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tüchtig bis Duck-ente (Bd. 2, Sp. 589 bis 591) | |||
tüchtig, Adj. Tuch-waren, Pl. duck, Interj. Tuck, m. Tucken, m. Duckchens, n. Duckel, f. duckeln, schw. ducken, schw. Ducken Tucken-musel, m. Duck-ente, f. Tucker, m. Duckes, m. duckes, Adv. tückisch, Adj. Duckler, m. Duck-männchen, n. Duck-maus, f. Duck-mäuser, m. Duckmäuser-gesicht, n. duck-mäuserig, Adj. duck-mausig, Adj. duck-mäusig, Adj. Duddel Tuddel-bohne duddeln Dudel, f., m. Dudel Dudel-blume, f. Dud(e)ler, m. Dudel-kraut, n. dudeln, schw. Dudel-pfeife, f. Dudel-pfeifer, m. Dudel-sack, m. Dudelsack(s)-krämer, m. Dudelsack(s)-pfeifer, m. dudelud Dudistel Dudu, m. Dudu, m. Dududel, f. dududeln, schw. dudu(s) dudu(s)-dodo Duel-bohne duffe Tuff-stein, m. Tuffstein-wand, f. Duft, m. duf(t), Adj. dufte, Adj. Tuft, Gen.? Tüftelei, f. Tüfteler tüftelig, Adj. Tüftel-kram, m. tüfteln, schw. Tüftler, m. duften, schw. Duftens, n. duftig, Adj. Tugend, f. Tuja Dujaner Dukat, m. Tu-kein-gut, m. Dul dulakern dulden, schw. Dule-bane Tule-bane dulen Dulfe, f. dulfen, schw. Dulf-loch, n. Tulipan(e), f., m. Tulipanen-blatt, n. Dull Tüll, m. Dullchens, n. Dulle, f. Dulle, f. Tulle, f. Dulle, f. Dulle-bar Dulle- Tullebaum tüllen, Adj. Dullen-blatt, n. Dullen-blume, f. Dullen-bohne Dullenpfeife Dullen-zwiebel, f. Dullianer, m. Dullianer-brühe, f. dullig Dullus, Gen.? Tulpe, f. | 1. 'geschickt, fähig, viel könnend (im Beruf)', dichdich (ˈdiχdiχ, ˈdidi) [allg.]; e dichdier (diχdiÄr) Bauer [ KU-Kaulb]; än dichdicher Wert [PS-Erfw, verbr.]; e dichdicher Lehrer [ KB-Kerzh]. SprW.: Der dichdiche Bauer macht aa emol krumme Forje (Furchen) [ RO-Dielkch]. — 2. a. 'groß, stark, stattlich'; e dichdicher Kerl [ Gal-Dornf Don-Schowe Torscha]; e dichdich Weibsbild [ ZW-Battw]. — b. 'heftig, kräftig', von Schlägen; e dichdich Ohrfeij (Ohrfeige) [ KU-A'glan]. (Er) girr em (gibt ihm e paar Tüchtige) [WPf (PfId. 180)]. — c. adv. 'sehr', vgl. PfWB getüchtig; ene dichdich erausstreiche 'übertrieben loben' [ KU-Obw/T]. Do hummer (haben wir) 'm Balzer noch emol dichtig fladdeert (geschmeichelt), dass. [Kühn Schnitze [Bd. 2, Sp. 590] II 116]. Sie hun ene (haben ihnen) schun dichtig die Keez (s. PfWB Köze 'Rückenkorb', hier: 'Rücken') verschlaa 'verprügelt' [ebd. II 45]. Es macht dichdich erunner 'Es schneit stark' [ FR-Bockh]. — F.: Die beiden Arten der Aussprache (-χ- und --) sind geographisch kaum abzugrenzen. -χ- scheint nach unseren Aufnahmen in der südl. Hälfte der Pfalz vorzuherrschen, -- mehr in der nördlichen, außerdem in den Städten. Hierzu vgl. Bertram § 212. — Südhess. I 1799/1800; RhWB Rhein. VIII 1426; ElsWB Els. II 652; Bad. I 584. 1. 'hinterlistiger Streich', oft auch vom harmlosen Schabernack, Duck, Ducke, s. F. [allg.]; e D. spiele, e D. aandun (antun) [verbr. bes. VPf]; e D. versetze [verbr. ganze Pfalz]; vgl. PfWB Tucker. Syn.: PfWB Possen 1 a, PfWB Brand 9, PfWB Tort 1, PfWB Tupfen, PfWB Schabernack, PfWB Spuk(ten). Ich gewwe der e Duck [ KU-Wolfst]. Ich schlach'm e Ducke [LA-Impfl]. Annere perze, des kinner (könnt ihr); de Deiwel speelt eich mol än Ducke [ NW-Gimmdg]. Sie speele enanner Ducke (Pl.) [ KU-Schmittw/O]. Aam (einem) so e luschdiche Ducke speele ... is mehr als wie drei Batze wert [Kühn Hamet 74]. Die Zeit, dem einen oder anderen im Dorf einen T. zu spielen, fiel früher vornehmlich in die Pause der winterlichen Spinnstube [Feierowend Nr. 25/1949]; vgl. PfWB Schnurre. a. 1752: dem Hochstift Speier abermahls einen bösen Tuck zu spielen [Seel, Chronik von Deidesheim, S. 256]. — 2. 