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Pfälzisches Wörterbuch 
 
herunter-buppsen bis herunter-fliegen (Bd. 3, Sp. 929 bis 930)
 
herunter-buppsen, schw.
herunter-drehen, schw.
herunter-drücken, schw.
herunter-eggen, schw.
herunter-fahren, st.
herunter-fallen, st.
herunter-fangen, st.
herunter-feimeln, schw.
herunter-filzen, schw.
herunter-fischen, schw.
herunter-fliegen, st.
herunter-fluchen, schw.
herunter-fressen, st.
herunter-führen, schw.
herunter-gabeln, schw.
herunter-galoppieren, schw.
herunter-gehen, st.
herunter-gehurgeln, schw.
herunter-gießen, st.
herunter-glinden, schw.
herunter-grutzen, schw.
herunter-gucken, schw.
herunter-hacken, schw.
herunter-hageln, schw.
herunter-halten, st.
herunter-handeln, schw.
herunter-hängen, st.
herunter-hauen, st.
herunter-heben, st.
herunter-holen, schw.,  st.
herunter-hunzen, schw.
herunter-huppsen, schw.
herunter-kanzeln, schw.
herunter-kapiteln, schw.
herunter-käubeln, schw.
herunter-kesseln, schw.
herunter-klettern, schw.
herunter-kollern, schw.
herunter-kotteln, schw.
herunter-krabbeln, schw.
herunter-langen, schw.
herunter-lassen, st.
herunter-laufen, st.
herunter-lecken, schw.
herunter-ledern, schw.
herunter-leiern, schw.
herunter-lesen, st.
herunter-lügen, st.
herunter-machen, schw.,  st.
herunter-nebeln, schw.
herunter-nehmen, st.
herunter-plotzen, schw.
herunter-plumpsen, schw.
herunter-purzeln, schw.
herunter-putzen, schw.
herunter-raffen, schw.
herunter-ranksen, schw.
herunter-rasseln, schw.
herunter-rattern, schw.
herunter-reden, schw.
herunter-regnen, schw.
herunter-reifeln, schw.
herunter-reißen, st.
herunter-rennen, schw.
herunter-rieseln, schw.
herunter-rollen, schw.
herunter-rudeln, schw.
herunter-rufen, st.
herunter-rugeln, schw.
herunter-rumpeln, schw.
herunter-rupfen, schw.
herunter-rutschen, schw.
herunter-rütschen, schw.
herunter-sacken, schw.
herunter-sagen, schw.
herunter-sausen, schw.
herunter-schaben, schw.
herunter-schaffen, schw.
herunter-schärren, schw.
herunter-scheibeln, schw.
herunter-schicken, schw.
herunter-schlagen, st.
herunter-schleichen, st.
herunter-schleifen, schw.
herunter-schleppen, schw.
herunter-schlukken, schw.
herunter-schlücken, schw.
herunter-schmeißen, st.
herunter-schmettern, schw.
herunter-schmieren, schw.
herunter-schnallen, schw.
herunter-schneiden, st.
herunter-schnurren, schw.
herunter-schrauben, schw.
herunter-schucken, schw.
herunter-schütteln, schw.
herunter-schütten, schw.,  st.
herunter-seckern, schw.
herunter-setzen, schw.
herunter-springen, st.
  -buppsen schw. : dass., runnerboppse [ PS-Busbg]; vgl. PfWB buppsen. — -drehen schw. : 'niedriger schrauben', vom Lampendocht. Dreh de Wieche (auch: die Lamp) r.! [Pirmas, verbr. Gal]. — -drücken schw. : 'nach unten drücken', -dricke [verbr.]. Die Sunn drickt de Newwel r. [ KB-Kerzh]. Die Newwel dricken sich er., dann gibt's gut Werrer [ NW-Frankeck]. Südhess. III 430; Bad. II 659. — -eggen schw. : 'mit der Egge den Acker herunterfahren', runnereeche [ LU-Alsh], -äische [ LU-Altr]; vgl. PfWB herunterschleifen, PfWB hinuntereggen. — -fahren st. :
1. 'abwärts fahren', -fahre [allg.]; vgl. herab-, PfWB hinunterfahren 1. Mer missen de Berg er. [ZW-L'wied, verbr.]. Mer sein vum Berg erunnergefahr [ KB-Albish]. —
2. 'sich rasch abwärts bewegen'. Der Dunnerkeidl fährt vum Himmel erunner [ BZ-Dernb]. Er is vum Waan erunnergefahr [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB herunterfallen 2. —
3. 'von oben nach unten streichen'; mit der Hand am Buckel (e)r. [verbr.]; mit der Berscht am Klääd (e)r. [verbr.]. — Südhess. III 430; Rhein. III 539 Z. 37. — -fallen st.:
1. wie schd., persönl. u. sachl., -falle [allg.]; vgl. herab-, PfWB hinunterfallen; PfWB herunterbuppeln, PfWB -buppsen, PfWB -hageln, PfWB -kesseln, PfWB -kollern, PfWB -kotteln 1, PfWB -plotzen, PfWB -plumpsen, PfWB -purzeln, PfWB -rasseln 1, PfWB -rattern, PfWB -regnen 2, PfWB -rudeln 2, PfWB -rumpeln, PfWB -trullern. Er es die Stää (Stiege) erunnergefall [ RO-Lohnsf]. RA.: 's macht nix, hot seller g'saacht, wie er die Trepp nufg'falle isch; wann ich runnerg'falle wär, hätt's mee gerappelt [PfRh. 1977 S. 78]. Mer määnt, du wärscht vum Himmel erunnergefalle, zu einem Unbeholfenen [ LU-Oggh]. Ich war dog'stanne, wie wann ich vum Himmel runnerg'falle wär [ BZ-Albw]. Der es 'm Hund am Arsch erunnergefall 'ist von zweifelhafter Herkunft' [ RO-Rehborn]. SprW.: 's is noch kän Gelehrder vum Himmel erunnerg'falle [NW-Wachh, verbr.]. Wann de Himmel erunnerfallt, sin all die Spatze gefang 'Im Katastrophenfall sind alle betroffen' [KL-Erzhs, verbr.]; dass. mit

