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Pfälzisches Wörterbuch 
 
darauf-rutschen bis darauf-schreiben (Bd. 2, Sp. 113 bis 114)
 
darauf-rutschen, schw.
darauf-rütschen, schw.
darauf-säen, schw.
darauf-schärren, schw.
darauf-scheißen, st.
darauf-schlagen, st.
darauf-schmeißen, st.
darauf-schmieren, schw.
darauf-schnappen, schw.
darauf-schnärren, schw.
darauf-schnurren, schw.
darauf-schreiben, st.
darauf-schubsen, schw.
darauf-schüren, schw.
darauf-schütten, schw.
darauf-setzen, schw.
darauf-sieben, schw.
darauf-spauzen, schw.
darauf-springen, st.
darauf-stampfen, schw.
darauf-steigen, st.
darauf-stellen, schw.
darauf-stoßen, st.
Darauf-stoßer, m.
darauf-streichen, st.
darauf-stumpfen, schw.
darauf-stupfen, schw.
darauf-stürzen, schw.
darauf-tabaken, schw.
darauf-tatschen, schw.
darauf-tragen, st.
darauf-trappen, schw.
darauf-treten, st.
darauf-tropfsen, schw.
darauf-tupfen, schw.
darauf-walzen, schw.
darauf-wamschen, schw.
darauf-wäschen, st.
darauf-wichsen, schw.
darauf-zahlen, schw.
darauf-zu, Adv.
daraufzu-fahren, st.
daraufzu-gehen, st.
daraufzu-laufen, st.
daraufzu-rennen, schw.
dar-aus, Adv.
daraus-kommen, st.
dar-außen
dar-bei
dar-ein, Adv.
dar-in, Adv.
darein-bleiben, st.
darin-bleiben, st.
Darein-gabe, f.
Darin-gabe, f.
darein-geben, st.
darin-geben, st.
darein-gehen, st.
Darein-geld, n.
darein-haben, schw.
darin-haben, schw.
darein-hängen, st.
darein-kriegen, schw.
Darein-läufer, m.
darein-reden, schw.
darin-reden, schw.
darein-schikken, schw.
darein-stecken, schw.
darein-stehen, st.
Därf
Darf-reff
dar-für
dar-gegen
dar-heim(en)
dar-hein
dar-gehen, st.
dar-in
dar-innen
dar-kommen, st.
Dar-lehen, n.
darlich
Darm, m.
Darm-beere
Darm-bruch, m.
Därme-fett
Därme-gichter
Därmegicht-saft, m.
Därme-kreischen, n.
Därmel, m.
Därmel
därmelig, Adj.
därmelig
tärmen
Därme-putzicht, n.
Därme-reißen, n.
Därme-schmalz, n.
Därme-verschlenkung
Därme-wind
Darm-fett, n.
Darm-fistel, n.
  -rutschen, -rütschenschw.:
1. 'verlorengehen'. Bei dem Prozeß rutscht e Kuh druf [ PS-O'simt KU-Wolfst]; vgl. PfWB daraufschnurren 1. —
2. scherzh. 'sterben'. Er werd drufritsche [ KU-Bedb PS-Geisbg]; vgl. PfWB daraufschnärren. — RhWB Rhein. I 1260. — -säen schw.: wie schd., drufsäe [ LU-Opp]. — -schärren schw.: 'auf etwas scharren', -schärre [verbr.]. RA.: Schärr Sand druf! 'Laß die Sache auf sich beruhen!' [ IB-Hass]. — -scheißen st.:
1. 'auf etwas scheißen', drufscheiße [verbr.]. VR.: De Itzig kummt die Trepp erunner, hot e Stickel Käs; hot die Katz derufgeschiß, werd de Itzig bees [Pirmas]. —
2. Ausdruck höchster Geringschätzung für eine Sache, vgl. PfWB daraufpfeifen. Behall der dei saure Appel, ich scheiß der druf [ Gal-Dornf]. — Südhess. I 1387. — -schlagen st.:
1. 'mit Nägeln befestigen', z. B. Eisenspitzen auf Schuhen, drufschlage, -schlache, -schlaa(n) (s. PfWB schlagen) [allg.]. Ein Zitat von a. 1634 s. bei PfWB Breitdach. —
2.
a. 'prügeln, hauen' [allg.]; vgl. PfWB daraufbrennen 2, PfWB -bumpen 1, PfWB -dreschen, PfWB -feuern, PfWB -geben 2 a, PfWB -hacken, PfWB -hauen, PfWB -karbatschen, PfWB -keilen, PfWB -klopfen, PfWB -kriegen 2, PfWB -ledern, PfWB -patschen, PfWB -pelzen 1, PfWB -tabaken, PfWB -wamschen, PfWB -wäschen, PfWB -wichsen. Alle Syn. s. PfWB verhauen. Wann de Belznickel kummt, schlächt er aa druf [ LU-Alsh]. Drufgeschlaa, was das Zeug halt! [ KL-Mehling]. Mer hun drufgeschlaa, so schnell wie die Hinkel Gerscht pecke (Gerste picken) [ KU-Schmittw/O]. Er schlaat druf, daß die Schwart kracht [ FR-Tiefth], daß es dorch die neint Haut geht [ RO-Ruppeck], daß die Fatze flien [ Gal-Dornf Lindenf], daß die Aa Wasser gewwen [ebd.], wie e Blinner in die Niß [ KU-Schmittw/O Herschw/Petth]. VR.: Im Korre un in de Krimm (zwei Stadtteile in Kaislt, urspr. von ärmeren Volksschichten bewohnt), do sin se gewaltig schlimm; kaum macht mer 's Maul uf, do schlaan se ääm ääns druf [Kaislt]. Bei Kannä war's (Schlacht bei Cannae)! Kreizdunnerschdaa, han do die Pälzer drufgeschlaa! [Münch Weltgesch. 44]. —
b. 'ohrfeigen'. Ich schlaa der paar druf! [ RO-Obd Rockhs]. Ich hun'm aani drufgeschlaa [ RO-Würzw]. Syn. s. PfWB ohrfeigen. —
3. 'den Preis erhöhen'. D' Händler dut zuviel drufschlaa [ LU-Opp BZ-Dernb];

