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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-strämmen bis Ver-strickung (Bd. 2, Sp. 1293 bis 1295)
 
ver-strämmen, schw.
ver-strampeln, schw.
ver-strapazieren, schw.
ver-strauben, schw.
ver-strauen
ver-streben, schw.
ver-strecken, schw.
ver-streichen, st.
ver-streuen, schw.
ver-stricken, schw.
Ver-strickung, f.
ver-stritzeln, schw.
ver-strubbeln, schw.
ver-strudeln, schw.
ver-strummen, schw.
ver-strumpfen, schw.
ver-strunken, schw.
ver-strunzen, schw.
ver-struppt, Adj.
ver-stübern, schw.
ver-stückert, Adj.
ver-studieren, schw.
ver-stummen, schw.
ver-stümpfeln, schw.
ver-stumpfen, schw.
ver-stupfen, schw.
ver-stüpfen, schw.
ver-stürzt, Adj.
Ver-such, m.
ver-suchen, schw.
ver-suckelt, Adj.
ver-sudeln, schw.
ver-sündigen, schw.
ver-sunken
ver-süßen, schw.
ver-tabakeln, schw.
ver-tabäkeln, schw.
ver-tabaken, schw.
ver-talpern, schw.
ver-tändeln, schw.
ver-tänzeln, schw.
ver-tanzen, schw.
ver-tappeln, schw.
ver-täppeln, schw.
ver-tappen, schw.
ver-tappert, Adj.
ver-täppschen, schw.
ver-tätscheln, schw.
ver-tatschen, schw.
ver-tattert, Adj.
ver-tauschen, schw.
ver-teidigen, schw.
Ver-teidiger, m.
Ver-teidigung, f.
ver-teilen, schw.
Ver-teiler
ver-teufelt, Adj.
ver-tiefen, schw.
ver-tieren, schw.
fertig, Adj.
Fertig-arbeit, f.
fertig-bringen, st.,  schw.
fertig-kriegen, schw.
fertig-machen, schw.,  st.
Vertiko
ver-tilgen, schw.
vert-lassen, st.
ver-töffeln, schw.
ver-tollen, schw.
ver-tollt
Ver-trag, m.
vertrag-brüchig, Adj.
ver-tragen, st.
ver-träglich, Adj.
Ver-träglichkeit, f.
ver-traktieren, schw.
ver-tralagern, schw.
ver-trampeln, schw.
ver-tränken, schw.
ver-transcheln, schw.
ver-transchieren, schw.
ver-träppeln, schw.
ver-trappen, schw.
ver-trasseln, schw.
ver-tratscheln, schw.
ver-tratschen, schw.
ver-trauen, schw.
Ver-trauen, n.
ver-traufeln, schw.
ver-träumt, Adj.
ver-treiben, st.
ver-trendeln, schw.
ver-trennen, schw.
ver-treten, st.
Ver-treter, m.
ver-trinken, st.
ver-trippeln, schw.
ver-trischaken, schw.
ver-tritscheln
ver-trödeln, schw.
   ver-strämmen schw.: nur im Part. Perf. 'eingeengt und daher im Wachstum behindert', von Pflanzen. 's hot vesträmmt gestann [ RO-O'mosch]; vgl. PfWB versticken, PfWB verstrummen. Südhess. II 642; RhWB Rhein. VIII 782.
 
  
ver-strampeln schw.:
1. 'durch Strampeln in Unordnung bringen'; 's Bett verstramble [LU-Altr, verbr., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB verrolzen 1. Ach du liewer Strohsack, was bisch du so verstrambelt! [ Gal-Lindf]. Er hot sich 's Nescht ('s Bett) v. 'hat es mit allen verdorben' [KL-Fischb, verbr.]. —
2. sich v. Ich muscht mich verstramble 'mußte mich einen weiten Weg lang abmühen'

[Bd. 2, Sp. 1294]
[ KU-Adb]; vgl. PfWB abstrampeln, PfWB verbößeln 2. — Südhess. II 642; RhWB Rhein. VIII 783; LothWB Lothr. 154; Bad. II 115.
 
  
ver-strapazieren schw.: 'durch starke Beanspruchung abnützen', von Kleidern, verstraplezeere [ PS-Geisbg]. Syn. s. PfWB verwetzen 1. Südhess. II 642.
 
