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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schlänken bis schläppeln (Bd. 5, Sp. 1029 bis 1031)
 
Schlänken, Pl.
schlans
Schlänze
Schlapampel, m.
schlapp, Adj.
schlappchen, schw.
Schlappe, f.
Schläppe, f.
Schlapp-eimer, m.
Schlappel, m.
Schlappel-hut, m.
schläppeln, schw.
Schlappel-ohr, n.
schlappel-ohrig, Adj.
Schläppel-schuh, m.
Schlappen, m.
schlappen, schw.
Schlappen-adam, m.
Schlappen-deckel, m.
Schlappen-flicker
Schlappen-gusche, f.
Schlappen-kraut, n.
Schlappen-kukumer, f.
Schlappen-land, n.
Schlappen-macher, Pl.
Schlappen-mann, m.
Schlappen-mensch, n.
Schlappen-mutter, f.
Schlappen-preußen, Pl.
Schlappen-schisser, Pl.
Schlappen-seicher, m.
Schlappen-stadt, f.
Schlappen-vater, m.
Schlapper1, m.
Schlapper2
Schläpper1, f.
Schläpper2, m.
Schlapper-backen, m.
Schlapperes, m.
schlapper-fett, Adj.
schlapp(e)rig, Adj.
Schlapper-kamm, m.
Schlapper-käthe, f.
Schlapper-kraut, n.
Schlapper-lappen, m.
schlappern, schw.
schläppern, schw.
Schlapper-quetsche, f.
Schlapper-tasche, f.
Schlapper-täsche, f.
Schlappes, m.
schlapp-füßig, Adj.
Schlapp-gosche
Schlapp-grete, f.
Schlapp-gusche, f.
Schlapp-hannes, m.
Schlapp-horn, n.
Schlapp-hut, m.
Schlapphuts-hecke, f.
schlappig, Adj.
schläppig, Adj.
Schlapp-kopf, m.
Schlapp-kreite, f.
Schlapp-kübel, m.
Schlapp-madam, f.
Schlapp-mamsell, f.
Schlapp-maul, n.
schlapp-maulig, Adj.
schlapp-mäulig, Adj.
Schlapp-ohr, n.
schlapp-ohrig, Adj.
Schlapp-peter, m.
Schlapp-rose, f.
Schlapp-sack, m.
Schlapp-sau, f.
Schlapp-schisser, m.
Schlapp-schnute, f.
Schlapp-schuh, m.
Schlapp-schwanz, m.
Schlappsel, n.
schlappsen, schw.
Schlapp-sibylle, f.
Schlapp-susel, f.
Schlaraffe, f.
Schlaraffel, f.
Schlaraffel(s)-gesicht
schlaraffen, schw.
Schlaraffen-gesicht, n.
schlaranten
schlarbsen
schlärbsen
schlarfen
Schlärr-auge, n.
Schlärre, f.
Schlarren, m.
schlärren, schw.
Schlärr-hölzer, Pl.
Schlärr-maul, n.
Schlätzel
schlau, Adj.
  Schlänken Pl.:
1. 'Kniffe, Ränke, Ausflüchte', nur in der Wend.: Renke (Schlich) un Schlänke mache [Kus, vereinzelt]; vgl. PfWB Schlinke 3. —
2. 'Albernheiten, Streiche, Possen, Nichtsnutzigkeiten'; Schlänke schlaan 'Unsinn treiben, müßig gehen' [Kus, KU-Erdb PS-Geisbg H'einöd, Schandein Ged. 66 Krämer Gal 187 Don-Tscherwk]; Syn. s. PfWB Schnakes2. — Südhess. V 370 Schlanken, 371 Schlänken; RhWB Rhein. VII 1243; DWB DWb. IX 479 Schlank, Schlanken.
 
 
schlans s. PfWB schlams; Schlänze s. PfWB Schlenze.
 
  
Schlapampel m.: 'nachlässiger, träger Mensch', Schlabambel (laˈbambəl) [Kus WD-Ostbr]; vgl. PfWB Schlampampel; Syn. s. PfWB Schlampes 2. Südhess. V 371; Hess.-Nass. III 183.
 
  
schlapp Adj.:
1. 'schlaff herabhängend, locker, ohne festen (passenden) Sitz', schlapp (lab) [ KL-Rodb Siegb BZ-Rinnth]; vgl. PfWB schlaff 1. Er hot e

[Bd. 5, Sp. 1030]
paar schlappe Zähn 'lockere Zähne' [ KL-Siegb]. De Anzuch is schlapp 'Der Anzug hängt ohne den richtigen Sitz am Körper' [ BZ-Rinnth]. —
2. 'matt, kraftlos, abgespannt', [verbr., Krämer Gal 186]; vgl. PfWB abgespannt, PfWB abgetrieben, PfWB abständig 2, PfWB fertig 5 b, PfWB flappig, PfWB geier 4, PfWB geschlacht 2bβ, PfWB groggy, PfWB hälig, PfWB hinlich, PfWB labet 2, PfWB lack 2, PfWB lamplig, PfWB lanschig, PfWB lappelig 1, PfWB läppisch 2, PfWB laß 1, PfWB lax, PfWB lummer 2, PfWB lumpig 1 d, PfWB malack, PfWB malad 1, PfWB marode, PfWB matsch 2, PfWB matt 1 a, PfWB mattdösig, PfWB morsch1 2, PfWB mürbe 2, PfWB rack; schlappe Glirrer (Glieder) [ LU-Alsh]. Er hot so 'n schlappe Gang [NW-Hardbg u. Umg.]. Der is sch. [ PS-Petbch]. Herrjeh, bin ich so sch. [Kraus Gutsjer 44]. Noht geht er schlockerisch un sch. [Kraus Unser Babbe 58]. Die Sunn brennt sch. [ KU-Herschw/Petth]. RA.: Er hat sch. gemacht (im mda. Gebrauch neu) [ ZW-A'hornb, mancherorts]. —
3. in der Schallbildung schlipp-schlapp, s. PfWB schlipp. — Südhess. V 371; RhWB Rhein. VII 1245.
 
