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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-trichtern bis ein-tunken (Bd. 2, Sp. 838 bis 839)
 
ein-trichtern, schw.
ein-trippeln, schw.
Ein-tritt, m.
Eintritts-geld
Eintritts-karte
Eintritts-preis
ein-trückeln, schw.
ein-trudeln, schw.
ein-tun
Ein-tun, m.
ein-tun
ein-tunig, Adj.
ein-tunken, schw.
ein-türmelig
ein+-turmen, schw.
ein-turnen, schw.
Ein-türmung, f.
ein-und-dreißig, Num.
ein-zwanzig, Num.
Einung, f.
Einungs-meister, m.
ein-verstanden
ein-wachsen, st.
ein-wachsen
ein-walzen, schw.
Ein-wand, m.
Ein-wanderer, m.
ein-wandern, schw.
einwand-frei, Adj.
ein-wärmen, schw.
ein-wärts, Adv.
ein-wässern, schw.
ein-weben, schw.
ein-wecken, schw.
ein-weichen, schw.
ein-weihen, schw.
Ein-weihung, f.
ein-wenden, schw.
ein-wendig, Adv.
ein-werfen, st.
ein-wichsen, schw.
ein-wickeln, schw.
ein-wiegen, st.
Ein-wieger, m.
ein-willigen, schw.
ein-wintern, schw.
Ein-wohner, m.
-wohnunger, m.
ein-wühlen, schw.
Ein-wurf, m.
ein-wurzeln, schw.
ein-zackern, schw.
ein-zahlen, schw.
ein-zähmen, schw.
ein-zaumen, schw.
zäumen, schw.
ein-zäunen, schw.
ein-zecht(ig), Adj.
ein-zeicheln, schw.
einzel, Adj.
einzeln, Adj.
Einzel-handel, m.
einzelig, Adj.
einzelingen, Adv.
einzeln
Einzel-richter, m.
einzel-weise, Adv.
ein-zichtig
ein-ziehen, st.
einzig, Adj.
ein-zöllig, Adj.
ein-zuckern, schw.
Ein-zug, m.
Einzugs-geld, n.
ein-zwängen, schw.
ein-zwickeln, schw.
Eis, n.
Eis-
eis-
Eis-apfel, m.
Eis-auto, n.
Eis-axt, f.
Eis-bahn, f.
Eis-ballen, m.
Eis-bär, m.
Eisbär-wolf, m.
Eis-bein, n.
Eis-bein, n.
Eis-berg, m.
Eis-beutel, m.
Eis-block, m.
Eis-blume, f.
Eis-bock, m.
Eis-bollen, m.
Eis-brokken, m.
Eis-bube, m.
Ei-schale, f.
Eischberg
Eis'chen
eischt
 -trichtern schw. : einem etwas e. 'mit viel Mühe beibringen', vgl. PfWB einpauken, hineintrichtern, intrichdere [ KU-Albb KL-Lind Reichb HB-Einöd], ein- [verbr. VPf], entrechdere [ FR-Bockh], ein- [ FR-Albsh Grünstdt]. Südhess. II 150; RhWB Rhein. VIII 1359; ElsWB Els. II 741; Bad. I 667. — -trippeln schw. : Heu e. 'festtreten', intrippele [ IB-Lautzkch Aßw]; vgl. PfWB einstampfen 2 u. PfWB trippeln 2 a. Südhess. II 150; RhWB Rhein. VIII 1373; ElsWB Els. II 762/63.
 
  
Ein-tritt m.:
1.
a. 'das Betreten eines Raumes', umgspr., Intritt [verbr. WPf], En- [östl. NPf RO-Sippf WD-Niedkch], Ein- [verbr. VPf]. Ich werr mer schun Eintritt verschaffe [Kaislt]. —
b. 'Gebühr für die Teilnahme an einer Veranstaltung', vgl. PfWB Eintrittsgeld, PfWB Entree 2. Do muß mer Eintritt bezahle [LA-Gommh, verbr.]. Do is der Intritt frei [KL-Matzb, verbr.]. —
2. 'Eintritt in einen Verein usw.', umgspr., Gegensatz: Austritt, Eintritt [ LU-Alsh Altr]. — Südhess. II 150; RhWB Rhein. VIII 1378; Bad. I 667.
 
 
Eintritts-geld, -karte, -preis, wie schd. [verbr.]; vgl. PfWB Eintritt 1 b. Südhess. II 150.
 
  
ein-trückeln schw.:
1. trans. 'ganz trocken, dürr machen'. RA.: Die Sunn hot'm 's Hern (Hirn) eingetrickelt [ GH-Zeisk]. —
2. intrans.
a. 'trocken werden und dabei schrumpfen', vgl. PfWB einschrumpfen, PfWB vertrückeln. Ich bin ganz ingetrickelt 'Ich habe Durst' [ KL-Gimsb]. De ingetrickelt Adolf hat Dorscht [ebd.]. —
b. vom Trockenwerden des Erdbodens. De Reen (Regen) is schun wirrer ingetrickelt [ KL-Obernh]; vgl. PfWB einziehen II 3. — Südhess. II 150; RhWB Rhein. VIII 1380; ElsWB Els. II 753; Bad. I 667. — -trudeln schw. : 'nach und nach kommen', vgl. PfWB eintreffen 1. Ääner is nooch'm annere ingetrudelt [Krieger 40]. — -tun st., selten schw.:
1. von Lebewesen.
a. von Tieren, vgl. PfWB einsperren 2, PfWB -treiben 1. Ich muß noch 's Vieh (die Herd) indue (ˈinduə) 'in den Stall bringen' [KL-Weilb, verbr. WPf]; d' Gääße eindun [GH-Kand, verbr. VPf]; die Sau indun [ KU-Herschw/Petth]; die Hinkel (die Gäns, die Ende) eindue 'einsperren' [FR-Tiefth, verbr.]; de Bien (de Biene-

