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Ge-lorch bis Gelt-geiß (Bd. 3, Sp. 177 bis 181) | |||
Ge-lorch Ge-lottel(s), n. Gel-rübe Gelster gelsterig gelsterlich gelstern Gelster-hafer, m. n. Gelster-korn, m. n. gelt, Adj. galt, Adj. gelt, Interj. Gelte, f. gelten, st. Gelt-gängerin, f. Gelt-geiß, f. Gelt-kuh, f. Gelt-wiese, f. Ge-lumpe, n. Ge-lumps, n. Ge-lumpf Ge-lünge, n. Ge-lüngel, n. Ge-lurch, n. Ge-lürch, n. ge-luren, schw. Ge-lürr(s), n. Ge-lüste, n. Ge-luste, n. ge-lüsten, schw. ge-lusten, schw. ge-lüsterig, Adj. ge-lüstern, schw. ge-lüstig, Adj. gelz, Adj. Gelze, f. gelzen, schw. Gelzen-heiler, m. Gelzen-leichter, m. Gelzen-schnitter, m. Gelzer, m. ge-mach, Adv. Ge-mach, n. Ge-mäch, n. Ge-mäch, n. Ge-mach, n. ge-mächlich Ge-machs, n. Ge-mächt(s), n. Ge-mahd(en), m. ge-mähen, schw. ge-mahnen, schw. Ge-maiasch, f. ge-mällich Ge-mangse, n. Gemanns-mahd, f. Ge-mark, f., n. f. f. märk(e), f., n. f. f. Ge-markung, f., n. f. f. Gemark(en)-stein, m. Gemarkungs-stein, m. Gemark(en)-gericht, n. Ge-markt Ge-markung Gemärsch ge-marschieren, schw. Ge-marschier(s), n. Ge-marschores, n. Ge-matsche, n. Ge-mäuer(s), n. Ge-maule, n. Ge-mäumel, n. Ge-maungse, n. Ge-maunze, n. Ge-mauschel, n. ge-mein, Adj. Ge-meinde Gemeinde-amt, n. Gemeinde-einnehmerei, f. Gemeinde-esse, f. Gemeinde-graben, m. Gemeinde-sekretär, m. Gemein(d)s-leute, Pl. Gemein(d)s-mann, m. Gemein(d)s-weiber, Pl. Ge-meine, f. -meinde, f. Gemeine-acker, m. Gemeine-backhaus, n. Gemeine-bann, m. Gemeine-brunnen, m. Gemeine-büttel, m. Gemeine-diener, m. Gemeine-farren, m. Gemeine-fasel, m. Gemeine-feld, n. Gemeine-gasse, f. Gemeine-glocke, f. Gemeine-gut, n. Gemeine-haus, n. | 1. 'wackelndes Gehen', bes. von modernen Tänzen. Is das Kultur? Is das noch scheen, das dumm Geloddel mit de Been? [Münch Weltgesch. 155]; vgl. PfWB lotteln. — 2. scherzh. 'Schweinefleisch'. Dann werd des Geloddels in des Gezoddels 'Sauerkraut' neing'steckt [Wilde 139]. — ElsWB Els. I 625. [Bd. 3, Sp. 178] gute keine betde geben [PfWeist. I 158 (FR-Bockh)]. a. 1483: ußgenommen die morgen, die do gebent gelsterkorn oder gelsterhabern [ebd. I 166]. DWB DWb. IV/1, 2, Sp. 3052. 1. a. 'unfruchtbar'. α. von der Kuh, seltener von der Ziege; Hauptformen: gell (gęl, selten gel) und gelt (gęld, selten geld) [verbr., s. K. 153, Journ. 1787 S. 212 Heeger Tiere I 10 PfId. 51 verbr. Don Gal Buch Rußl]; selten belegte Formen: gääl (gl) [ BZ-Albw GH-Schaidt], geel [ KL-Morb NW-Lindbg BZ-Böllbn], gill [vereinzelt VPf], gilt [ NW-Niedkch GH-Mindlach]. Syn.: PfWB eitel 1 a α, PfWB gelz, PfWB leer, PfWB mans, PfWB unfruchtbar; vgl. auch PfWB behalten 2 a, PfWB Brummel 2, PfWB Brummer 2b, PfWB Brummler 2 b, PfWB Brummlerin 1, PfWB tragen 3 a, PfWB trächtig 1, PfWB tragend, tra(gen)ig, PfWB rinderig, PfWB Roller, PfWB Rollerin, Rollersin. Die Kuh lääft (geht, isch) g. [BZ-Steinf, verbr.]. Das is e geldi Kuh [RO-Messbhf, verbr.]. — β. von der Frau. Die geht g. [ RO-Dielkch]. Sie is e gelt Gäiß [ KU-Schmittw/O]. — b. 'nicht trächtig, unbefruchtet'. α. von der Kuh, von der Ziege (seltener als oben laα), gell [mancherorts VPf KU-Hohöll RO-Nd'mosch KL-Heilmosch IB-Aßw], geel [ NW-Esth], gelt [verbr. nördl. u. mittl. WPf NPf nördl. VPf vereinzelt SPf], galt [ KU-Odb FR-Hertlhs]. Er läßt die Gääß g. gehn [ RO-O'mosch]. a. 1603: Der Hofmann ist befugt, auf die Petersauw den Sommer über mit den Jungen Kelbern vnd dem gölt vieh ... zu treiben [Kurpf. A. 1044 2d, Bl. 56]. — β. vom unbefruchteten Hühnerei, gell [ NW-Lambr]. — c. 