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Pfälzisches Wörterbuch 
 
nach-der-hand bis nach-essen (Bd. 5, Sp. 7 bis 8)
 
nach-der-hand, Adv.
nach-der(t)
Nach-druck, m.
nach-drücken, schw.
Nach-eckerich, n.
nach-eggen, schw.
nach-einand(er), Adv.
Nachen, m.
Achen, m.
nacher
nacher(t)
nach-essen, st.
nach-fahren, st.
Nach-fall, m.,  n.
nach-fliegen, st.
nach-folgen, schw.
nach-forscheln, schw.
Nach-frage, f.
nach-fragen, schw.
nach-führen, schw.
nach-füllen, schw.
Nach-gackelchens, n.
Nach-gang, m.
Nach-gänger, m.
nach-geben, st.
Nach-geburt, f.
nach-gehen, st.
Nach+-geher, m.
Nach-geschmack, m.
Nach-geschwistergockel, m.
Nach-geschwisterkind, n.
Nach-geschwisterkuhkalb, n.
nach-giebig, Adj.
nach-gießen, st.
Nach-gras, n.
nach-grubbern, schw.
nach-grübeln, schw.
Nach-grummet, m.
nach-gucken, schw.
nach-hacken, schw.
nach-hängen, schw.,  st.
nach-helfen, st.
nach-her, Adv.
nacher(t), Adv.
nachder(t), Adv.
nacht, Adv.
Nach-herbst, m.
nach-herbsten, schw.
nach-heulen, schw.
Nach-hieb, m.
nach-hin, Adv.
nacht-, Adv.
Nach-hochzeit, f.
nach-hocken, schw.
nach-holen, schw.
nach-hossern, schw.
nach-jagen, schw.
nach-karten, schw.
nach-kauen, schw.
Nach-kirbe, f.
nach-kommen, st.
Nach-kommen, Pl.
Nachkommenschaft, f.
Nach-kommer, m.
Nach-kömmling, m.
nach-krabbeln, schw.
nach-kreischen, st.
nach-kriechen, st.
nach-kriegen, schw.
Nach-laß, m.
nach-lassen, st.
Nach-lassens, n.
nach-lässig, Adj.
Nach-lauf, m.
Nach-laufchens, n.
nach-laufen, st.
Nach-läufer, m.
Nach-läuferchens, n.
Nach-laufmännchens, n.
Nach-laufsich, n.
nach-läuten, schw.
nach-legen, schw.
Nach-lese, f.
nach-lesen, st.
nach-lugen
nach-machen, schw.,  st.
nach-mähen, schw.
nach-messen, st.,  schw.
Nach-mittag, m.
nach-mittags, Adv.
Nachmittag(s)-gottesdienst, m.
Nachmittag(s)-kirche, f.
Nachmittag(s)-schule, f.
Nach-namen, m.
Nach-ohmet, f.
Nach-ort, n.
nach-pappeln, schw.
nach-patschen, schw.
nach-plappern, schw.
nach-plärren, schw.
   nach-der-hand Adv.: 'nachher, nachträglich, später', noo(ch)derhand, s. PfWB nach [verbr., PfId. 101 Schandein Sprachsch. 46 Reichard Penns 18, 296]; die möglicherweise aus n. abzuleitenden nachder(t), nacher(t), nacht s. unter PfWB nachher. Ich häb's erscht n. g'heert [ GH-Kand]. N. kaaft mer's billiger [ LA-Gommh]. N. sein se wirrer gure Spezel worr [ KU-Schmittw/O]. Des kammer noch n. mache [ KU-Bedb]. N. muscht ich jo denke, mer hätt's a sein lorre (lassen) kenne [ KU-Kaulb]. Ich dhu mich gehlings noochderhand / Ins näckschte Wertshaus hocke [Kühn Schnitze I 5]. SprW.: N. isch gut rerre (reden) [ LA-Birkw].
 
 
nach-der(t) s. PfWB nachher.
 
  
Nach-druck m.: 'durch nochmaliges Pressen des Keltergutes gewonnener Most', Noochdruck [ NW-Haardt Hamb Neustdt LA-Arzh Diedf Edh Edk Mörzh Nd'hochstdt Rhodt Walsh BZ-Billh Dernb Gleisz Heuchh O'ottb Schweig], Noodruck [ RO-Ebbg KB-Zell NW-Kallstdt Ungst]; vgl. PfWB nachdrücken, PfWB Nachlauf, PfWB -trub, Stielbrühe. Südhess. IV 863.
 
 
nach-drücken schw.: 'das Keltergut nochmals pressen', noo(ch)dricke [mancherorts VPf östl. NPf]; vgl. PfWB Nachdruck. Südhess. IV 863.
 
