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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Geburtstags-feier bis Gedächtnis-kasten (Bd. 3, Sp. 97 bis 98)
 
  Geburtstags-feier f., -gruß m.: wie schd., Geburtsdagsfeier, -gruß [verbr.].
 
 
Ge-büsch n.: wie schd., Gebisch [verbr.]; vgl. PfWB Gepütsch, PfWB Gesträuch. (Der Soonwald) is so

[Bd. 3, Sp. 98]
groß, daß unser Steenalb degeh es reinscht G. is [Feierowend Nr. 29/1965, S. 4].
 
 
Ge-büttel m.: 'Gerichtsbote, Büttel 1'. a. 1497: Davon gebührt dem Gebüttel 1 Pfd. Heller [SSp., Beschreibung der kurpf. Satzungen durch Büchsenmeister Ph. Münch vom Amt Wolfstein]. 16. Jh.: sie wysen mynem hernn vff igliche hüß, darinne lüde wonen, eyn fastnachthune; des sind der schultheis, gebüttel, priester vnd kintbettern ... uß gnaden fry [PfWeist. II 618 (NW-Geinsh)]. Südhess. II 1149; Bad. II 315.
 
  
Ge-bütz n.: 'das Leibesinnere'. Er hot 's Gebitz im Leib verfrore [ NW-Kallstdt]. — Mhd. gebütze 'Eingeweide'. — Südhess. II 1149.
 
 
Geb-weiler: erdichteter ON, in der RA.: Der is nit vun Gebbwiller, awwer vun Hanwiller 'Er nimmt lieber, als daß er etwas gibt' [WPf]; vgl. PfWB Gebsheim. Rhein. II 1081; Bad. II 315.
 
  
geck Adj.: 'verrückt'. Er is geck (gęg) [ HB-O'bexb Lu'thal KU-Haschb Wolfst Jettb Nd'eisb], jeck (jęg) [PS-Glashtt Pirmas Kaislt KL-Siegb Olsbr Neukch KL-N'hemsb Dörnb Gundw KB-Eisbg LA-Queichh Land BZ-Mühlhf]; vgl. PfWB Geck, PfWB geckig. Syn. s. PfWB verrücken 2 a. Südhess. II 1149/50; RhWB Rhein. II 1082 ff.
 
  
Geck m.:
1. 'Modenarr, eitler Mensch, Wichtigtuer', Geck [verbr.]. Syn. s. PfWB Prahlhans. WR.: Wann de erscht Schnee fallt in de Dreck, so is de ganz Winter e G. [KL-Weilb, verbr.]. —
2. Geckelche (Dim.) 'weibliche Person von fahriger Art' [ GH-Zeisk]. — Südhess. II 1149; RhWB Rhein. II 1085ff.; Bad. II 315.
 
  
geckig Adj.:
1. 'übermütig, närrisch', geckich [vereinzelt NWPf Don-Lenauh Lovrin Gal-Dornf]; vgl. PfWB gäckelig 2 a. Syn. s. PfWB verrücken 2 a. Sei doch net so g.! [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]. Er kummt so g. doher [ FR-Carlsbg]. —
2. 'verliebt' [ IB-Heckdh]. — Südhess. II 1150; RhWB Rhein. II 1093/94; Saarbr. 75; LothWB Lothr. 186.
 
 
Ge-dach n.: 'Dach'. a. 1612: 200 Latten seindt vff dem Closter ahn den gedachen, sonderlich ahn die Neuw gemachte Gauppen verbraucht worden [DisibSchR, Bl. 250].
 
 
Ge-dächtnis n.: wie schd., Gedächtnis (gədeχdnis) [verbr.]; e schlechdes (e gudes) G. [verbr.]; karz im G. 'vergeßlich' [Beam Penns 40]. Des bleibt mer ewig im G. [Holler 15]. RA.: Er hat e G. wie e Hinkel [Hebel 15], wie e Katz [Krieger 42]. Weibsleit hän lange Hoor un e korzes G. [ Rußl-Worms]. So bleibt der Dah uns im Gedächtnus [Schandein Ged. 210]. a. 1702: Nach altem Brauch zog der Dachdeckergeselle zum Gedächtnuß an die getane Arbeit auf der äußersten Turmspitze eines der zwei Paar geschenkten Strümpfe an [Küchler 536/37 (Kaislt)]. Südhess. II 1150; RhWB Rhein. I 1221; LothWB Lothr. 187; ElsWB Els. II 651; Bad. II 315.
 
 
Gedächtnis-kasten m.: 'Kopf', scherzh., Gedächtniskaschde [PS-Lembg KB-Albish mancherorts

[Bd. 3, Sp. 99]
VPf]; vgl. PfWB Hirnkasten. Syn. s. PfWB Kopf. Südhess. II 1150.