[Bd. 2, Sp. 839]
schwarm) indu 'in den Stock tun' [ RO-Bistschd, NW-Frankeck]. a. 1581: wer solches nit achtet vnd sein schwein nachts nit einthutt vnd des morgens auch nicht for den hirtten treibt, der ist 5 ß verfallen [PfWeist. I 45 (KU-A'glan)]. o. D.: welcher sein sau oder ander vieh ein tag nicht ein thut und zu schaden gehen möchte, verbricht ein orthsgulden [ebd. I 18 (KL-Alsbn)]. —
b. vom Menschen. Der Betrunkene werd nachts ingetu [ ZW-Battw]. Doch 's Fechte 'Betteln' geht net immer an, deck werd der Michel eingedan [Schandein Ged. 69]. Einen Verbrecher festnehmen und einsperren: äner eindaun [ LU-Böhl, ZW-Battw]; vgl. PfWB einsperren 1 a. —
c. von Sachen. Haai entun (ˈendūn) 'Heu einbringen' [IB-Rohrb, verbr. WPf]; vgl. PfWB einfahren 1 a. Er hot noch beizeide sein Frucht eingedan [ SP-Heiligst]. a. 1471: helffen die ern (Ernte) intun [SSp., Kirchschaffnei Zweibr., Bl. 18]. a. 1578: als sie den herbst daselbst eingethan [WerschwSchR, Bl. 129]. a. 1596: 9 tagen, in welchen er des Closters ... gült vnd zinß wein ... helffen einthun [ebd., Bl. 277]. a. 1679: vor 2 ohm Zehend wein ein zu thun [SpeyGgHospR]. —
2. sonst. Gebrauch.
a. RA.: Er hot sich ener ingetun 'einen Rausch angetrunken' [ Don-Schowe]; vgl. PfWB einbinden 3. —
b. 'einfriedigen'. a. 1737: in der gewanden, Im Sengele genannt, welcher mit apparten steinen abgesteint vnd eingethan ist [PfWeist. II 582 (NW-Freinsh)]; vgl. PfWB einzäunen. — Südhess. II 150/51; RhWB Rhein. VIII 1458; LothWB Lothr. 259; ElsWB Els. II 640; Bad. I 667.
 
 
Ein-tun m.: 'Schultersack, in dem man Brot und Wein zur Arbeit auf das Feld mitnahm', Äändun (ndun) [Schmitt Billh 169]. Es handelte sich um einen schmalen Sack, der an beiden Enden zugenäht war, in der Mitte aber eine Öffnung hatte. Den Sack hängte man so über die Schulter, daß die eine Hälfte mit dem Wein über der Brust, die andere mit dem Brot über dem Rücken hing. — Der erste Wortteil zu PfWB ein1, der zweite am ehesten zu PfWB tun 3 bzw. tun 7. Sinn der Bezeichnung: Beide Teile des Sackes sind ein Tun, d. h. einander gleich. — ElsWB Els. II 344.
 
 
ein-tun2 'einerlei' s. PfWB tun 7. — -tunig Adj.: 'immer mit der gleichen Sache beschäftigt'. Ich sitz dehääm äduhnisch rum, mich bringt das älätz (s. PfWB einlütz 1 c) Läwe um [Kieffer Bilderb. 50]. Südhess. II 151 Eintunsmensch; RhWB Rhein. II 86 eintunerig; ElsWB Els. II 641; Bad. I 667.
 
  
ein-tunken schw.:
1. gegenst. = PfWB eintauchen; die Fedder intunke (in die Tinte) [verbr. WPf], endunke [verbr. östl. NPf], ein- [verbr. VPf]; Kuche in de Kaffee eindunke [ LU-Maud]; vgl. PfWB tunken 1 a, PfWB hineintunken.
2. übertr.
a. RA.: Er hot sich e schäni Soß eingedunkt 'ist in eine unangenehme Sache hineingeraten' [ NW-Freinsh]; vgl. PfWB einbrocken 2 b. —
b. RA.: Dem haw ich's eingedunkt 'habe ich Hiebe versetzt'

[Bd. 2, Sp. 840]
[Frankth]; vgl. PfWB einreiben 2. Dem muß ich mol e paar intunke, dass. [ KU-Rutsw/L]. Den häw ich eingedunkt [ GH-Sondh]. —
c. RA.: Er hat mich eingedunkt 'angeschwärzt' [ NW-Frankeck]. — Südhess. II 151; RhWB Rhein. VIII 1462; ElsWB Els. II 694; Bad. I 667.