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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ver-krusten bis ver-kuppeln (Bd. 2, Sp. 1205 bis 1206)
 
ver-krusten, schw.
ver-krutzen
ver-kühlen, schw.
Ver-kühlens, n.
ver-kujonieren, schw.
ver-kumen
ver-kümmeln, schw.
ver-kümmern, schw.
ver-künden, schw.
ver-kündigen, schw.
ver-kuppeln, schw.
ver-koppeln, schw.
ver-kürzen, schw.
ver-kuscheln, schw.
ver-küssen, schw.
ver-kutchern, schw.
ver-kutteln, schw.
ver-küttern, schw.
ver-kuwedeln, schw.
ver-labbern, schw.
ver-läbbern, schw.
ver-lacheln
ver-lachen, schw.
ver-lachsen, schw.
Ver-lachung, f.
ver-lackieren, schw.
ver-lacksieren, schw.
ver-laden, st.
Ver-lag, m.
ver-langen, schw.
Ver-langen, n.
Ver-langens, n.
ver-längerig, Adj.
ver-längern, schw.
ver-lappen, schw.
ver-lappern, schw.
ver-läppern, schw.
ver-läppischt, Adj.
Ver-laß, m.
ver-lassen, st.
Ver-lassenschaft, f.
ver-lassieren, schw.
ver-latschen, schw.
ver-latschen, schw.
ver-latzen, schw.
Ver-laub, m.
ver-lauben, schw.
ver-lauern
ver-laufen, st.,  schw.
ver-lausen, schw.
ver-lauten, schw.
ver-lecheln, schw.
ver-lechen, schw.
ver-lechern, schw.
ver-leckern, schw.
ver-leckt, Adj.
ver-ledern, schw.
ver-legen, schw.
ver-legen, Adj.
Ver-legenheit, f.
Verlegung, f.
ver-lehnen, schw.
ver-leiben, st.
verleicht
ver-leiden, schw.
ver-leidet
ver-leidigen, schw.
ver-leidlich, Adj.
ver-leiern, schw.
ver-leihen, st.
ver-leiten, schw.
ver-leitseln, schw.
ver-lernen, schw.
Ver-les, m.
ver-lesen, st.
ver-letzeln
ver-letzen, schw.
Ver-letzung, f.
ver-leugeln, schw.
ver-leumden, schw.
Ver-leumder, m.
Ver-leumdung, f.
ver-lickern, schw.
ver-lieben, schw.
ver-liederigen, schw.
ver-lieren, st.
ver-lieschen, schw.
ver-lieschten, schw.
ver-liesen
ver-lizitieren, schw.
ver-loben, schw.
Ver-lobigung, f.
Ver-lobung, f.
Verlobungs-essen, n. n. m.
Verlobungs-geschenk, n. n. m.
Verlobungs-ring, n. n. m.
ver-lochen, schw.
ver-locken, schw.
ver-lockern, schw.
ver-löckseln, schw.
   ver-krusten schw.: von der Ausbildung des Heilschorfes auf Wunden. Die Wund vekruscht sich schun [ KL-Enkb]; vgl. PfWB verharschen. Südhess. II 545; RhWB Rhein. IV 1619.
 
 
ver-krutzen s. PfWB vergrutzen.
 
 
ver-kühlen schw.: sich v. 'erkälten', verkihle [Don-Schowe Torscha Lenauh Lovrin verbr. Gal]; vgl. PfWB verkälten 1. — Die Verbreitung des Wortes bei den Donau- und Galizienpfälzern läßt vermuten, daß es im 18. Jh. auch in Südwestdeutschland im Gebrauch war, hier aber seitdem durch verkälten abgelöst wurde. (Einwirkung von Österreich her, wo »sich verkühlen« der gängige Ausdruck ist — vgl. Kretschmer 191 — kommt zumindest für Gal nicht so weit in Betracht, daß ein geläufiges Wort durch das gleichbedeutende fremde Wort hatte verdrängt werden können.) — Südhess. II 545; RhWB Rhein. IV 1699; Bad. II 76.
 