'keine oder nur wenig Milch gebend' [vereinzelt]. Die Kuh steht gelt [ Rußl-Spey]. RA.: Ich han e gelt Kuh kaaft 'ein schlechtes Geschäft gemacht' [ KU-Bechb]. — 2. a. gelde Feldhinkel 'Rebhuhnpaar ohne Jungen' [ KU-Schmittw/O]. — b. 'unverheiratet', gell [ KB-Mauchh]. — Südhess. II 1069 gält; RhWB Rhein. II 987 gäll, II 994 gält; Bad. II gält. 1. Einleitung einer Frage: Gell, er war's? [NW-Kallstdt, verbr.]. Gell, so isch's? [ GH-Kand]. Gellese, das is wohr? [Zweibr]. Gellen, ihr Kinner? [Hartmann Unkel 53]. RA.: Gell, Bauer, das es was anneres? [ LU-Opp]. Gell, du hoscht Hitz im Kopp? [ RO-Semb]. — 2. Einleitung einer Aufforderung: Gelle, du hilfscht! [KU-Kaulb, verbr.]. Gell, awwer halt 's Maul! [ LA-Herxh]. — 3. Bekräftigung einer Feststellung: Gelle, jetzt guckschde [Feierowend Nr. 30/1965 S. 4]. Ich waart do, gell [Lu'haf]. Gell, ich hun dich gern [Bd. 3, Sp. 179] ![]() [Bd. 3, Sp. 181] [ RO-Dielkch]. — Ursprüngl. Konjunkt. Präs. von gelten, vgl. DWB DWb. IV/1, 2, Sp. 3053 ff. — Südhess. II 1228/29; RhWB Rhein. II 1187 gelden 1 bδ; Lothr. 193/94; ElsWB Els. I 217; Bad. II 356 gelten 5. 1. 'kosten, einen bestimmten Wert haben', gelle (gęlə) [fast allg., vereinzelt Gal], gille (gilə) [vereinzelt, verbr. Don Gal Buch], gelte, gelde [Lambert Penns 63]; Part. Perf. gegoll/gegolle, gegolde [zur Abgrenzung s. Linie gebroch/gebroche auf K. 1]. De Hawwer gilt alleweil nit veel [PS-Erfw, verbr.]. RA.: (Der kann warten), bis die Kuh en Batze gilt [ GH-Kand]. Dem saan ich's, was die Beere gelle 'Dem werde ich die Meinung sagen' [Wilde 22]. a. 1357: vnd an dem banwine mag der apt y eyn fiertel heer (je ein Viertel höher) geben fier heller, wan oben oder nyden win geldet [PfWeist. I 258 (KB-Dreis)]. a. 1425: als fiel da von zu lone geben zu dem isen als das isen golten hat vnd wert ist [LeinArch. (Löhne)]. a. 1461/62: die andern zwey (Pferde) han ich verkaufft, hant golten 4 gulden [KSchArch., KellR Bl. 3]. — 2. 'für wert gehalten werden, geschätzt werden'. a. von Personen. Er gelt nit viel in de G'sellschaft [ LU-Opp]. De Bauer gelt im Himmelreich soviel als wie ... die Herre un Paffe [Münch Weltgesch. 119]. SprW.: Bei mir gilt der, was schafft [Gal-Ugartsbg, verbr. Don Gal Buch]. — b. von Sachen. Dem sein alde Äcker gelle doch nix [ RO-Als]. SprW.: 's Maul spitze gelt nix, mer muß aach peife [Schandein Sprachsch.]. — 3. 'gültig sein'. Die Fahrkart gilt die ganz Woch [RO-Gundw, verbr.]. Du willscht mer meins 'meine Meinung' net gille losse [ Gal-Dornf]. Do gelt's nit!, vom Platz, auf dem man beim Kinderspiel nicht geschlagen werden darf [FR-O'sülz, verbr.]. Antwort auf den Zuruf Prosit (beim Trinken): 's gilt! [ KU-Schmittw/O]. a. 1618: Dieweil der Herr Inspektor Conradus Mylius in heuttige Bettagspredigt der stadthabende Keyßerlichen Privilegien gedacht und gesagt, daß man sich mit solchen Privilegien kützle, die doch nichts mehr geltten [Küchler 115]. — 4. 'zahlen', vgl. PfWB ent-, PfWB vergelten. a. 1442: 6 Gulden ... die sal der graue (Graf) halp gelten [ZweibrLuRb., Bl. 31]. — Südhess. II 1229/30; RhWB Rhein. II 1186 ff.; LothWB Lothr. 193; ElsWB Els. I 217; Bad. II 355/56. 1. 'Reh, das keine Junge mehr wirft', Gäälgääß [KL-Landstl], Geel- [Bd. 3, Sp. 182] gääß [ KL-Gimsb]. — 2. abwertend von einer Frau, die keine Kinder bekommt, Gällgääß [ LA-Nd'hochstdt]; vgl. PfWB gelt 1 a β. —
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