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krimmisch bis Krippe (Bd. 4, Sp. 605 bis 606) | |||
krimmisch, Adj. krimmsen, schw. krimscheln, schw. Krims-kram(s), m. Kringel, m. kringelig, Adj. Kringen, m. krings-herum Krinoline, f. Krinolinen-rock, m. Krippe, f. Krippel Krippen-bisser, m. Krippel-, m. Kribbel-, m. Krippen-drücker, m. Krippen-holz, n. Krippen-kopper, m. Krippen-setzer, m. Krippen-stein, m. Krippes krippsen Krire, f. Krisam, n., m. Krisanteem Krisch, m. Krischer, m. f. Krischerin, m. f. Krischerei, f. krischerig, Adj. krischig, Adj. Krisentenne Krispel, m. krispelig, Adj. krispeln, schw. Krispinus (Crispinus), m. Krist (Christ), m. Krist-abend, m. Christ-abend, m. Kristall, m. Kristall-ring, m. Kristall-zucker, m. Krist-baum, m. Christ-baum, m. Kristbaum-fuß, m. Christbaum-fuß, m. Kristbaum-gärtchen, n. Kristbaum-gärtlein, n. Kristbaum-gestell, n. Kristbaum-gutsel, n. Kristbaum-halter, m. Kristbaum-kerze, f. Kristbaum-klötzlein, n. Kristbaum-licht, n. Kristbaum-spitze, f. Kristbaum-ständer, m. Krist-birne, f. Christ-birne, f. Krist-block, m. Krist-blume, f. Krist-brand, m. Krist-braten, m. Krist-deih, n. f. Krist-deihe, n. f. Krist-ei, n. Kristen-glauben, m. Christen-glauben, m. Kristen-heit _Kristenheit (Christen-), f. Kristen-lehre, f. Christen-lehre, f. Kristen-mensch, m. Kristen-tum _Kristentum (Christen-), n. Krist-hand, f. Christ-hand, f. Kristian (Christian), m. Kristier kristieren Kristine (Christine), f. Kristine-Bärbel, f. Christine-Bärbel, f. Kristine-base, f. Kristins-baum Krist-kind, n. Christ-kind, n. Kristkindchens-abend, m. Christkindchens-abend, m. Kristkindchens-apfel Kristkindchens-baum Kristkindchens-kleider, Pl. Kristkindchens-licht, n. Kristkindleins-abend, m. Christkindleins-abend, m. Kristkindleins-apfel Kristkindleins-baum Kristkindleinsbaum-ständer, m. Christkindleinsbaum-ständer, m. Kristkindleins-brief, m. Christkindleins-brief, m. Kristkindleins-haar, n. Kristkindleins-licht, n. |
Aus den Nachträgen 1. 'Kreis, Ring', Kringel (griŋəl) [verbr. VPf mancherorts WPf PfId. 57 Lambert Penns 71 Don-Schowe Torscha Gal-Dornf]; im K. rum 'im Kreis herum' [ NW-Haßl, mancherorts, Gal-Dornf]. Die Kinner danze im K. rum [Wilms Alph. 33]. 's geht im K. rum [ KU-Schmittw/O]. 's Steenche plumpst ins Wasser, schlaat e paar Kringelcher un weg is es [Zeitw. Gal. 1954 75]. Er fiehrt die Welt im K. rum un zobbt sie an der Nas [Birmelin Penns Poems 44]. Volksgl.: En Kind, as viel im K. rumspringt, werd dumm [Fogel Beliefs Penns Nr. 131]. Vgl. PfWB Klüngel. — 2. 'ringförmiges Gebilde'. a. 'Haarlocke' [ RO-Kalkof, vereinzelt]; vgl. PfWB Krussel. — b. 'Ring Wurst' [Wilms Alph. 33]; vgl. PfWB Kringen. — 3. 'an einem Seil befestigtes eisernes Wurfgerät mit drei Haken, um Gegenstände aus dem Wasser zu holen' [ LU-Altr]. — Dim. zu mhd. kring 'Kreis, Ring', dieses zu einer idg. Wurzel *grengh (Kluga-Mitzka20 406). — Südhess. III 1837; RhWB Rhein. IV 1518; ElsWB Els. I 520; DWB DWb. V 2315. [Bd. 4, Sp. 606] 1. 