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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-schließen bis ein-schnärren (Bd. 2, Sp. 822 bis 823)
 
ein-schließen, st.
Ein-schluff, m.
Ein-schlupf, m.
ein-schlüpfen
ein-schlupfen
Einschlupf-schurz, m.
ein-schlürfen, schw.
ein-schmeicheln, schw.
ein-schmeißen, st.
Einschmier-bürste, f. n.
Einschmier-bürstchen, f. n.
ein-schmieren, schw.
ein-schnappen, schw.
ein-schnärren, schw.
ein-schneen
Einschneid-birnen, Pl.
ein-schneiden, st.
ein-schneien, schw.
ein-schneigen, schw.
ein-schneen, schw.
ein-schneigen
Ein-schnitt, m.
ein-schnurren, schw.
ein-schockeln, schw.
ein-schöpfen, schw.
ein-schoren, schw.
Einschreibe-brief, m.
ein-schreiben, st.
Ein-schreibung, f.
ein-schreiten, st.
ein-schroten, schw.
ein-schrumpeln, schw.
ein-schrumpfen, schw.
ein-schrunzeln, schw.
ein-schüchtern, schw.
ein-schüren, schw.
ein-schütten, schw.
ein-schwefeln, schw.
ein-segnen, schw.
Ein-segnung, f.
ein-sehen, st.
Ein-sehen(s), n.
ein-seifen, schw.
ein+-seit, Adv.
ein-seitig, Adj.
ein-senden, schw.
Ein-sender, m.
Ein-sendung, f.
ein-senken, schw.
Einser
ein-setzen, schw.
Ein-setzung
Ein-sicht, f.
ein-sickern, schw.
Ein-siedel, m.
Ein-siedler, m.
ein-sieden, st.
Ein-siedler
ein-silbig, Adj.
ein-singen, st.
ein-sinken, st.
ein-spannen, schw.
Ein-spänner, m.
Einspänner-wagen, m.
Einspänner-wiese, f.
ein-spännig, Adj.
Einspänniger-wiese
ein-sparen, schw.
ein-spaten, schw.
ein-speichen, schw.
ein-speisen, schw.
ein-sperren, schw.
ein-spinnen, st.
ein-springen, st.
ein-spritzen, schw.
Ein-spritzung, f.
Ein-spruch, m.
Ein-sprung, m.
einst
ein-stämpfeln
ein-stampfen, schw.
ein-stämpfeln, schw.
Ein-stand, m.
Einstands-gaul, m.
Einstands-geld, n.
Einstands-mann, m.
ein-starr, Adv.
ein-stauben, schw.
ein-stechen, st.
ein-stecken, schw.
Einsteck-stift, m.
ein-stehen, st.
ein-steigen, st.
ein-stellen, schw.
Einster
ein-stiefeln, schw.
ein-stimmig, Adj.
ein-stöckig, Adj.
ein-stopfen, schw.
ein-stoßen, st.
 -schließen st.: wie schd., einschließe, in-, en- [verbr.]. Vor dere Schnäkern (s. PfWB Schnäkerin 'Naschkatze') muß mer alles inschließe [KL-Kindsb, verbr.]. Vun Wingertsgelänn eingeschlosse, vun Wein, kenn ich eich en Derfel gar traulich un fein [Keiler 32]. Südhess. II 131; RhWB Rhein. VII 1337; Bad. I 663.
 
 
Ein-schluff, -schlupfm.: 'Öffnung zum Einschlüpfen', Inschluff [ KL-Gimsb u. Umg.]. Am Einschlupp lauert, basst un horchtder Hinkelsborjemeeschter [Schandein Ged. 93].
 
 
ein-schlüpfen, -schlupfen s. hineinschlüpfen.
 
  
Einschlupf-schurz m.: 'Ärmelschürze, die man wie ein Hemd älterer Machart über den Kopf anzieht', Inschluppschorz [ IB-Aßw], Einschlopp- [ BZ-Albw]; vgl. PfWB Schlupfschurz. Südhess. II 131.
 
