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gar bis Garben-binder (Bd. 3, Sp. 38 bis 41) | |||
gar gär Gar, n. Gär, m. garantieren, schw. Garau, (Gen. Gar-aus, m. Garbe, f. Garbe, f. Gärbel-quecke, f. garben, schw. Garben-binder, m. Garben-heber, m. Garben-kraut, n. Garben-loch, n. Garben-seil, n. garben-weise, Adv. Gar-bottich, m. Gär-bottich, m. Gärb-quecke, f. Gar-bütte, f. Gär-bütte, f. Gard Garde, f. Garderobe, f. Gardinen, Pl. Gare, f. Gäre, f. Garen, n. n., m. Karen, n. n., m. gären, st., schw. Gären Gäret gar-ewigs, Adv. Gär-faß, n. Gargel, f. Gargel+-eisen, n. Gargel-kamm, m. gärgeln, schw. Gargel-risser, m. Gärgert Garibaldi, m. gärjeln Gär-keller, m. Gär-klappe, f. Gärks, f. gärksen, schw. Gärks-leder, n. Gärks-schuhe, Pl. gärmschen garmschen Garn, n. Garn-baum, m. Garnen, m.? gar-nicht gar-nichts Gar-nichts, m. Gar-niemand, m. garnieren, schw. Garnischo Garn-käubel, m. Garn-klotz, m. Garn-klüngel, m. Garn-klüppel, m. Garn-knüppel, m. Garn-korb, m. Garn-sack, m. Garn-spule, f. Garn-strang, m. Gärr-bube Gärre, f. gärren, schw. Gärr(en)-bube, m. Garren-bube, m. Gärrer-bube, m. Gärrer, m. Gärret Garschan Garschel Gärschel Gär-spund, m. Garst Gär-ständer, m. garstig, Adj. Gärtchert, m. gärteln, schw. Garten, m. Garten-acker, m. Gärten-acker, m. Garten-ameise, f. Garten-aufseher, m. Garten-bank, f. Garten-bauer, m. Garten-beet, n. Garten-bickel, m. Garten-biene, f. Garten-blumen, Pl. Garten-boden, m. Garten-bodem, m. Garten-bütte, f. | 1. Adj. a. 'fertig gekocht', gar (gr, -ā-) [fast allg.], geer [ IB-Biesing], gär [ IB-Aßw WD-Niedkch]. 's Esse is g. [allg.]. — b. 'gut durchzogen', vom Handkäse [ KU-Kaulb A'glan RO-O'mosch KL-Stelzbg]; vgl. PfWB Gär, PfWB faul 1 a δ. — c. 'ganz'; net halb un net g. [SOPf]. — d. 'zu Ende'. Mit dem is g. [ NW-Hardbg]. Heit owend, wann die Butzstunn g. is [Kühn Schnitze I 150]. — 2. Adv. a. 'sehr, ganz'. Er nemmt 's Maul gär ärig vull [WD-Niedkch, verbr.]. (Des) deet se sich g. schää verbidde [Keiler 117]. a. 1529: vnd ist damit die kauff summ gar bezalt [GgHospR]. — b. zur Verstärkung von Negationen. Er will aach g. net esse [verbr.]. Er hot g. nix im Kopp [KU-Schmittw/O, verbr.]. Ich bin for g. nix meh (zu gebrauchen) [verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Besser e Laus im Kraut as g. kaan Speck [ KU-Kaulb]. — Mit vorausgehender Negation: Warum net g.? [NPf]. Dem Wein bin ich nit g. abgeneigt [Holler 8]. — c. in den Zs. PfWB alle-, PfWB schiergar. — d. die Verb. ganz und g. s. PfWB ganz 5 a β. — e. als Ausdruck der Verwunderung in: Was de gar! [Rockhs]. — f. in der Verb. gar zu: Es dur-em (tut ihm) g. ze weh [Schandein Ged. 51]. Du bescht so still un g. ze stumm [Keiler 106]. — g. 'sogar'. Die Männer g., wo hart wie Mauere, (sind gerührt) [Schandein Ged. 177]. — Südhess. II 1088/89; RhWB Rhein. II 1024; LothWB Lothr. 183; ElsWB Els. I 228; Bad. II 292. ![]() [Bd. 3, Sp. 39] [Bd. 3, Sp. 40] [verbr.], (g-) [ KU-Schmittw/O], Karaus [ KB-Boland]; einem (sich) de G. mache [verbr.]; vgl. PfWB Garen, PfWB Kehraus. Südhess. II 1089; RhWB Rhein. II 1025; Bad. II 292. [Bd. 3, Sp. 41] 6a, PfWB Buschel 2a, PfWB Wisch. Zs. Boden-, PfWB Geleg-, PfWB Gersten-, PfWB Hafer-, PfWB Korn-, PfWB Land-, PfWB Weizengarbe. Brauchtum: Die letzte eingebrachte G. wurde früher mit Bändern geschmückt und für alle sichtbar auf dem letzten Wagen gefahren [ KU-Reichsth]. 16. Jh.: je von dem morgen, so frucht trägt, ein garb korns [PfWeist. II 669 (LA-Gleisw)]. Südhess. II 1089/ 90; RhWB Rhein. II 1025 ff.; LothWB Lothr. 183; ElsWB Els. I 230; Bad. II 292/93.
Aus den Nachträgen [Bd. 6, Sp. 1773] lium)', Gerwelqueck [Wilde 221], Gärwilszweck [ PS-Erfw]; vgl. PfWB Garbe2, PfWB Garbenkraut, PfWB Gärbquecke. Volksmed.: Bei Husten wird Tee aus G. bereitet [ PS-Erfw]. 1. 'Garben werfen', gaarwe [ Don-Lenauh Schowe]. — 2. 'Korn dreschen', garrewe [Buffington-Barba 25].
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