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Pfälzisches Wörterbuch 
 
de bis Dechen-geld (Bd. 2, Sp. 174 bis 175)
 
  de2 vor dem Superl. s. PfWB best 2, PfWB der.
 
 
Debansen s. PfWB Depansen.
 
  
Debatte f.: 'lebhafte Erörterung', nach dem Schd.; e langi Debatt fehre [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Palaver. — Frz. débat. — Südhess. I 1445; Bad. I 446.

[Bd. 2, Sp. 175]

 
   debattieren schw.: 'etwas lebhaft erörtern', nach dem Schd., debadeere [KL-Gimsb u. Umg.]; 'mit Worten streiten' [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB diskurieren. Südhess. I 1445.
 
 
tebelich s. PfWB täpelig, PfWB täppelig; deberlich s. PfWB däperlich; debern s. PfWB dibbern; de-best s. PfWB der u. PfWB best;
 
  
Dechan(t) m.:
1. 'höherer katholischer Geistlicher, dem die Dienstaufsicht über einen Kirchenbezirk obliegt', Dechant [ RO-Dielkch], Dechent [PS-Erfw (ältere Gener. 1930)]; vgl. PfWB Dekan. RA.: Hinne nooch reit de Herr Dechent 'Nun ist es zu spät' [ NW-Dürkh]. Zur Erklärung: Den Schluß des Fastnachtsumzuges in LA-Edk bildete seinerzeit die Chaise des Gerichtsvollziehers mit einem leeren Geldbeutel und der Aufschrift Hinne nooch fährt der Dechen. a. 1488: So der dechan kompt, sol ein glockener im ein hant vol liecht (eine Handvoll Kerzen) bringen in den pfarhoff, das er und der kamerer daby essen und beden [PfWeist. I 310 (NW-Dürkh)]. 16. Jh.: Zu merken, das man dem dechan von des dhomprobsts wegen gibt 2 schill. werungsheller [ebd. I 181 (LA-Bornh)]. —
2. symbolische Gestalt im Brauchtum, vgl. PfWB Pfarrer 2. a. 1747: Es haben ferner die Mähter gut fug und macht, (aus ihrer Mitte) einen Dechent, einen Capellon, und einen Pfarrherrn zu setzen und zu entsetzen [MHVPf. IV 11 (NW-Mußb)]. — Südhess. I 1445; RhWB Rhein. I 1298; LothWB Lothr. 82; Bad. I 446.
 
 
Dechen s. PfWB Dechant; Dechen-geld s. PfWB Dehemgeld.