 
Ver-kühlens n.: 'Erkältung'. Mei Vekihles hat schun domols ongfang [ Don-Werb].
 
  
ver-kujonieren schw.: = PfWB verhauen 1, verkuiniere [ NW-Weish/S]. ElsWB Els. I 429.
 
 
ver-kumen s. PfWB verkamen.
 
  
ver-kümmeln schw.:
1. etwas v.
a. 'unter der Hand verkaufen, losschlagen', ve(r)kimmele [IB-Bliesmg/Bolch WD-Niedkch Zweibr Kaislt NW-Neidfs Neustdt BZ-Billh Dernb Kühn Hamet 141 PfId. 146 Schandein Sprachsch. 27 Journ. 1787, S. 216 Klein Prov. 214]; vgl. PfWB abkimmeln. Syn. s. PfWB verfuggern. —
b. 'durchbringen, vertrinken'. Syn. s. PfWB vertun 1 b. Er hot alles im Wertshaus vekimmelt [ RO-Obd Odh]. —
2. einen v. = PfWB verhauen 1 [ NW-Hardbg]. — Aus rotw. verkimmern 'verkaufen', dieses zu jidd. kinjen 'kaufen', Wolf 2616. — Südhess. II 527/ 28; RhWB Rhein. IV 469; ElsWB Els. I 443; Bad. II 76.
 
  
ver-kümmern schw.: nach dem Schd.; vgl. PfWB verkamen. Die Planz do verkimmert [ SP-Mechth BZ-Heuchh Pleisw Dernb]. Südhess. II 546; RhWB Rhein. IV 1720; Bad. II 76.
 
  
ver-künden schw.:
1. ein Eheaufgebot in der Kirche v., nach dem Schd.; vgl. PfWB verkündigen, PfWB ausrufen 2. Die sin heit verkind worre [ LU-Neuhf]. Die zwee sin von de Kanzel erunner verkind worre [Feierowend Nr. 24/1953]. —
2. von

[Bd. 2, Sp. 1206]
anderen Bekanntmachungen. An em scheene Dah hat uns de Hannes verkündt, daß es mit dem Bier aus wär [Feierowend Nr. 4/1958]. a. 1530: So aber frauensperßon darzu (zur Ausbesserung eines Weges) vonnoten, sols der burgemeister further verkunden [PfWeist. I 36 (KL-Alsbn)]. — Südhess. II 546; RhWB Rhein. IV 1728; ElsWB Els. I 449; Bad. II 76.
 
  
ver-kündigen schw.: wie schd., ve(r)kinniche [verbr., auch Penns Don Gal]. 's Urteil werd morje vekinnicht [ KB-Kriegsf]. 's is in de Kerch v. worr, vom Eheaufgebot [ KU-Bedb]. a. 1609: Vnd da eine ahnsehnliche zahl holtz zu weegen oder gebawen vonnöthen, solle je ein theil dem andern solches, ehe vnd bevor das holtz gehawen, verkündigen [PfWeist. I 104 (Bergz)]. Südhess. II 546; RhWB Rhein. IV 1729; Bad. II 76.
 
  
ver-kuppeln, -koppelnschw.:
1. 'verheiraten', ohne üblen Beisinn in der Form verkoppele, sich v. [ ZW-Mauschb BZ-Stein], mit tadelnder Nebenbedeutung ve(r)kupp(e)le [verbr.]. Syn. s. PfWB verheiraten 1. Die sein verkuppelt worr [RO-Sippf]. Ich loß mich nit verkuppele [ NW-Freinsh]. —
2. 'für wenig Geld verkaufen'; die Kläärer verkoppele [verbr. IB]. Syn. s. PfWB verfuggern. — Südhess. II 546; RhWB Rhein. IV 1238; Saarbr. 219; ElsWB Els. I 458; Bad. II 77.