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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-brennen bis Ein-buße (Bd. 2, Sp. 774 bis 776)
 
ein-brennen, schw.
Ein-brennsel, n.
Einbrenn-suppe, f.
ein-bringen, st.,  schw.
ein-brockeln, schw.
ein-brökkeln, schw.
ein-brocken, schw.
Ein-bruch, m.
ein-brutzeln, schw.
ein-bündeln, schw.
ein-bürgern, schw.
Ein-buße, f.
ein-büßen, schw.
ein-buttern, schw.
ein-dachsen, schw.
ein-dämmen, schw.
ein-dämmern, schw.
ein-dämpfen, schw.
Ein-darm, m.
Ein-därmel, m.
ein-därmelig, Adj.
ein-därmig, Adj.
ein-darmig, Adj.
ein-dausen, schw.
ein-dellern, schw.
ein-dorren, schw.
ein-drehen, schw.
Ein-druck, m.
ein-drücken, schw.
ein-dünsten, schw.
dunsten, schw.
ein-duseln, schw.
ein-eggen, schw.
ein-eins, Adv.
ein-einzig, Adj.
ein-engen, schw.
einer
einer-lei, Adj.
eines-teils, Adv.
ein-fach
ein-fädeln, schw.
ein-fädemen, schw.
Ein-fädler, m.
ein-fahren, st.
Ein-fahrt, f.
Ein-fall, m.
ein-fallen, st.
Einfall-strecke, f.
Ein-falt
ein-fältig, Adj.
ein-fältiglich, Adv.
Einfalts-pinsel, m.
ein-fangen, st.
ein-farbig, Adj.
Einfaß-band, n.
ein-fassen, schw.
Ein-fassung, f.
ein-fatscheln, schw.
ein-fechsen, schw.
ein-fetten, schw.
ein-feuern, schw.
ein-finden, st.
ein-fleischen, schw.
ein-fliegen, st.
ein-flößen, schw.
ein-fordern, schw.
ein-fressen, st.
ein-frieren, st.
Ein-fuhr, f.
ein-führen, schw.
Ein-führung, f.
ein-füllen, schw.
ein-fürcheln, schw.
Ein-gabe, f.
ein-gabeln, schw.
ein-gälstern, schw.
Ein-gang, m.
ein-gängig, Adj.
Ein-gebau, n.
Ein-gebäu, n.
ein-geben, st.
ein-gebieten, st.
ein-gebildet, Adj.
ein-gefrieren, st.
ein-gehen, st.
Ein-gekochtes, n.
Ein-gemachtes, n.
ein-gemeinden, schw.
Ein-gemertes, n.
Ein-geraube, n.
Ein-gericht, n.
Ein-gerührtes, n.
Ein-gesandt, n.
Ein-gesperrter, m.
ein-geschrieben
ein-gestehen, st.
Ein-geweide, n.,  selten  Pl.
Ein-gewickeltes, n.
ein+-gewinnen, st.
ein-gewöhnen, schw.
   ein-brennen schw.:
1. trans., einbrenne, in-, en- usw., s. PfWB ein-1 u. PfWB brennen [allg.].
a. etwas e.
α. Mehl e. 'Mehl mit Fett zur Einbrenne bräunen'; Mehl einbrenne for d'Supp [LA-Gommh, verbr.]; vgl. PfWB brennen 4 e, PfWB rösten. Heit gebt's eingebrennti Mehlsupp [ NW-Gimmdg]. —
β. Fässer e. 'ausschwefeln' [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB einschwefeln, PfWB Einbrand. Die Kelter werd fescht eingeschmiert un eingebrennt die Fässer [Keiler 107]. —
b. mit Dat. + Akk.
α. einem Tier, in hölzerne Gegenstände Zeichen e., wie schd. [verbr.]. —
β. jemand etwas e. 'tüchtige Hiebe versetzen', vgl. PfWB aufbrennen, PfWB einreiben 2. Er hot'm e paar ingebrennt [KL-Drehthhf, verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)]; eem en (einen Hieb) inbrenne [ KL-Hütschhs]. Er horrem (dem Pferd) 's Sellscheit eingebrennt [ NW-Weish/S]. Auch mit Weglassung des Akk.: Ich häw'm g'heerisch eingebrennt [ NW-Elmst, KU-Kaulb Schmittw/O RO-Höring]. —
γ. 'einen Bären aufbinden, anlügen' [ ZW-Battw]; vgl. PfWB einwärmen 1. —
2. intrans.
a. 'einem ins Gewissen reden', vgl. PfWB einschärfen. Ich muß ehm einbrenne, daß er besser arbeitet, daß er etwas unternimmt u. dgl. [ LA-Nd'hochstdt]. —
b. 'verhauen', s. oben 1 b. —
c. 'tüchtig füttern'; de Sai einbrenne [ LA-Nd'hochstdt]; 'viel essen' [verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)], vgl. PfWB einhauen 2. —
d. 'im Ofen tüchtig einheizen' [KU-Bedb Schmittw/O Kaulb ZW-Battw verbr. SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB einfeuern 1. — Südhess. II 68/69; RhWB Rhein. I 968; Bad. I 648.

[Bd. 2, Sp. 775]

 
   Ein-brennsel n.: = PfWB Einbrenne, Einbrennsel (-bręn(d)səl) [ LU-Friesh Opp Böhl PS-Burgalb], In- [ RO-Semb].
 