  
ein-schlürfen schw.: schd. Lehnw., umgspr.; de Tee inschlirfe [ KU-Schmittw/O]; dafür eher PfWB hineinschlurpsen. Südhess. II 131. — -schmeicheln schw.: sich e., wie schd., einschmäächle, in-, enschmaaichle, s. PfWB ein- u. PfWB schmeicheln [verbr.]. Er versteht's, sich bei de Leit oinseschmäächle [Kaislt]. Syn.: PfWB anbrunzen 2. -ferkeln, -heimeln 3, PfWB -machen 5, -nageln 2, -schmarotzen, PfWB -schmieren 2 b, -schmusen 2, -schwänzeln, -wanzen 3, -wetzen 2, um den Bart gehen, beinseichen, pussieren 2, PfWB flattieren, PfWB glinzeln, PfWB herumschwänzeln, PfWB hintenherumheben, hintenhineinschlupfen, PfWB kriechen, PfWB scharwenzeln, PfWB schmarotzen, PfWB schmeicheln, PfWB schmusen, PfWB schwänzeln. RhWB Rhein. VII 1450. — -schmeißen st.: = PfWB einwerfen 2; die Fenschder einschmeiße [VPf], in- [verbr. Gal]; vgl. PfWB einstoßen 1. Südhess. II 131; RhWB Rhein. VII 1456; Bad. I 663.
 
  
Einschmier-bürste f., -bürstchen n.: 'kleine Bürste zum Auftragen der Schuhcreme', vgl. Auftragbürste, Inschmeerrscht [ PS-Schmalbg], -bärschtche [KL-Hirschhn KU-Kaulb verbr. Gal]. Vun de Hasepoode (Hasenpfoten) kann mer

[Bd. 2, Sp. 823]
Inschmeerrschtcher mache [ KU-Schmittw/O]. Südhess. II 132; LothWB Lothr. 260.
 
  
ein-schmieren schw.:
1. mit Fett, Öl, Salbe, Creme e. 'einreiben, bestreichen, einölen', einschmiere, inschmeere, en-, s. PfWB ein-1 u. PfWB schmieren [verbr.]; vgl. PfWB einfetten, PfWB -ölen, PfWB -reiben 1, PfWB -salben, PfWB -schlichten, PfWB -wachsen 2, PfWB verschmieren; die Schuh mit Wichs inschmeere [ KL-Hirschhn]; die Haut mit Fett oder Schmalz oinschmeere [ LU-Opp]; die Schrunne (Schrunden) mit Fett einschmeere [ NW-Kallstdt]. Der Uhrmacher schmeert die Uhr ein [ LA-Mörzh]. Die Hoor werren mit Bumad eingschmeert [ LU-Alsh]. Die hot sich awwer eingeschmiert! 'stark geschminkt' [PS-Dahn, verbr.]. Er hot sein Schnorres mit Gluckebutter 'Gluckendreck' ingeschmeert, von einem, dessen Schnurrbart glatt anliegt [ Gal-Dornf]. Die Owwerlipp enewennich (inwendig) mit Dauwedreck einschmeere, des treibt 'fördert den Haarwuchs', un auße Hunich, der ziecht [ LU-Altr]. Ein Beispiel zum Volksgl. s. PfWB einstauben. Aus einem VR.: Als Napoljon achtzehhunnertdreizeh is in Deitschland rummarschiert, da harre (hat er) seine Stiewel mit Schampanjer eingeschmiert [PfRSch. 29. 10. 1933]. —
2. e gsalzeni einschmeere 'eine Ohrfeige geben' [ LA-Göckling]; vgl. PfWB einreiben 2, PfWB ohrfeigen. Südhess. II 132; RhWB Rhein. VII 1492; LothWB Lothr. 260; ElsWB Els. II 486; Bad. I 663. — -schnappen schw.:
1. vom Türschloß, wie schd. 's Schloß is eingschnappt [FR-Albsh, verbr., auch Don Gal]. —
2. = PfWB einschlafen 1 [ KU-Schmittw/O Bedb KL-Weilb]. —
3. 'auf etwas eingehen', bes. bei Geschäften. Er is druf engeschnappt [ KU-Bedb KL-Weilb FR-Tiefth]. —
4. 'hereinfallen, überlistet werden, sich erwischen lassen' [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch LU-Opp BZ-Albw]. —
5. 'schnell etwas übelnehmen, leicht beleidigt sein' [verbr., auch Don Gal Buch]; vgl. PfWB ausschnappen. — Südhess. II 132; RhWB Rhein. VII 1545; Bad. I 663. — -schnärren schw.: 'zusammenschrumpfen', vgl. PfWB einschnurren 2. Mein Maa (Magen) is ganz ingeschnärrt [ KL-Kindsb]. Un (er) war schun halwer ausgederrt un wie e Quetsch ganz ingeschnerrt [Münch Weltgesch. 76]. Volksgl.: Es Fleesch vun Vieh oder Sai, as im zunemmende (Mond) gschlacht werd, schnärrt net so wiescht 'arg' ein iwwer'm Koche oder Brote oder wammer's einsalzt [Fogel Beliefs Penns Nr. 1259]. Südhess. II 133. —