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Hetzel bis Heu-abladen (Bd. 3, Sp. 955 bis 957) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hetzel hetzen, schw. hetzen, schw. Hetzer, m. f. Hetzerin, m. f. Hetz-hund, m. Hetz-jagd, f. Hetz-kaplan, m. Hetz-pfaffe, m. Hetz-rede, f. Heu, n. Heu-abladen, n. Heu-ärn Heu-barn, m. Heu-barem, m. Heu-bauch, m. Heu-bauer, m. Heu-baum, m. Heubaum-kette, f. Heubaum-seil, n. Heubaum-strang, m. Heubaum-strick, m. Heu-bindeleiter, f. Heu-blumen, Pl. Heublumen-rupfer, m. Heublumen-wasser, n. Heu-bobel, m. Heu-bock, m. Heu-bodem, m. Heu-boden, m. Heu-bühne, f. Heu-bündel, n. Heu-büschel, n. Heuchel-heim, ON heucheln, schw. Heuchler, m. Heu-döne, f. Heu-dornen, Pl. heuen, schw. heuer, Adv. Heuer, m. heu(e)rig, Adj. Heuerin, f. Heu-erne, f. Heu-ernte, f. Heuet, f. Heu-fahrt, f. Heu-ferien, Pl. Heu-fest, n. Heu-fuhre, f. Heu-gabel, f. Heu-gabeler, m. Heugabel-gans, f. Heugabel-stiel, m. Heu-gans, f. Heu-geige, f. Heu-geld, n. Heu-gestell, n. Heu-gras, n. Heu-hahn, m. Heu-haken, m. Heu-haufen, m. Heu-hupfer, m. Heu-hüpper, m. Heu-huppser, m. Heu-hoppser, m. Heu-hüppser, m. Heu-jahr, n. Heu-kasten, m. Heu-kette, f. Heu-kleid, n. Heu-lader, m. Heu-langer, m. Heul-arsch, m. Heu-leiter, f. Heuleiter-baum, m. Heuleiter-wagen, m. heulen, schw. Heuler, m. Heulerei, f. heulerig, Adj. heulig, Adj. Heul-läpperchen, n. Heul-liese, f. Heu-loch, n. Heul-peter, m. Heu-machen, n. f. Heu-mache, n. f. Heu-machent, n. f. Heu-macher, m. f. Heu-machersin, m. f. Heu-machet, f. Heu-mahd, f. Heu-männchen, n. Heu-mann, m. Heu-monat, m. heunisch heunt Heu-ochse, m. Heu-panz, m. | 1. trans. a. 'jagen, verfolgen', hetze (hedsə) [ RO-Dielkch]; e Hund for 's Vieh se h. [ LU-Altr]; vgl. PfWB Hetzhund. RA.: Er es mit alle Hund gehetzt, wie schd. [FR-Bockh, verbr., auch Gal-Brig]. — b. α. 'aufhetzen'. Ich hetz gleich de Hund an dich [ LA-Gommh]. Er hetzt de Hund uf die Spur [ PS-Erfw]. Im Zungenbrecher: Hol em Haus der Hund un hetz'n hinnich hunnert Hase [Birmelin Penns Gezw. 36]. — β. 'anstacheln, aufreizen'; ääm ääne uf de Hals h. [ KU-Bedb]. Do horch mol die do an: als Gottessprich ich hätt g'hetzt [ NW-Gimmdg]. Zs.: PfWB auf-, PfWB daranhetzen. — 2. intrans. 'rennen'; zum Bahnhof h. [ KL-Lind LU-Dannstdt]; vgl. anhetzen 2. — Südhess. III 457/58; RhWB Rhein. III 583; LothWB Lothr. 241; ElsWB Els. I 397; Bad. II 667. 1. a. 'Heu des ersten Grasschnittes', Haai (hāi, hi, hi), Hai (hai, hḁi, hąi), Hau (hau), Hää (h) [zur Verbr. s. K. 198]. Auslandspfälzer: Lambert Penns 83 Hoi; Gal hi, selten hāi. Zs.: PfWB Alt-, PfWB Voll-, PfWB Klee-, PfWB Schmielen-, PfWB Wiesenheu. Mer gehn (fahren) ins H. [NW-Kallstdt, verbr.]