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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Geiß(en)-beine bis Geiß(en)-bube (Bd. 3, Sp. 143 bis 144)
 
Geiß(en)-beine, Pl.
Geiß(en)-berg, m.
Geiß(en)-bitsch, f.
Geiß(en)-blatt, n.
Geiß(en)-blume, f.
Geiß(en)-bock, m.
Geiß(en)-bohnen, Pl.
Geiß(en)-boxen, n.
Geiß(en)-braten, m.
Geiß(en)-brunnen, m.
Geiß(en)-bube, m.
Geiß(en)-butter, f.
Geiß(en)-delle, f.
Geiß(en)-donnerwetter, n.
Geiß(en)-eck, n.
Geiß(en)-euter, n.
Geiß(en)-fell, n.
Geiß(en)-fleisch, n.
Geiß(en)-fuß, m.
Geiß(en)-futter, n.
Geiß(en)-gesicht, n.
Geiß(en)-gichter(n), Pl.
Geiß(en)-gras, n.
Geiß(en)-haar, n.
geißen-haarig, Adj.
geißen-härig, Adj.
geißen-halsig, Adj.
Geiß(en)-hannes, m.
Geiß(en)-haut, f.
Geiß(en)-herde, f.
Geiß(en)-hirt, m.
Geißenhirten-spiel, n.
Geiß(en)-horn, n.
Geiß(en)-jagd, f.
Geiß(en)-jude, m.
Geiß(en)-käse, m.
Geiß(en)-kirsche, f.
Geiß(en)-klaue, f.
Geiß(en)-kleber, m.
Geiß(en)-knie, n.
Geiß(en)-knottel, f.
Geiß(en)-knuttel, f.
Geiß(en)-kopf, m.
Geiß(en)-kor, n.
Geiß(en)-kraut, n.
Geiß(en)-laub, n.
Geiß(en)-leder, n.
Geiß(en)-loch, n.
Geiß(en)-männchen, Pl.
Geiß(en)-maul, n.
Geiß(en)-metzger, m.
Geiß(en)-milch, f.
Geiß(en)-mispel, f.
Geiß(en)-mist, m.
Geiß(en)-mutter, f.
Geiß(en)-narr, m.
Geiß(en)-pappel, f.
Geiß(en)-pelz, m.
Geiß(en)-perücke, f.
Geiß(en)-pferch, m.
Geiß(en)-pritsche, f.
Geiß(en)-rahm, m.
Geiß(en)-ranzen, m.
Geiß(en)-rech, m.
Geiß(en)-reff, n.
Geiß(en)-rütsche, f.
Geiß(en)-schnuffel, f.
Geiß(en)-schwamm, m.
Geiß(en)-schwanz, m.
Geiß(en)-stall, m.
Geiß(en)-strich, m.
Geiß(en)-strüpfer, m.
Geiß(en)-stück, n.
Geiß(en)-teppich, m.
Geiß(en)-träppler, m.
Geiß(en)-tutte, f.
Geiß(en)-tütz, m.
Geiß(en)-unschlitt, n.
Geiß(en)-vater, m.
Geiß(en)-vieh, n.
Geiß(en)-weg, m.
Geiß(en)-weide, f.
Geiß(en)-werfen, n.
Geißer, m.
geißig, Adj.
Geiß-jagd
Geißler, m.
Geiß-mispel
Geiß-pappel
Geiß-werfen
Geist, m.
Geistel
geisterlich, Adj.
geistern, schw.
Geister-stunde, f.
geistes-abwesend, Adj.
geistes-gestört, Adj.
geistes-krank, Adj.
geistlich, Adj.
Geistlicher, m.
