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F bis Tabak(s)-asche (Bd. 2, Sp. 2 bis 5) | |||
F da, Interj. dä(r), Interj. da däb Tabak, m. Tabak- Tabakchens, n. tabakeln, schw. tabäkeln, schw. tabaken, schw. Tabak(s)-acker, m. Tabak(s)-asche, f. Tabak(s)-bandelier, n. Tabak(s)-bau, m. Tabak(s)-bauer, m. Tabak(s)-beet, n. Tabak(s)-beutel, m. Tabak(s)-birne, f. Tabak(s)-blase, f. Tabak(s)-blatt, n. Tabak(s)-blume, f. Tabak(s)-brüder, Pl. Tabak(s)-brühe, f. Tabak(s)-dampf, m. Tabak(s)-dose, f. Tabak(s)-dreck, m. Tabak(s)-dunst, m. Tabak(s)-einfasser, Pl. Tabak(s)-einleser, Pl. Tabak(s)-ernte, f. Tabak(s)-fach, n. Tabak(s)-feld, n. Tabak(s)-fenster, n. Tabak(s)-fuhre, f. Tabak(s)-garn, n. Tabak(s)-geize, f. Tabak(s)-geld, n. Tabak(s)-gerüst, n. Tabak(s)-gurte, f. Tabak(s)-gutsche, f. Tabak(s)-händler, m. Tabak(s)-harz, n. Tabak(s)-henke, f. Tabak(s)-herbst, m. Tabak(s)-käfer, m. Tabak(s)-kasten, m. Tabak(s)-käufer, m. Tabak(s)-kiste, f. Tabak(s)-kleid, n. Tabak(s)-kloben, m. Tabak(s)-kommission, f. Tabak(s)-kontrolleur, m. Tabak(s)-kopf, m. Tabak(s)-korb, m. Tabak(s)-land, n. Tabak(s)-lapper, m. Tabak(s)-maß, n. Tabak(s)-nase, f. Tabak(s)-nebel, m. Tabak(s)-ort, m., n. Tabak(s)-pappe, f. Tabak(s)-pech, n. Tabak(s)-pfälzisch, n. Tabak(s)-pfeife, f. Tabak(s)-pflanze, f. Tabak(s)-qualm, m. Tabak(s)-quetsche, f. Tabak(s)-rauch, m. Tabak(s)-raucher, m. Tabak(s)-rechen, m. Tabak(s)-rippe, f. Tabak(s)-sack, m. Tabak(s)-salat, m. Tabak(s)-samen, m. Tabak(s)-schild, n. Tabak(s)-schnur, f. Tabak(s)-schopp, m. Tabak(s)-setzling, m. Tabak(s)-sieb, n. Tabak(s)-stangen, Pl. Tabak(s)-stengel, m. Tabak(s)-steuer, f. Tabak(s)-stock, m. Tabak(s)-storzen, m. Tabak(s)-stück, n. Tabak(s)-stumpfen, m. Tabak(s)-tod, m. Tabak(s)-waage, f. Tabak(s)-weck, m. Tabak(s)-zettel, m. Däbbert da-bei dar-bei dabei-bleiben, st. darbei-bleiben, st. dabei-haben, schw. dabei-sein, st. dabei-stecken, schw. dabei-stehen, st. | 1. Äußerung der Überraschung. Da, do licht er! 'Da liegt er!' [ LA-Gommh, allg.]. Da, schun widder e Reen (Regen)! [NPf, allg.]. — 2. Hinweis zur Erregung der Aufmerksamkeit beim Überreichen eines Gegenstandes. [Bd. 2, Sp. 3] Dä, hoscht eppes [ GH-Kand]. Dä, nemm der's! [KL-Kindsb, verbr.]. Där, Maisje, hosche e alde Zahn, geb mer e neie defor!, dabei wirft das Kind den gezogenen Zahn hinter sich [ KB-Kriegsf]. — 3. da-da in Lockrufen s. PfWB dada2. — F. da und dä. — Wie PfWB da1 aus mhd. dār, mit Verkürzung des Vokals. — Südhess. I 1284; RhWB Rhein. I 1195; ElsWB Els. II 637; Bad. I 394. 1. a. 'Tabakpflanze (Nicotiana Tabacum)', Duwak, Tuwak, s. F. [allg.]. Die Blätter der Tabakpflanze: Haupt-, Mittel-, Obergut, Grumpel, Sandblatt, Geize. Arbeiten am Tabak: Duwak wääche 'den Tabaksamen zur besseren Keimung einweichen', Duwak setze 'die junge Pflanze einsetzen', Duwak geize 'die Seitentriebe (s. PfWB Geize) entfernen', Duwak keppe 'den Herztrieb ausbrechen (um das Blühen zu verhindern)', Duwak breche 'die reifen Tabakblätter abbrechen', Duwak einfasse (auch einfädle, einnähe) 'die geernteten Blätter auf (etwa 60 cm lange) Schnüre aufreihen', Duwak ufhenke 'zum Trocknen aufhängen', Duwak abhenke 'die Tabakblätter nach der Dachreife abhängen', Duwak boppe 'die Blätter (vor der Ablieferung) büscheln' [NW-Geinsh, verbr. VPf]. Beim Brechen und Einfassen helfen oft auch Nachbarn und gute Bekannte. Nach der Arbeit gibt es Kuchen und Kaffee. BR.: De Duwak wachst erscht, wann er dresche heert [ BZ-Mühlhf]. De Duwak muß jeden Dag sein Herr sehe 'verlangt viel Pflege' [VPf]. Gurer Wein, schlechter Duwak; schlechter Wein, gurer Duwak [ BZ-Stein]. VR.: Duwak, Duwak, du Lumbekraut, wer dich gepflanzt hot bei de Nacht, der hot die ganz Welt versaut [ GH-Freckf]. Duwak, du edles Kraut, wer dich gebaut, hot wohl gebaut [mittl. VPf]. a. 1669: Der Feldschütz Emmert bittet den Stadtrat von Kaislt, Tuback pflanzen zu dürfen [Küchler 349]. a. 1747: Tuback [LA-Edh (Wasgau-Bote Nr. 10/1934)]. — b. 