hat en geschlenkert 'Das Pferd war so unruhig, daß es den Führenden hin- und hergerissen hat' [ PS-Erfw]. Hupscht aus m' Heia un schlenkerscht die Lock [Kraus Pädcher 48]. E Bimbel 'Glocke, Schelle' schlenkert ma in de Hand / un plärrt scheen laut for alle Nasewejse: / Lumbe! Alt Babier! / Alt Ejse! [Kraus Arwed 15]. Er reecht emoll driwwer un schlenkert die Bee [Birmelin Penns Poems 70]. RA.: Die Bään dorchenanner sch. 'eilig gehen' [ KL-Hütschhs]. Er schlenkert die Helzer (Beine), dass. [ KB-Bennhs]. Dem schlenkere die Bään en de Hosse wie e Nähtsfarem em Rahmhawe, bei zu weiten Hosenbeinen [ WD-Niedkch]. Der Wein schlenkert eem 'Der Wein läßt einen hin- und herschwanken' [Kaislt]. Lach der en Ascht un setz dich druf un schlenker mit de Bään! [Feierowend 32/1953]. Volksmed.: Das Kind esch angewachse (vgl. PfWB anwachsen 3), ehr missens sch.! d. h., unter Atemnot leidende Kinder werden unter den Armen gepackt und unter Anrufung der drei höchsten Namen je dreimal in Richtung der Zimmerecken geschwenkt [ BZ-Dernb]. — b. [Bd. 5, Sp. 1079] 'wegschleudern, werfen' [mancherorts, Journ. 1787 215 PfId. 124]; Zs.: PfWB fortschlenkern. Ich hun en ens Eck geschlenkert 'Ich habe ihn in die Ecke geworfen' [ FR-Bockh]. Riesefackele schlenkert die Naacht / un luht (lugt) aus glierische Aue [Kraus Arwed 6]. — c. 'im Kreis schwenken, herumschleudern' [mancherorts]; geschlenkert Millich 'zentrifugierte Milch' [ KB-Kriegsf]; e Gans sch. 'eine Gans am Kopf fassen und im Kreise drehen' [ LU-Altr]. Hopp, dreh dich erum, / un schlenker de Schatz [Kraus Pat 38]. — d. 'auf einer Kinderschaukel schaukeln' [ LU-Altr NW-Esth]; Syn. s. PfWB schaukeln 1 a. — 2. a. 'schwankend gehen' [ KB-Bubh Don-Heufeld]. — b. 'schlendern, gemächlich gehen' [ LU-Opp]; Zs.: PfWB daherschlenkern; Syn. s. PfWB schlendern. Noh schlenkert er weiter, er folgt seinre Nas, / un geht emoll heem zu der Alde [Birmelin Penns Poems 73]. — 3. a. 'trinken, einen trinken' [verbr.]; Zs.: PfWB hinunterschlenkern; Kaffee sch. [ SP-W'see]; enner sch. 'einen trinken' [NW-Wachh, verbr., Thielen 99]; de Korze sch. 'Schnaps trinken' [ NW-Kallstdt]. Mer henn ään g'schlenkert [ LA-Venn]. Mer hen e paar (Schnäpse) g'schlinkert [ BZ-Albw]. Kumm, mer schlenkern en [Wilde 262]. Er hat sei Dääl ( Teil) geschlenkert [ ZW-Battw]. — b. 'viel essen' [IB-Blieskst (PfId. 124)]. — 4. 'aus einer Position, Schule hinauswerfen; entlassen' [KB-Bubh Land GH-Schwegh]; vgl. PfWB schleudern 2 a. Er esch geschlenkert worre [ GH-Schwegh]. — 5. 'verprügeln' [IB-Ensh (Glass II 57)]. — Südhess. V 424/ 25; RhWB Rhein. VII 1243 schlänkern; LothWB Lothr. 450; Els. II 466. 1. 'durch einen Riß herabhängender Fetzen an Kleidungsstücken', Schlenz, f. [PS-Trulb u. Umg. (Bayer Hackm. 59) Don-Tscherwk], Schlenze, m. [ Don-Schowe Torscha]. Das isch e Schlamp, dere ihr Klääd isch jo lauter Schlenze [Bayer Hackm. 59]. — 2. 'Flausen, Ränke, Ausflüchte, Betrügereien, Possen', nur Pl., Schlenze [mancherorts NPf WPf, Kieffer 70 Kühn Hamet 133 Müller Dietschw 64 Wilms Alph. 49 PfId. 125]; Syn. s. PfWB Schnakes2; Sch. schlaa (mache) [ PS-Gersb, vereinzelt]; die Schlenze usstriewe (austreiben) [IB-Ensh (Glass II 83)]. Der isch voller Sch. [Bernhard 161]. Mach mer ke Sch.! [ BZ-Dernb]. Dersell hodd nurre Sch. im Kopp [Glass 103]. Luschtisch sin se, schlitzohrich un voll Sch. [Kraus Gutsjer 16]. — RhWB Rhein. VII 1317; Lothr. [Bd. 5, Sp. 1080] 450; ElsWB Els. II 467; DWB DWb. IX 638/39 Schlenz m.
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