 
Nach-eckerich n.: 'Nutznießung der Eichel- und Bucheckernmast der Schweine über die übliche Eckerichzeit hinaus'. o. J.: Nachekerich [Niedhammer 283]; vgl. PfWB Eckerich 2.
 
  
nach-eggen schw.: 'nach dem Einsäen nochmal eggen', noee(j)e [ KB-Kriegsf FR-Tiefth], [ FR-Albsh], -eege [ LU-Alsh Friesh], -ejsche [ LU-Altr]. Südhess. IV 863.
 
  
nach-einand(er) Adv.: 'in kurzen zeitlichen oder räumlichen Abständen voneinander, der Reihe nach; rasch, schnell', noochenanner [verbr. VPf, auch Penns], noenanner, nonanner [verbr., WPf NPf Mang 220 Kühn Hamet 126, Don-Schowe Torscha Tscherwk Krämer Gal 153],

[Bd. 5, Sp. 8]
noochenand [ BZ-Albw], nohenann [Schandein Ged. 244]. Die zwei hon sich grad n. furtgeschafft 'sind kurz hintereinander gestorben' [IB-Ensh (Glass II 43)]. So noochenanner gehn sie (die Kühe) all / Un finne ihre Plätz im Stall [Birmelin Penns Gezw. 75]. Das kemmt jitzt alles n. [ WD-Niedkch]. Nix wie n. do raus! [Neustdt]. RA.: Mach n.! 'Beeile dich!' [verbr.], n. no!, dass. [ KU-Dennw/Frohnb]. E bißje n. mache! 'Etwas flinker arbeiten!' [Feierowend 40/1953 7]. 's es em net n. 'Er fühlt sich nicht wohl' [ RO-Rehborn]. a. 1291: daz er die selbe messe sumete, vnd acht dage nahenander vngesprochen liesze [OttbgUrkb. 406]. Südhess. IV 863/64; RhWB Rhein. II 78; LothWB Lothr. 377; ElsWB Els. I 50.
 
  
Nachen, Achenm.:
1.
a. 'kleines Boot', Nache [verbr. NPf mittl. WPf nördl. u. mittl. VPf mancherorts westl. WPf südl. VPf vereinzelt SWPf südl. WPf, Christmann Kaulb 50, 73 Mang 79, mancherorts Gal Rußl], Ache [verbr. SWPf südl. WPf mancherorts westl. WPf südl. VPf Schandein Sprachsch. 1], (āxə) [ Gal-Beckersdorf]; vgl. PfWB Kahn1 1, PfWB Näue. Heit simmer Nache g'fahre [ LA-Gommh]. Mer sin mit em Achche (axχə) iwwer die Saar gefahr [ HB-O'bexb]. RA.: en N. voll 'eine sehr große Menge (Wein, Bier)' [ NW-Kallstdt]; en ganze N. voll Zeig, dass. [ LU-Böhl]. Der vertraat (braucht, eßt, trinkt) e ganze N. voll, übertreibend, von einem starken Esser oder Trinker [KB-Kriegsf, KU-Schmittw/O PS-Geisbg LU-Opp Krämer Gal 153]. —
b. 'Futterkrippe'. a. 1515: Item 10 β θ vor eyn nachen ... den pferden dar uß zu eßen [GgHospR]. —
2. übertr. 'Vielfraß, Nimmersatt', Nache [ KU-Schmittw/O]. — Ahd. nahho, mhd. nache (Kluge-Mitzka20 499). Ache durch Deglutination des anlautenden N in Nache (aufgrund der häufigen Wend. den, en Nache). Ache wird von einigen Gewährsleuten als die ältere, Nache als die jüngere, schriftspr. F. angegeben. — Südhess. IV 864; RhWB Rhein. VI 13/14; LothWB Lothr. 3, ElsWB Els. I 11 Achen.
 
 
nacher s. PfWB nach; nacher(t) s. PfWB nachher.
 
  
nach-essen st.: 'nach der üblichen Mahlzeit, später als die anderen essen', nooesse [ KU-Bedb Schmittw/O WD-Niedkch NW-Kallstdt], nooch- [ BZ-Dierb]. Südhess. IV 864. —