'Arglist, Tücke'. Der hot sei Ducke (Pl.) im Kopp [ NW-Geinsh Spey LA-Venn]. SprW.: De Wolf (auch: De Fuchs) loßt ehder (eher) sein Fell wie sein Ducke, von einem, der trotz Vorstrafen immer wieder straffällig wird [ LU-Böhl]; vgl. Naupe. — Die urspr. Bed. des Wortes 'Stoß, Schlag, Streich' schimmert durch in den Wendungen e D. gewwe, e D. schlache, s. o. die Beispiele. Die übertr. Bed. heißt im Schd. seit dem 16. Jh. 'Tücke' (der Umlaut ist unorganisch aus dem Pl. in den Sing. hereingenommen); vgl. DWB DWb. II 1489 u. DWB XI/1, 2 Sp. 1516 ff. — F.: Hauptform ist dugə; dug ist seltener, aber auch im ganzen Gebiet verbreitet. — Südhess. I 1800; RhWB Rhein. VIII 1428/29 and. Bed.; ElsWB Els. II 673; Bad. I 584. 1. sich d. 'sich ducken', sich duckele (dugələ) [ LU-Friesh Alsh NW-Haßl BZ-Dernb]; [Bd. 2, Sp. 591] vgl. PfWB ducken 1. Ich häb mich schnell geduckelt [ BZ-Dernb]. — 2. 'schleichend in gebückter Haltung gehen'. Er duckelt sich [verbr. VPf RO-Lettw PfId. 37 Journal 1787, S. 216]; vgl. PfWB Duckler. Zs. PfWB fort-, PfWB heraus-, PfWB herein-, PfWB herum-, PfWB hin-, PfWB hinein-, PfWB ver-, PfWB zusammendukkeln. Wo sich 's Karlsdaal still duckelt, die Blies sich hinschlängelt [Christmann Grummet 25]. Do kummt er geduckelt 'heimlich geschlichen' [ LU-Alsh]. — 3. 'verheimlichen' [Land]; 'heimlich verhandeln' [Klein Prov. 10]; vgl. PfWB daukeln. — Iterativ zu PfWB ducken. — Südhess. I 1801; RhWB Rhein. I 1537; LothWB Lothr. 110 ducklen; ElsWB Els. II 647 duchlen. 1. a. 'sich schnell bücken, um nicht gesehen zu werden', sich ducke (dugə) [verbr., auch Lambert Penns 45 Don-Schowe Torscha Gal-Dornf]; vgl. PfWB duckeln 1. Zs. PfWB hin-, PfWB hinunter-, PfWB unter-, PfWB ver-, PfWB zusammendukken. Duck dich, dann sieht er dich net! [verbr. WPf]. De Has hot sich geduckt [ KU-Schmittw/O]. RA.: Michel, duck dich, er schmeißt! [ KL-Stelzbg]; der RA. liegt die bekannte Schwankerzählung von dem Pfarrer zugrunde, der von der Kanzel mit einem Kohlkopf gegen den ihm noch unbekannten Felddieb zu werfen drohte, wobei die Frau des Diebes die Nerven verlor und den zur RA. gewordenen Ruf ausstieß. — Auch vom Zusammenschrecken bei einem Donnerschlag [ NW-Geinsh]. — b. 'den Kopf einziehen, um nicht anzustoßen'. Duck dich, sunscht rennscht de Kopp werrer (wider)! [ ZW-Battw SP-Heiligst]. — c. Part. Perf. in geduckt gehe, vom gebeugten Gang alter Menschen [ KB-Albish BZ-Stein]; vgl. PfWB dauchen. — d. 'untertauchen' in PfWB Duckente. — 2. 'sich fügen'. a. 'nachgeben, sich dem Willen des anderen fügen' [verbr.]. Er duckt sich vor'm [ KB-Kerzh]. Er duckt sich wie e Has [ KB-Bennhs], wie en geschlachener Hund [ NW-Ungst], wie e Feldhinkel [ LA-Gommh]. Do muß mer sich ducke, sunscht krieht mer ufs Dach [ ZW-Battw]. Er duckt sich nit, von einem Unbeugsamen [ BZ-Annw]. — b. 'sich in die Verhältnisse schicken'. Mer muß sich ducke lerne in de Welt [ FR-Bockh]. — Südhess. I 1801/02; RhWB Rhein. I 1535/36; Saarbr. 52; LothWB Lothr. 110; ElsWB Els. II 673; Bad. I 585.
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