[Bd. 2, Sp. 114]
vgl. PfWB aufschlagen II 2. —
4. die RA. e Baß drufschlaa s. bei PfWB Paß. — Südhess. I 1387/88; RhWB Rhein. I 1260; Bad. I 425. — -schmeißen st.: 'auf etwas werfen', bes. vom Ausstreuen des Düngers, drufschmeiße [verbr.]. Südhess. I 1388. — -schmieren schw.: = PfWB daraufstreichen; e bißje Butter drufschmeere [WPf NPf]. -schmiere [VPf]. Südhess. I 1388. — -schnappen schw.: scherzh. 'sterben'. Er werd ball drufschnappe [LU-Opp Pirmas Don-Schowe (Steinmetz)]; vgl. PfWB daraufschnärren. — -schnärren schw.: scherzh. 'sterben'. Er schnärrt druf 'übersteht die Krankheit nicht' [LA-Impfl, verbr.]. Bei dem kalde Wedder isch mer bald drufg'schnärrt [ PS-Erfw]. Wann de nore drufschnärre däscht! [ KU-Kaulb Kreimb]; vgl. PfWB daraufamseln, PfWB -gehen 2 f, PfWB -rütschen 2, PfWB -schnappen. Syn. s. PfWB sterben. — -schnurren schw.:
1. von Vermögensverlusten, vgl. PfWB daraufgehen 2 d, PfWB -rutschen 1. Do schnurren finf, sechs Mark druf [ NW-Haßl Spey]. Bei dem Prozeß schnorrt 's Kihle (das Kühchen) druf [ LA-Gommh]. —
2. 'verenden'. Des Rind werd drufschnurre [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB daraufgehen 2 e. — -schreiben st.: wie schd., drufschreiwe [allg.]. Südhess. I 1388. —