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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-stupfen bis ver-tabaken (Bd. 2, Sp. 1296 bis 1297)
 
ver-stupfen, schw.
ver-stüpfen, schw.
ver-stürzt, Adj.
Ver-such, m.
ver-suchen, schw.
ver-suckelt, Adj.
ver-sudeln, schw.
ver-sündigen, schw.
ver-sunken
ver-süßen, schw.
ver-tabakeln, schw.
ver-tabäkeln, schw.
ver-tabaken, schw.
ver-talpern, schw.
ver-tändeln, schw.
ver-tänzeln, schw.
ver-tanzen, schw.
ver-tappeln, schw.
ver-täppeln, schw.
ver-tappen, schw.
ver-tappert, Adj.
ver-täppschen, schw.
ver-tätscheln, schw.
ver-tatschen, schw.
ver-tattert, Adj.
ver-tauschen, schw.
ver-teidigen, schw.
Ver-teidiger, m.
Ver-teidigung, f.
ver-teilen, schw.
Ver-teiler
ver-teufelt, Adj.
ver-tiefen, schw.
ver-tieren, schw.
fertig, Adj.
Fertig-arbeit, f.
fertig-bringen, st.,  schw.
fertig-kriegen, schw.
fertig-machen, schw.,  st.
Vertiko
ver-tilgen, schw.
vert-lassen, st.
ver-töffeln, schw.
ver-tollen, schw.
ver-tollt
Ver-trag, m.
vertrag-brüchig, Adj.
ver-tragen, st.
ver-träglich, Adj.
Ver-träglichkeit, f.
ver-traktieren, schw.
ver-tralagern, schw.
ver-trampeln, schw.
ver-tränken, schw.
ver-transcheln, schw.
ver-transchieren, schw.
ver-träppeln, schw.
ver-trappen, schw.
ver-trasseln, schw.
ver-tratscheln, schw.
ver-tratschen, schw.
ver-trauen, schw.
Ver-trauen, n.
ver-traufeln, schw.
ver-träumt, Adj.
ver-treiben, st.
ver-trendeln, schw.
ver-trennen, schw.
ver-treten, st.
Ver-treter, m.
ver-trinken, st.
ver-trippeln, schw.
ver-trischaken, schw.
ver-tritscheln
ver-trödeln, schw.
ver-trollen, schw.
ver-trommeln, schw.
ver-trompieren, schw.
ver-tröpfeln, schw.
ver-trosseln, schw.
ver-trotteln, schw.
ver-trubelt, Adj.
ver-trückeln, schw.
ver-truckeln, schw.
ver-trudeln, schw.
ver-trudeln, schw.
ver-trullern, schw.
ver-trümmern, schw.
ver-trumpeln, schw.
ver-tuerisch
ver-tüfteln, schw.
ver-tuisch
ver-tun, st.
Ver-tuner, m. f.
Ver-tunerin, m. f.
Ver-tu(n)ersin, m. f.
ver-tu(n)erisch, Adj.
ver-tu(n)isch, Adj.
ver-tüpfelt, Adj.
ver-tupfen, schw.
   ver-stupfen, -stüpfenschw.:
1. 'zerstoßen, zerstampfen', vgl. PfWB verstampfen. Do es alles verknuppt un verstuppt, von Beschädigungen an Wänden und Möbeln [ KL-Hirschhn]. Morjens gebt's Grumbeeresupp, mittags werre se (die Kartoffeln) ganz verstuppt [Schandein Bav. IV/ 2, 410 Hebel 81]. —
2. 'aufreizen', verstippe [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB aufstüpfen 2. — Südhess. II 644/45; ElsWB Els. II 609.
 
 
ver-stürzt Adj.: 'bestürzt', versterzt [Schandein Bav. IV/2, 249]. DWB DWb. XII/1, 1819 verstürzen 5.
 
 
Ver-such m.: wie schd., umgspr.; e Versuch mache [Kaislt]; vgl. PfWB probieren 4. Südhess. II 645.
 
  
ver-suchen schw.:
1. 'schmeckend prüfen', ve(r)suche (-suxə, -sūxə), s. PfWB suchen [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl]; vgl. PfWB probieren 3, PfWB verkosten 1, PfWB verschmacken 1 a. 's Esse v. [KL-Hütschhs, verbr.]; beim Schlachten 's Fillsel (Wurstfüllsel) v., eine Angelegenheit der Frauen [ KB-Kriegsf]; de Wein v. [ KU-Wolfst LU-Assh]. Geh mol rein, versuch unsern Wein, un unser frisch Brout ää (auch) [LA-Herxh (Wilde 263)]. Scherzh. Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit: Dreiverdel uf Quetschekuche; wann er gebacke esch, därfschd'n v. [ LA-Mörzh,