  -beine Pl.: 'lange, dürre Beine', Gääßebään [ KL-Reichb], Geiße- [ZW-Stamb]. RhWB Rhein. II 1156. — -berg m.: häufiger FlN, Geißberg [ KU-Langb RO-Imsw KB-Zell FR-Bissh Neustdt LA-Birkw Arzh GH-Büchbg]; Am Gääßeberg [ KB-Kerzh]. Der heutige G. in KU-Diedk hieß früher Gauchsberg. Südhess. II 1195; Bad. II 340. — -bitsch f.: 'Ziege', Kinderspr., Gääßebitsch, Dim. -bitschche [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Bitsch. Syn. s. PfWB Geiß 1 a. Saarbr. 77. — -blatt n.: 'die Schlingpflanze Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium)', Gääß-, Geißblatt [vereinzelt], Geeßblaat [Lambert Penns 61]. Südhess. II 1195; RhWB Rhein. II 1156. — -blume f.:
1. = PfWB Geißenbart 2 c, Gääßblumm [Wilde 234]. Syn. s. PfWB Blutwurzel. —
2. 'Hornkraut (Cerastium triviale)', Gääßeblimmel [ NW-Hamb LA-Diedf]; vgl. Schafschnudel. Südhess. II 1195, RhWB Rhein. II 1156 und Bad. II 341 and. Bed.; Marzell 152. — -bock m.:
1. 'männliche Ziege', Gääß-, Geeß-, Gaaß-, Geißbock, seltener Gääße-, Gaaße- (Formen ohne und mit -e- in der Wortfuge sind landschaftlich nicht zu scheiden) [allg.]; vgl. PfWB Bock 1 a, PfWB Ziegenbock. RA.: Er springt (meckert, stinkt) wie e Gääßbock [NW-Freinsh, verbr.]. Er is munter wie e Gääßbeckelche, von einem lebhaften Kind [Rockhs]. Er (der Magere) kann e G. zwische de Härner kisse [verbr. NPf]. Volksgl.: Wammer 'n Geeßbock halt, verdrage die Kih net [Fogel Beliefs Penns Nr. 759]. Einen VR s. PfWB Roß. Brauchtum: In RO-Wintbn wurde früher am zweiten Kirbetag der G. herausgetanzt. Alljährlich wird von NW-Lambr ein ausgesuchter G. nach NW-Deidh geliefert; hierzu s. PfWB Geißbockfest, -versteigerung. —
2.
a. 'altes, abgetriebenes (männliches) Pferd', Gääßbock [ PS-Hintwdth SP-Ottstdt];

[Bd. 3, Sp. 144]
vgl. PfWB Geiß 2 c. —
b.
α. 'magere, hochgewachsene männliche Person', Spottname, Geißbock [ HB-Kirrbg], Gääß- [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Geiß 2 a. —
β. Spott- und Uzname für den Schneider, Gääße-, Gaaßebock [verbr.]; vgl. PfWB Geiß 2 b α. —
γ. 'unruhiger, stets zu Narrheiten aufgelegter Mann' [vereinzelt]; vgl. PfWB Hospes. Des esch e närrischer G. [ GH-Zeisk]. Auch 'kleiner, unbändiger Junge'; e Gääßbeckel [ LA-Wollmh BZ-Dernb]. —
c. Neckname für die Bewohner von IB-Weckling HB-Höch FR-N'lein NW-Duttw Geinsh Friedh Lambr; vgl. PfWB Geiß 2 b β. —
d. ein Rheinfisch; Gääßbeck fange [Spey]; vgl. PfWB Schneider. —
e. von Zwiebeln, die keine oder aber ganz kleine Knollen bilden, Gääßbeck [Wilde 280]; vgl. PfWB Bock 3 b. —
f. 'Sägebock', Gäißbock [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. II 1195/96; RhWB Rhein. II 1156/57; LothWB Lothr. 180; ElsWB Els. II 28; Bad. II 340. — -bohnen Pl. : 'Ziegenkot', Gääßebohne [ KU-Nanzw PS-Geisbg BZ-Dernb], Gäiße- [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB Geißenknottel. Südhess. II 1196; RhWB Rhein. II 1157; Saarbr. 77; LothWB Lothr. 180 and. Bed.; ElsWB Els. II 53; Bad. II 340. — -boxen n. : ein Kinderspiel, Geißboxe [ HB-Lu'thal]. Eine aus drei Stöcken gebildete Pyramide, die Geiß, wird von einem Spieler gegen die Stockwürfe der anderen Spieler verteidigt. Gelingt es einem, die Geiß umzuwerfen, muß ihm der Hüter nachlaufen und noch vor dem Grenzstrich mit einem Schlag gefangennehmen. Der Gefangene kehrt mit dem Hüter um und legt seinen Stock unter die Pyramide zu dem dort liegenden Stock des Hüters. Der Hüter ergreift seinen Stock und versucht, vor dem Gefangenen über den Grenzstrich zu kommen und sich so vom Hüterdienst zu befreien. Vgl. PfWB Geißenwerfen, PfWB Geißenhirtenspiel. — -braten m. : 'Zickelbraten', Gääßebroore [ KL-Stelzbg], -broode [ LU-Oggh], Gääßelbroole [ LU-Altr], Gääßelsbroode [ LU-Maud]. Südhess. II 1196; Bad. II 341. — -brunnen m. : Name eines Brunnens bei ZW-O'aub, Geißbrunne; Kindern erzählt man, sie seien aus dem G. geholt worden. Südhess. II 1196. — -bube m. : 'Knabe, der die Geißen hütet', Gääß(e)-, Gaaße-, Geißbu, Pl. -buwe [verbr.]; vgl. PfWB Geißenhirt 1. Neckname für die Bewohner von GH-Kand: Kanneler Gääßebuwe [ GH-Minf]. Südhess. II 1196; Bad. II 340. —