[Bd. 3, Sp. 930]
dem Nachsatz: schlacht er alle Spatze dot [ LA-Rhodt]. Rätsel: 's hängt an der Wand un macht tick-tack; un wann's erunnerfallt, is die ganz Uhr kaputt [ KU-Diedk, LU-Opp]. —
2. 'herabsinken'. De Newwel fallt r. [ LA-Gommh]; dass. mit dem Zusatz: 's gitt schän Wedder [ GH-Kand]. De Raach fallt r., 's gitt schlecht Wedder [ GH-Scheibhdt]; vgl. PfWB heruntergehen 1 b. — Südhess. III 430/31; Rhein. II 260 Z. 43; Bad. II 659. — -fangen st.: in der RA.: ääm die Grebschde 'die größten Läuse' runnerfange 'die Meinung sagen, tadeln' [Pirmas, verbr.]; vgl. PfWB grob 4, PfWB herabfangen, PfWB herunterputzen. Südhess. III 431. — -feimeln schw.: 'abschöpfen'; 's Fett vun der Supp erunnerfeemele [ KL-Lind]. — Der zweite Wortteil ist Abl. von feimen. Bad. II 659 herunterfeimen. — -filzen schw.: einen h. 'tadelnd zurechtweisen', erunnerfilse [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB filzen 1 b, PfWB herunterputzen 1. Südhess. III 431. — -fischen schw.: 'abschöpfen'. RA.: Er fischt 's Fett vun de Supp r. [ LA-Wollmh]; vgl. PfWB herunterfeimeln. — -fliegen st.:
1. 'herabfallen'. Er isch vum Baam runnerg'floche [ LU-Altr]; vgl. PfWB fliegen 3 a, PfWB hinunterfliegen 1. RA.: 's kummt nix vum Himmel runnergf'loche 'Ohne eigenes Zutun erreicht man nichts' [ LU-Alsh]. —
2. 'aus einer Stellung (einem Amt) entlassen werden', runnerfliege [ LU-Alsh]; vgl. PfWB herausfliegen 2. — Südhess. III 431; Bad. II 659. —