[Bd. 2, Sp. 1297]
RO-Als PS-Erfw LU-Opp]; dazu die Var. aus LA-Maik: ... wann er gesse isch, kannschd'n aa v. SprW.: Es schmackt nix, ohne versucht [PS-Haust KB-Bischh LA-Edh verbr. Don Gal Buch Rußl]. —
2. 'sich bemühen, etwas zu erreichen', umgspr. Versuch's noch emol, vielleicht geht's doch! [ KL-Enkb]. — Südhess. II 645; RhWB Rhein. VIII 976; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 323; Bad. II 115/ 16.
 
  
ver-suckelt Adj.:
1. 'unreinlich, unordentlich', versuckelt [ KL-Hirschhn]; versuckeldes Hoor 'ungepflegtes Haar' [RO-Sippf KL-Enkb]. Du hoscht Hoor wie e vesuckeldi Ratt, von nassem, in Strähnen anliegendem Haar [ LU-Böhl, KL-Enkb]. —
2. 'bleich, schmal'. Du siehscht awwer heit vesuckelt aus! [Kaislt]. — Zu PfWB suckeln 'saugen'; and. Herleitung s. Bad. II 116. — LothWB Lothr. 155.
 
  
ver-sudeln schw.: 'besudeln', ve(r)sudd(e)le [RO-Obd PS-Erfw LU-Friesh Neuhf LA-Venn Lambert Penns 168 Don-Schowe Torscha verbr. Gal], -surrle [verbr. NWPf], -sulle [ BZ-Dernb Dierb]. Syn. s. PfWB verschmieren 1 a. Er hot sein Kläirer versurrelt [ KU-Schmittw/O]. Kleine Kinder versurle sich beim Esse [ KU-Kaulb Kreimb]. Verhuddelt, versuddelt, so schwankt er bei [Birmelin Penns Poems 70]. — Zu PfWB sudeln. — Südhess. II 646; RhWB Rhein. VIII 980; Saarbr. 221; LothWB Lothr. 155; ElsWB Els. II 328; Bad. II 116.
 
  
ver-sündigen schw.: sich v., wie schd., ve(r)sinniche [verbr., auch Don Gal Buch], -sindiche [Lambert Penns 168]. Er hot sich versinnicht an soin eije Blut 'an seinen eigenen Kindern' [ LU-Opp]. Jesses, Jesses, Heiner, sei still un du dich net v.! [PfPr. 21. 12. 1932]. Südhess. II 646; Rhein. VIII 998 Z. 22; LothWB Lothr. 153.
 
 
ver-sunken s. PfWB versinken 2.
 
  
ver-süßen schw.:
1. 'süßen'; de Kaffee versieße [ KL-Fischb LU-Limbghf NW-Frankeck]; dafür meist sieß mache, s. PfWB süß. —
2. 'angenehmer machen'; einem, sich 's Lewe v. [verbr.]. Du der dein Lewe v.!, scherzh. Aufforderung, Zucker in den Kaffee zu tun [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. II 646; RhWB Rhein. VIII 1013.
 
  
ver-tabakeln, -tabäkelnschw.:
1. einen v.
a. = PfWB verhauen 1, ve(r)duwak(e)le [ PS-Hermbg Gersb Trulb KL-Obernh RO-Ruppeck KB-Dreis Stett NW-Ruppbg LA-Leinsw BZ-Gleishorb], -duwäk(e)le [ PS-Hirschth FR-Ebertsh BZ-O'ottb Kapsw]. Jetzert könnt ich 'ne verspachtle, ihn verduwakle, verdachtle! [Kölsch 24]. —
b. 'zum Besten halten', -duwakle [Lu'haf]. vgl. PfWB veruzen. —
2. sein Vermögen v. 'vergeuden', urspr. 'für Tabakwaren ausgeben' [Germh]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. — Zu PfWB tabakeln 1. — Südhess. II 646.
 
  
ver-tabaken schw.:
1.
a. einen v. = verta-

[Bd. 2, Sp. 1298]
bakeln 1 a, ve(r)duwake, seltener -tuwake [verbr. wie PfWB tabaken]. Syn. s. PfWB verhauen 1. Mer hän'n veduwakt, daß'm Heere un Sehne vergange esch [ GH-Westh]. —
b. 'im Spiel besiegen'. Heit han ich eich (im Kartenspiel) schän veduwakt [Krieger 45]. —
2. 'vergeuden'. Die wissen ach nit, wie se ehr Gerschtel 'Vermögen' schnell genug verduwacke können [Zahn Pläsier 78]. Syn. s. PfWB vertun 1 b. — Südhess. II 646; RhWB Rhein. VIII 1018; Saarbr. 221.