  
Einbrenn-suppe f.: 'Suppe mit einer Einbrenne', Einbrennsupp [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB Brennselsuppe, PfWB Einlauf 3 a. Südhess. II 69.
 
  
ein-bringen st., schw.: s. PfWB ein-1 u. bringen.
1. persönl.
a. von der Ernte, wie schd. Mer hun desjohr die Äärn trucke ingebrung [KB-Bischh, verbr.]; vgl. PfWB einfahren 1 a. —
b. von der Mitgift. Sie hot viel Sach ingebrung [ KU-Schmittw/O]. Wie's mein Fraa vor lange Johre ingebrung hot in die Eh [Müller Luscht un Lewe 83]. —
c. von ausstehenden Beträgen; die Schulde einbringe 'einziehen' [ LU-Opp]; vgl. PfWB einziehen I 1 e. a. 1528: Item 2 malter speltzen von dem Semler (Sammler) zu gulte (als Pachtzins?) in brocht [SpeyGgHospR]. a. 1565: alß er die Zinß an gemeltten ortten ... Inbrocht [WerschwSchR]. —
d. von Verlusten und Versäumtem. Das muß ich werrer inbringe 'ausgleichen, wettmachen' [KL-Matzb, verbr.]. —
2. sachl.
a. von materiellem Gewinn. Die ganz Äärwit hat nix eingebroocht [ PS-Erfw]. Geh mer eweg, das Handwerk bringt nix in! [ KU-Kaulb Kreimb]. Des Gschäft bringt nix en [ KB-Bubh, allg.]. —
b. vom Gewinn geistiger Art. Des hot'm viel Lob (Ärcher, Undank) eingebroocht [ BZ-Dernb]. — Südhess. II 69/70; RhWB Rhein. I 985/86; Bad. I 648. — -brockeln, -brökkeln schw. : 'Brot oder Brötchen zerbröckeln und in die Suppe, in die Milch, in den Kaffee tun', -brock(e)le [verbr., auch Lambert Penns 48 Don-Schowe Werb Gal-Obl], -breckele [ RO-Als]; vgl. PfWB einbrocken 1, PfWB hineinbröckeln. RA.: Er hot sich e beesi Supp eingebrockelt [ KL-H'spey]. Südhess. II 70; ElsWB Els. II 186; Bad. I 648. — -brocken schw. :
1. gegenst. = PfWB einbrockeln, -brocke [weit verbr.]. —
2. übertr.
a. nur mit Akk. 'mit Verlust investieren'. Do hot er veel ingebrockt [ KU-Kaulb Schmittw/O RO-Dielkch LU-Friesh]; vgl. PfWB hineinbrocken, PfWB einbuttern. Auch mit Weglassung des Akk.: Er hot eingebrockt 'hat Verluste gehabt' [ LU-Friesh]. —
b. mit Dat. + Akk. jemandem, sich selbst etwas e. Dem will ich emol e Supp (e Soß) einbrocke [LU-Oggh, verbr. VPf]. Ich häb's'm eingebrockt [ LA-Wollmh]. Dem werr ich än einbrocke 'einen Hieb versetzen' [Land]; vgl. PfWB einreiben 2. Du hoscht dir do eppes eingebrockt [ LA-Gommh]. Er hot sich do e bees Brih ingebrockt [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB anrichten, PfWB eintunken 2 a. Hascht der's ingebrockt, muscht es aach ausfresse [ KU-Bedb]. a. 1787: Aber es ist uns wieder eingebrockt worden; denn bis Jakobi haben wir sehr schlechtes Wetter gehabt [Franz 17]. — Südhess. II 70/71; RhWB Rhein. I 1001; ElsWB Els. I 186; Bad. I 648.
 
  
Ein-bruch m.: 'gewaltsames Eindringen, um zu stehlen', nach dem Schd., Ein-, Inbruch

[Bd. 2, Sp. 776]
[verbr.], Im- [ KL-Lind]. Südhess. II 71; RhWB Rhein. I 1028; Saarbr. 56 and. Bed.; Bad. I 648.
 
  
ein-brutzeln schw.: 'durch zu langes Kochen oder Braten an Substanz verlieren'. Die Sopp is ingebrotzelt [ KL-Gimsb, LU-Limbghf], engebrutzelt [ KU-Bedb]. De Brode brotzelt jo ganz ein [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB verbrutzeln, PfWB einkochen 2, PfWB -schrumpfen. Südhess. II 71; Bad. I 648. — -bündeln schw.:
1. 'in Papier einpacken'; e Buch inbinnele [ PS-Schmalbg]; vgl. PfWB einbändeln 1 c. —
2. eingebindelte Aage 'rot umränderte Augen' [Frankth]; vgl. PfWB einbändeln 2 b. — -bürgern schw.:
1. 'die Staatsbürgerschaft zuerkennen'. Seit'm zwette Weltkrieg sin schun viel Auslänner bei uns oinbebirgert worr [Kaislt]. —
2. 'Brauch, Gewohnheit werden', vgl. PfWB einführen 2 a. Das hat sich bei uns so ingebirgert, daß mer äämol in der Woch kegle gehn [ KL-Kindsb]. 's Papiergeld hot sich eingebergert [ BZ-Dernb]. RhWB Rhein. I 1142.
 
 
Ein-buße f.: wie schd. Dorch des schlechte Werrer hatten mer im vergangene Johr e großi Einbuß in de Weinerträg [VPf].