 
ver-strauben schw.:
1. 'struppig machen', verstrauwe (fÄdrauwə) [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB verstrubbeln 1. Syn. s. PfWB verwirren 1. —
2. adj. Part. Perf. verstraubt 'wirr und starr emporstehend', vom Haar [LA-Venn Heeger Tiere I 24]; vgl. PfWB Straubhünkel. — Zu mhd. strūben.
 
 
ver-strauen s. PfWB verstreuen.
 
  
ver-streben schw.: 'durch Strebebalken stützen', verstrewe [ GH-Zeisk]. Syn. s. PfWB abstreben. Südhess. II 642; RhWB Rhein. VIII 806.
 
  
ver-strecken schw.: 'ein Glied aus dem Gelenk drehen'; sich 's Been (de Aarm) verstrecke [ KU-Herschw/Petth HB-Kirrbg ZW-L'wied]. Syn. s. PfWB verstauchen 1. Er hot sich de Muskel (die Sehn) verstreckt 'gezerrt' [ KU-Hundh]. RA.: Der dut sich net v., von einem, der nicht viel arbeitet [ PS-Hintwdth]. Bad. II 115.
 
  
ver-streichen st.:
1. trans.
a. 'mit dem Pinsel gut verteilen'; Farb verstreiche, s. PfWB streichen [LU-Altr, verbr.]. —
b. 'mit Farbe zudekken', von einer schadhaften Stelle; e Fleck v. [ FR-Bockh]. —
c. 'durch Streichen verbrauchen'. Ich hun all die Farb verstrech [KU-Schmittw/O, verbr.]. Du mer net so viel Streichhelzer v.! [ KL-Enkb]. —
2. intrans. Die Zeit verstreicht, wie schd., umgspr. [verbr.]; dafür häufiger PfWB vergehen 1. — Südhess. II 642; RhWB Rhein. VIII 815; ElsWB Els. II 626; Bad. II 115.
 
  
ver-streuen schw.:
1.
a. 'streuend ausbreiten, umherstreuen', ve(r)strääe, -straae, s. PfWB streuen [verbr.], -straue [NWPf Don-Schowe Torscha]. Ich schlaa als oft die Palzkaart uf un such die scheene Fleckcher druf, die wu im ganze Land versträät [Wilms 11]. En halwes Bedallye (Bataillon) war zammegemäht; Deel hän sich verlore, Deel ware versträät [Birmelin Penns Poems 79]. —
b. 'streuend verbrauchen'. Er hot 's ganze Stroh (unter dem Vieh) versträät [ KL-Enkb]. —
2. adj. Part. Perf. 'zerstreut', vom Menschen. Er is aarich verstraat [verbr. Gal]. Das is e verstrauter Kopp [ KU-Schmittw/O]. — Südhess. II 643; RhWB Rhein. VIII 827; ElsWB Els. II 622; Bad. II 115.
 
  
ver-stricken schw.: 'ersticken', ve(r)stricke [verbr. NWPf verbr. Don Gal Buch]; vgl. PfWB versticken, PfWB verstrumpfen. Werscht schun net dron verstricke, wenn das Brot sehr trocken ist [ Gal-Dornf]. Verstrick dron!, Ausruf, wenn man mit Widerwillen dem andern etwas überlassen muß [Gal-Reichb, verbr. Don Gal Buch]. Er is im Hanf verstrickt 'hat sich erhängt' [ KU-Lohnw].

[Bd. 2, Sp. 1295]
Aufforderung zum Trinken: E Veelche hot gepickt, geschlickt, es hot net g'soff un is verstrickt [Don (Batschka)]. Letzte Zeile des VR. bei Brühe (I 1277, Z. 47 ff.) heißt in Gal-Schönthal Bagbg: daß dei Mann net dran verstrickt. Südhess. II 643; RhWB Rhein. VIII 838; Bad. II 115 and. Bed.
 
 
Ver-strickung f.: 'Verhaftung'. a. 1540: Der Abt von Wörschweiler wird von zweibrückischen Visitatoren in Verstrickung genommen, weil er sich weigert, die lutherische Kirchenordnung anzunehmen [Groh Wörschw 89]. — Frühnhd. verstricken 'verhaften', [Götze2 82]. — DWB DWb. XII/1, 1805.