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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-sperren bis Ein-stand (Bd. 2, Sp. 830 bis 831)
 
ein-sperren, schw.
ein-spinnen, st.
ein-springen, st.
ein-spritzen, schw.
Ein-spritzung, f.
Ein-spruch, m.
Ein-sprung, m.
einst
ein-stämpfeln
ein-stampfen, schw.
ein-stämpfeln, schw.
Ein-stand, m.
Einstands-gaul, m.
Einstands-geld, n.
Einstands-mann, m.
ein-starr, Adv.
ein-stauben, schw.
ein-stechen, st.
ein-stecken, schw.
Einsteck-stift, m.
ein-stehen, st.
ein-steigen, st.
ein-stellen, schw.
Einster
ein-stiefeln, schw.
ein-stimmig, Adj.
ein-stöckig, Adj.
ein-stopfen, schw.
ein-stoßen, st.
ein-streichen, st.
ein-streuen, schw.
ein-striefen, schw.
ein-studieren, schw.
ein-stufen, schw.
Ein-stufer, m.
ein-stürmen, schw.
ein-stürzen, schw.
einst-weilen, Adv.
eint
eint-armig
ein-tauchen, schw.
ein-teilen, schw.
ein-teilig, Adj.
Ein-teilung, f.
Ein-töter, m.
Ein-tracht, f.
ein-trächtig(lich), Adj.
Ein-trag, m.
ein-tragen, st.
ein-träglich, Adj.
ein-tränken, schw.
ein-treffen, st.
ein-treiben, st.
ein-treten, st.
ein-traten, st.
ein-trichtern, schw.
ein-trippeln, schw.
Ein-tritt, m.
Eintritts-geld
Eintritts-karte
Eintritts-preis
ein-trückeln, schw.
ein-trudeln, schw.
ein-tun
Ein-tun, m.
ein-tun
ein-tunig, Adj.
ein-tunken, schw.
ein-türmelig
ein+-turmen, schw.
ein-turnen, schw.
Ein-türmung, f.
ein-und-dreißig, Num.
ein-zwanzig, Num.
Einung, f.
Einungs-meister, m.
ein-verstanden
ein-wachsen, st.
ein-wachsen
ein-walzen, schw.
Ein-wand, m.
Ein-wanderer, m.
ein-wandern, schw.
einwand-frei, Adj.
ein-wärmen, schw.
ein-wärts, Adv.
ein-wässern, schw.
ein-weben, schw.
ein-wecken, schw.
ein-weichen, schw.
ein-weihen, schw.
Ein-weihung, f.
ein-wenden, schw.
ein-wendig, Adv.
ein-werfen, st.
ein-wichsen, schw.
ein-wickeln, schw.
ein-wiegen, st.
Ein-wieger, m.
ein-willigen, schw.
 -sperren schw.:
1. persönl.
a. 'gefangensetzen', einsperre (-bärə), in-, en- [allg.]; vgl. PfWB einfangen 2 a, PfWB -hocken, PfWB -liefern, PfWB -lochen, PfWB -rücken 1 b, PfWB -sacken 2 b, PfWB -spinnen, PfWB -stecken 3, PfWB -tun 1 b, -turmen, PfWB -ziehen I 2 b. Sie hän'n (den Verbrecher) eingsperrt [LA-Gommh, verbr.]. —
b. 'einen Schüler nachsitzen lassen', insperre [ZW-Battw, verbr., auch Gal]. —
2. von Tieren; de Hund insperre [ RO-Schweisw, allg.]; vgl. PfWB anbinden 1, PfWB eintun 1 a. Ehr Leit, sperren eier Hinkel 'eure Töchter' in, ich loß mein Hahn 'meinen weibstollen Sohn' laafe [ ZW-Bechhf]. —
3. sonst. Gebrauch. Volksbrauch: Kathrein sperrt die Gei (Geige) ein 'Nach dem Katharinentag (25. November) darf keine Geige zum Tanz aufspielen' [verbr. Don]; vgl. PfWB einstellen 5. Kathrein sperrt die Geigen ein, Niklaus laßt se widder raus [ Don-Tschest]. Eine Kuchensorte: ingesperrter

