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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Drittel-herbst bis Dritthalb-ahm (Bd. 2, Sp. 528 bis 529)
 
Drittel-herbst, m.
Drittel-waage, f.
Dritter, m.
Tritter, m.
Tritterling, m.
Drittes, n.
Dritt-gewanne, f.
Drittgewannen-weg, m.
dritt-halb, Adj.
Dritt-halb, m.
Dritthalb-ahm, f.
dritthalb-jährig, Adj.
Dritthalbmannesmahd-wiese, f.
Dritthalb-viertel, n.
dritthalb-zöllig, Adj.
drittig, Adj.
Dritt-klässer, m.
Dritt-läuten, n.
Drittler, m.
Trittling, m.
Dritt-schwarm, m.
Dritt-stück, n.
Triumph-bock, m.
Triumph-bogen, m.
Triwer
trizen
troa, Num.
droben, Adv.
droben-bleiben
Droben-mutter, f. m.
Droben-vater, f. m.
Trockel, f.
trockeln, schw.
Trockel-stange, f.
Trocken, f.
trocken, Adj.
trucken, Adj.
Trocken-futter, n.
Trockenheit, f.
Trocken-hübeler, m.
trockenig, Adj.
Trockening
trocken-legen, schw.
trocken-leibig, Adj.
trocken-machen, st.,  schw.
Trocken-mus, n.
Trocken-schnitzel, Pl.
trocken-stehen, st.
trocken-stellen, schw.
Trockenung, f.
trocket, Adj.
trockig, Adj.
trocknen, schw.
Troddel, f.
Troddel-stein, m.
trödeln, schw.
Trödler, m.
Trog, m.
Trögchens
Tröger
Troges-fahrens, m.
drohen, schw.
Drohne, f.
dröhnen
Drohnen-bau, m.
Drohnen-brut, f.
drohnen-brütig, Adj.
Drohnen-mütterchen, n.
Drohnen-roße, f.
Drohnen-schlacht, f.
Drohnen-wabe, f.
Drohnen-zelle, f.
Dröhnerich, m.
trois
Troitschel
Troll, m.
Troll, m.
troll-arschig, Adj.
Tröllchens-rech, m.
Trolle
Trollen, m.
trollen, schw.
Trolles, m.
Troll-holz, n.
drollig, Adj.
trollig, Adj.
Troll-patsch, m.
troll-patschig, Adj.
Troll-schoppen, m.
Tromme, f.
Trommel, f.
Trommel-fell, n.
Trommel-feuer, n.
trommeln, schw.
Trommel-schlegel, m.
Trommel-sucht, f.
Trommel-taube, f.
trommen, schw.
Trommen-knüppel, m.
Trommler, m.
  Drittel-herbst m.: 'der dritte Teil der Weinernte'. Ein Drittel- bis stark ein Viertel-Herbst 'ein Drittel bzw. ein Viertel einer normalen Weinernte' [Franz 47]. — -waage f.: 'Waage, an der drei Sielscheite angebracht werden', verwendet beim tiefen Pflügen, das drei Pferde erfordert, Drittelwoo [ Don-Schowe].
 
  
Dritter m.: 'die Note 3', Schulspr. Er hot lauder Dritter (dridər) im Zeignis [KB-Kriegsf, verbr.], Dretter [ KU-Kaulb Kreimb GH-Leimh]; vgl. PfWB Dreier 1 b. Südhess. I 1741; Bad. I 563.
 
  
Tritter m.: = PfWB Tritt 1 a. Dem du ich ken Tritter mehr iwwer die Schwell 'Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben' [ LU-Böhl].
 
  
Tritterling m.: 'Pantoffel', Tritterling [ KB-Bennhs]; vgl. PfWB Trittling 2.
 
  
Drittes n.:
1. 'der dritte Heuschnitt', s. PfWB dritt; Drittes mache [verbr. südl. VPf, ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB Nachgras. —
2. 'das dritte Läuten zum Gottesdienst'. 's lait 's Dritt [Pirmas NW-Frankeck]; vgl. PfWB Drittläuten. — Südhess. I 1741 Z. 20 u. 25 ff.
 
  
Dritt-gewanne f.: Name von Feldstücken. Kannler Drittgewann [ GH-Kand]; vgl. PfWB Drittstück. In Gal-Dornf bildete die Drittgewann innerhalb eines durch vier Feldwege quergeteilten großen Flurteiles den dritten Streifen nach den (vom Dorf aus gesehen) beiden ersten Streifen, der Eerscht- und Zwettgewann.
 
  
Drittgewannen-weg m.: 'Weg, der zur Drittgewanne führt', Drittgewanneweg [ GH-Kand Gal-Dornf].
 
 
dritt-halb Adj.: 'zwei(und)einhalb', eigentl. 'das dritte halb, die beiden vorhergehenden ganz'; e Sau vun gut dritthalwe Zentner [Claus 27]. a. 1448: die phade sollen han dritthalben fusz in der breiden [Grimm Weist. V 601 (Abtei Limburg)]. a. 1573: (Die beiden Gerichtsherren) sollenn komen vff den mitwochen vor dem gerichtstag zu nonzeit (Mittagszeit) mit drithalben man, mit drithalben roß, mit einem einaugiten habich, mit zweien vnnbefleckten vogelhunden [PfWeist. I 278 (KB-Dreis)]. a. 1582: hat die gemein ein brunnen, der soll stehen drithalben schue auf der gemeinen almen ledig und frey [ebd. II 521 (FR-Flomh)]. — Südhess. I 1741; RhWB Rhein. I 1502; Bad. I 563.
 
 
Dritt-halb m.: Volkstanz in den pfälzischen Siedlungen Galiziens, zu dem folgendes Tanzlied

[Bd. 2, Sp. 529]
gesungen wurde: Dritthalb, dritthalb sin kee dreie; dritthalb, dritthalb sin net viel. Wie gewonnen, so zerronnen; Heirat is kein Kinnerspiel. Heirat is kein Pferdverkauf; Blinder, mach die Augen auf! [ Gal-Dornf]. Der im Polkarhythmus gehaltene Tanz war besonders durch abwechselndes Aufsetzen der Füße auf Fußspitze und Ferse sowie Hüpfen mit jeweils zweimaligem Zusammenschlagen der Schuhabsätze und darauffolgendes dreimaliges Stampfen gekennzeichnet.
 
  
Dritthalb-ahm f. (?): 'zweieinhalb Ahm', etwa 400 Liter, vgl. PfWB Ahm1, Dritthalbahm [ NW-Haßl].