. Den beim Heumachen Tätigen wird von Vorübergehenden zugerufen: H. mache? [ BZ-Annw], oder: Werd H. gemacht? [ SP-Mechth], oder: Is 's H. ball dehääm? [ KU-Hundh]. Arbeitsgänge der Heuernte: 's H. wenne, damit es von allen Seiten austrocknet [LA-Herxh, verbr.]; 's H. schippe, dass. [ NW-Ruppbg]; 's H. verspreede 'die abgemähten Schwaden zum Trocknen ausbreiten' [verbr. [Bd. 3, Sp. 956] ![]() [Bd. 3, Sp. 957] den höheren Butterpreis bei auftretender Butterknappheit [ KU-Hinzw]. Er hot sein H., von einem Betrunkenen [ KL-Fischb H'spey NW-Weidth]. SprW.: Mer muß H. mache, wann die Sunn scheint [ KU-Diedk PS-Saalstdt Pirmas Zweibr]. Beim schääne Werrer kann jeder Faulenzer H. mache [ HB-Höch]. 'm Besoffene weicht e Fuhr H. aus [verbr. Don Gal Buch]. Verderbt mer mein H., so wachst mer mein Kraut. 'Lange Regenzeit schädigt die Heuernte, bewirkt aber gute Krauternten' [ KU-Schmittw/O]. Vgl. das SprW. bei geheien 1 a. BR.: Nasser April, kihler Mai, fillt die Keller un bringt brav H. [KU-W'mohr, verbr.]. Wann's uf Kärfreidag regert (regnet), gebt's hocher Wind un net viel H. [Fogel Beliefs Penns Nr. 1132]. Ken Rege uf der eerscht Mai, gebt's a ken H. [ebd., Nr. 953]. Bläst der Juni in sein Horn, steht es gut um H. un Korn [ KL-Wörsb]. Wie die Blume an Froleichnamsdag därren, so därrt 's H. [ LA-Siebdg Nd'hochstdt KB-Kriegsf GH-Knitth]. Wann's kän faul H. gebt, gebt's aa kän Hawwer [ KL-Weilb]. Wann d' Schmäll 'Dolden und Rispen der Gräser' e Pfund wiegen, wird 's H. deier [ GH-Neubg]. Vgl. auch die BR. bei Breme1 1 a. VR.: Ins H. wie e Braut, in d' Stopple 'zum Kornschneiden', daß em graut, von der Art des Kleidens bei der Feldarbeit [ GH-Zeisk, KL-Stelzbg]. Vgl. auch den KR. bei Esel 1 (I 968, Z. 36 ff.). Volksgl.: Am Heiligabend wurde zur Zeit der Mette H. in den Garten gelegt, damit es Heilkraft bekäme [(1925) GH-Hatzbühl]. Scherzfrage: Wie lang schlooft die Katz uf'm H.? Antwort: Bis 's Ohmet druf kummt [Horne Penns 108]. Ein Fragespiel mit Kindern s. PfWB fressen 1. a. 1333: wan hauw oder graß in der wiesen ist [PfWeist. II 644 (KU-Glanmünchw)]. a. 1354: das sollen die burger genieszen mit hau und omut (Ohmet) bisz s. Gallen tag [Grimm Weist. V 688 (ZW-Hornb)]. a. 1415: (Im Ramser hoff) sollen sie heues vnnd stros genug nemmen [PfWeist. II 595 (NW-Friedh)]. a. 1446: das hawe zu megen vnd zu machen [KellR Lichtenberg]. a. 1521: eynem knecht vor 22 tage hauwe zu langen [GgHospR]. a. 1604: ein Wagen voll haw [SSp., Lgb. 120, Bl. 214]. a. 1608: welche herrn auch geben vnd bestellen sollen heüw, stroh [PfWeist. II 724 (FR-Gr'karlb)]. — b. zwettes H. 'Grummet' [ NW-Esth Don-Abtshs]. — 2. in Pflanzennamen, s. PfWB Vogel-, PfWB Hart-, PfWB Schaftheu. — Südhess. III 458 ff.; RhWB Rhein. III 584 ff.; Lothr. 232/33; ElsWB Els. I 395/96; Bad. II 667/68.
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