[Bd. 2, Sp. 831]
Appelkuche 'gedeckelter Apfelkuchen' [ RO-N'hemsb]. Schlechter Wein: eingsperrt Wasser [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Rachenputzer. — Südhess. II 141; RhWB Rhein. VIII 320; ElsWB Els. II 546; Bad. II 664. — -spinnen st.: 'ins Gefängnis stecken', vgl. PfWB einsperren 1 a. Sie han ene ingespunn (iŋgə- bun) [Kaislt, LU-Opp]. In Kaislt wurde 1619 ein Bürger eingesponnen, weil er in betrunkenem Zustand gegen einen Ratsherrn ausfällig geworden war [Küchler 131]. Südhess. II 141; RhWB Rhein. VIII 354; Saarbr. 108. — -springen st.:
1. für jemand e. 'jemand am Arbeitsplatz vertreten, aushelfen', einspringe (-briŋə), in-, en- [verbr.]. Er is for mich ingesprung [ ZW-Battw]. —
2. 'in die Rebhühnerkette laufen', von einem schlechten Jagdhund. Wann e Hehnerhund inspringt, daut (taugt) er nix [ KU-Schmittw/O, ZW-Battw]. — Südhess. II 141/42; Rhein. VIII 433. — -spritzen schw.:
1. 'anfeuchten'; die Wäsch (vor dem Bügeln) inspritze (-bridsə) [KL-Kindsb, verbr.]. —
2. ein Heilmittel e. Er loßt sich Trauwezucker einspritze, in-, en- [verbr.]. Ich han mer de Zahn inspritze losse 'betäuben lassen' [ ZW-Battw]; vgl. PfWB einstechen. — Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 440; ElsWB Els. II 563; Bad. I 665.
 
 
Ein-spritzung f.: 'die Verabreichung von flüssigen Medikamenten durch die Hohlnadel', nach dem Schd.; e Einspritzung mache [NW-Kallstdt, verbr.]. Südhess. II 142. — -spruch m.: 'das Anfechten einer behördlichen Entscheidung', nach dem Schd.; Enspruch enlee [ KU-Bedb Schmittw/O]. Er hot Oinspruch erhowe [ LU-Opp]. Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 445. — -sprung m.: FlN für eine Stelle im Wald, wo bei Jagden das Wild zusammengetrieben wurde, Am Insprung [ WD-Niedkch]. DWB DWb. III 305.
 
 
einst s. PfWB eist; ein-stämpfeln s. PfWB einstampfen.
 
  
ein-stampfen, -stämpfelnschw.:
1. 'Weißkraut im Faß mit einem Stößel oder mit den Füßen stampfen, bis es Brühe zieht', einstambe (-dḁmbə), in-, en-, s. PfWB ein- u. PfWB stampfen [verbr.], einstemble [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB eintreten II 2 b. —
2. 'Heu festtreten'; Haai instambe [ IB-Nd'würzb]; vgl. PfWB eindämmern, PfWB -treten II 2 a, PfWB -trippeln.
3. Papier e., wie schd. [ BZ-Dernb]. — Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 512; ElsWB Els. II 597; Bad. I 665.
 
  
Ein-stand m.: 'festlich (zumeist mit einem kleinen Umtrunk) begangener Dienstantritt oder Eintritt in eine Gemeinschaft'; Einstand (In-, En-) gewwe, zahle [verbr.]. Am Wandertag der Dienstboten (27. Dezember) hat jedes misse de Instand un de Abschied bezahle [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Bündelstag. In KU-Krottb galt nach Vogelsgesang 28 der Straußbube als geborscht (s. PfWB burschen 1), wenn er seinen E. mit Bier, Wein oder Schnaps gegeben hatte. Im gleichen Ort mußte bis etwa 1910 jeder, der das Bürgerrecht erwerben wollte, den Gemeinderatsmitgliedern

[Bd. 2, Sp. 832]
Schnaps und Handkäse oder Schinken vorsetzen lassen. Auch wer zum erstenmal am Holzmachen im Wald teilnahm, mußte seinen E. zahlen [Vogelsgesang 28]. Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 517; ElsWB Els. II 602; Bad. I 665.