  
schlappchen schw.:
1. 'schlürfend, gierig essen oder trinken', schlappche (labχə) [KB-Albish Gal-Josbg (Krämer Gal 282)]; vgl. PfWB schlappen 1 a. —
2. 'nachlässig, schwerfällig gehen, die Füße beim Gehen am Boden schleifen lassen' [ KU-Brück Kaulb Obw/Tiefb Rutsw/L]; vgl. PfWB schlappen 2, PfWB schlappsen. Südhess. V 372/73; RhWB Rhein. VII 1249.
 
  
Schlappe, Schläppef.:
1.
a. 'Mund mit hängenden oder aufgeworfenen Lippen, zum Weinen oder Schmollen verzogener Mund', Schlapp (lab) [mancherorts VPf KU-Kaulb Schmittw/O W'mohr RO-Messbhf Semb PS-Nd'simt Rodalb], Schläpp (lęb) [ RO-Semb]; Pl. -e [vereinzelt]; Dim. Schläppche, Schläppel (bes. bei schmollenden Kindern) [vereinzelt]; e Sch. mache [ PS-Nd'simt, mancherorts]. Mach kän so Sch.! [ GH-Zeisk]. Er hängt die Sch. [ LU-Alsh]. Jetzt loßt er d' Sch. hänge [ SP-Harths]. Mach kään Schläppel! [ LU-Alsh]. —
b. 'Mund allgemein', häufig in abschätzigem Gebrauch [mancherorts, Otterstetter 236]; vgl. PfWB Schlappgusche, -maul; Syn. s. PfWB Gusche 1 b; e Sch. voll 'ein Mund voll' [ GH-Bellh]. Hall dei Sch.! [ RO-Rehborn, mancherorts]. Dem sein Sch. steht aa net ään Minutt still [ KL-Ottb]. —
c.
α. 'Lippe' [ PS-Münchw Steinalb]; Syn. s. PfWB Lippe 1. —
β. 'Lippe bei Tieren' [ NW-Meckh]. —
2. 'nachlässige, unordentliche, schlampige, träge (meist weibliche) Person' [verbr., Lambert Penns 134 Krämer Gal 186]; Syn. s. PfWB Schlampes 2. Du bisch e Sch. [ KL-Stelzbg]. E schlampig Märe is e Sch. [ ZW-Gr'bundb]. Die alt Sch. wäscht un flickt nix [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Sch. un Schlamp finden einand [ PS-Erfw]. Volksgl.: Wann em der Spiellumpe fallt, is es erscht, wu kummt, en Sch., oder 's geht enni färt, oder wann kenni kummt, is mer sie selwert [Fogel Beliefs Penns Nr. 353]. —
3. 'flüssiges Viehfutter, Viehtränke,

[Bd. 5, Sp. 1031]
Schlempe' [Lambert Penns 134]; vgl.: PfWB Quetschenschlappe, PfWB Schlappsel. —
4. 'Hieb, Ohrfeige', Schlapp [Klein Prov. 117], Schläppche, Dim. [ PS-Geisbg]; Zs.: PfWB Gutenacht-, PfWB Nacht-, PfWB Ohrenschlappe; Syn. s. PfWB Ohrfeige. —
5. 'Niederlage, Verlust', nach dem Schd. [vereinzelt, Klein Prov. 117]. — Südhess. V 373; RhWB Rhein. VII 1249/50; Lothr. 447; ElsWB Els. II 468.
 
 
Schlapp-eimer m.: 'Eimer für Speiseabfälle, Saukübel', Schlappeemer [Lambert Penns 134 Buffington Penns Var. 245]; vgl. PfWB Schlappe 3.
 
  
Schlappel m.: 'nachlässiger, träger Mensch', Schlappel (labəl) [ BZ-Völkw]; Syn. s. PfWB Schlampes 2. Südhess. V 373/74.
 
  
Schlappel-hut m.: 'Schreckgestalt für Kinder', Schlappelhut [ LA-Offb]; vgl. PfWB Schlapphut.
 
  
schläppeln schw.:
1.
a. 'in kleinen Schritten gehen, trippeln', schläpp(e)le (lębələ, lęblə) [mancherorts SOPf (Heeger Nachl.) Kühn Hamet 132]. Die Liß, die Nochberin, geht mit, / sou schläbblen se denohd se dritt [Kunnrädel 9]. —
b. 'langsam, schwerfällig, mit schleifenden Füßen gehen' [Otterstetter 210, 247]; vgl. PfWB schlappen 2, PfWB schlurpsen 3; Zs.: PfWB heim-, PfWB herein-, PfWB herüberschläppeln. —
c. 'in Hausschuhen herumgehen' [NW-Haßl Spey BZ-Dernb GH-Zeisk Bergz (Kamm 57)]. —
2. 'mit Händen und Füßen zappeln' [ NW-Haßl Spey]. — Südhess. V 347; RhWB Rhein. VII 1250 schlappeln.