'Futterkrippe im Kuh- oder Pferdestall aus Holz oder Stein zur Aufnahme von kleingemachtem Viehfutter', Kripp (grib) [verbr. außer südfränk. SOPf, Mang 97 Christmann Kaulb 13, auch Penns Don Gal Buch Rußl], Kripf (gribf) [südfränk. SOPf], Krepp (greb) [ KU-Gumbsw WD-Niedkch]; Pl. -e; Dim. -che, -elche, -(e)l (zur Verbr. des Dim. Sg. u. Pl. vgl. K. 27). Vgl. PfWB Trog 1 a. Zs.: PfWB Pferds-, PfWB Vieh-, PfWB Gaulskrippe. Die Kih sen merrer Kitt (mit einer Kette) an die K. gebonn [ WD-Niedkch]. Die Kuh springt jo uf die K. nuf [ LU-Alsh/Gr]. RA.: die K. butze 'schimpfen' [ WD-Niedkch]; 's Maul uf die K. binne 'mit Essen kurz halten' [vereinzelt]. 's is bees Mehl an de K., sagt man beim Kartenspiel, wenn eine hohe Karte übertrumpft wird [Kaislt]. Mach serscht (zuerst) d' K. leer!, wenn jemand immer mehr in seinen Mund stopft, ohne zu schlucken [ GH-Zeisk]. Er esch schneller bei de K. als bei de Schipp, von faulen und gefräßigen Menschen [ BZ-Dierb]. Er frißt aus de K. un aus'm Reff 'Er hat doppelten Vorteil' [PfMHk. 7/8 1925]. Die Kih (Gail) kann mer net met de Schwänz an die K. binne!, sagt man, wenn man auf die Notwendigkeit hinweisen will, daß Pferde und Kühe gefüttert werden müssen [ KU-Schmittw/O, mancherorts Gal Buch]. Am Sonndaach es onser Kerb, do sullner alsegare droufkomme; ehr kenne jo die Kih met de Schwänz an die K. binne [ WD-Niedkch]. SprW.: Wer an dr K. steht, der freßt [ Don-Neufutok]. Wann's nooch de K. geht, kammer die Beitsch spare 'Zum Essen geht jeder gern' [ BZ-Dierb]. Es fresse zwää net aus eener K. 'Jeder braucht seinen eigenen Bereich, sonst gibt es Streit' [ KL-Wörsb]. Wann die K. leer is, beiße die Gail enanner 'Wer nicht genügend zum Leben hat, behelligt seine Mitmenschen'. VR. s. PfWB Freiersmann 2. a. 1529: 2 kripffen [Bd. 4, Sp. 607] zu muren [GgHospR]. a. 1560: Woe aber jemandt zu seiner notturfft enig kiffernholtz zur krippen, kelter, püetten, multten oder sonst bedörffte [PfWeist. 561 (NW-Geinsh)]. a. 1701: Ein Krüpp undt Reef [KellR 244 (LA-Godrst)]. — 2. 'figürliche Darstellung des Weihnachtsgeschehens, bestehend aus dem Jesuskind in der Krippe, aus Maria und Josef, den Hirten, einem Stall usw.', oft nur im Dim. gebraucht. Die K. wird bes. in katholischen Gemeinden (vereinzelt auch bei den Gemeinschaftsleuten [ KU-Hefw]) zu Weihnachten in der Kirche aufgestellt. Seltener ist der Brauch, eine K. in Privathäusern unter dem Christbaum aufzustellen. Zs.: PfWB Weihnachtskrippe. Syn.: PfWB Hirtenstall. — 3. 'Geflecht aus Ästen und Zweigen zum Damm- und Uferschutz'. a. 1619: ... weil daß wasser die Krip vnd den baw hinweg geführt vnd ihm vnd andern anstößern schaden gethan, daß er ... die Krip vf seinen Costen zum Bestandt wieder machen damit es keinen weittern schaden thue [Staatsarch. Koblenz Meisenh. Auftragsbuch Abt. 655/24, Nr. 808, Bl. 231r]. — Krippe 3 hat die alte Bed. 'Flechtwerk' erhalten (vgl. Kluge-Mitzka20 406), ursprünglich bestand die Futterkrippe ebenfalls aus Geflecht. — Südhess. III 1838; RhWB Rhein. IV 1524; LothWB Lothr. 313; ElsWB Els. I 522.
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