'Rauchtabak' [allg.]; Duwak raache [mittl. VPf, allg.], in älterer Zeit tuback trincken, so a. 1658 in Kaislt [Küchler 232]; doch schon 1788 ist vom Tabakrauchen die Rede, das in Scheunen (beim Dreschen und Flachsputzen) und in Ställen »bei Straf von 30 kr.« verboten war [Eyselein 123]. — Wertschätzung des Tabaks: Wann ich ken Duwak hab, bin ich krank [VPf (Wilde 238)]. Noch'm Esse 'n Peif Duwak, un das steht in d'r Biwel [Horne Penns 104]. Geachtet wird auf die gute Brenneigenschaft des Tabaks: Unser Duwak hot e gure Brand (s. PfWB Brand 3) [GH-Kuhdt, verbr.]. Der Pfälzer T., kurz Pälzer genannt, gilt als sehr stark. Der Tuwak do is vun gude Eldere, von einem starken Tabak [ KU-Schmittw/O]. Es heißt aber auch: Wer de Pälzer Duwak net kann vertrage, der muß de Katz ehr Schwänzel raache [VPf (Wilde 239)]. — Du räächscht e schlechder Duwak, sagt man von [Bd. 2, Sp. 4] einem, der üble Winde entweichen läßt [ Don-Schowe Torscha]. — Die Volksmedizin verwendete den T. als Mittel gegen Zahnschmerzen und Grippe [ WD-Niedkch ZW-L'wied KL-Siegb Gal-Dornf]. — c. e Pris Duwak 'eine Prise Schnupftabak' [allg. bis etwa 1900, heute nur noch vom Hörensagen bekannt]. VR.: Wammer beisamme sitzen un kener nix meh weeß, un nix se redde wissen wie e stummi Gäß, do dut e jeder Mann sei Dusel aus'm Sack un schnuppt zum Zeitvertreib e Pris Duwack. Der Duwackwackwack, Duwackwackwack, Duwack isch mein Lewe, der Duwackwackwack, Duwackwackwack, Duwack isch mein Fräd [NW-Haßl, verbr. VPf (Wilde 241)]. — 2. Peif Duwak als volkstümlicher Name für ein Wiesenstück in HB-Bexb, s. PfWB Brandwiesen. — 3. wilder T. 'Königskerze (Verbascum thapsiforme)', wilder Duwak [ WD-Bub KU-Wahnwg Gries]; vgl. PfWB Tabaksblume. Syn. s. PfWB Kunkel. — 4. übertr. auf den Menschen. a. Das is e Tuwak, von einem Menschen, der sich ungebührlich benimmt [ KU-Reipkch], von einem Pantoffelhelden [ IB-Rohrb]; Schimpfwort [lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)]. — b. Das is stärker Tuwak 'eine arge Übertreibung, unverschämte Zumutung', umgspr. [KU-Schmittw/O, verbr.]. Nach Kluge-Mitzka19 erklärt sich diese Wend. aus einer im Niederdeutschen geläufigen RA von einem Jäger, der dem Teufel ins Maul geschossen habe. — c. an de Duwak rieche losse 'verprügeln' [ LA-Leinsw]. Diese RA ergab sich offenbar aus der Wend. 4 b mit tabaken 1 als verbindendem Glied. — d. Er hot Duwak 'ist betrunken' [VPf (Wilde 238)]. — F.: ˈduwag VPf PS-Ost östl. NPf Don-Schowe Torscha, ˈtuwag Westteil der NWPf u. WPf einschl. SWPf, ˈtūwag in Gal; -u- in der ersten Silbe reicht bei uns, wie die historischen Belege zeigen (s. oben 1 a), weit zurück. — Südhess. I 1284 ff.; RhWB Rhein. VIII 1015; Saarbr. 214; LothWB Lothr. 116; Bad. I 395. 1. 'prügeln', duwak(e)le (ˈduwag(ə)lə) [KL-Hütschhs Hoheck Stelzbg verbr. PS LU-Alsh NW-Hamb SP-Dudhf Spey LA-Ilbh Herxhwey BZ-Wilgws], tuwakele [ KU-Altkch], duwäkele (ˈduwęg(ə)lə) [PS-L'mühl Kröpp LA-Roschb Impfl BZ-Eußth Steinf GH-Zeisk Wind Germh Höh 139]. Ich duwakel dich [ PS-W'fischb]. Er isch geduwakelt worre [ NW-Hamb.] Sie hän sich geduwakelt [ BZ-Steinf]. Syn. s. PfWB verhauen. — 2. = PfWB betrügen. Wird für den Tabak ein zu geringer Preis bezahlt, dann ist der Tabakbauer geduwäkelt [Land, mittl. VPf (Wilde)]. — Zu PfWB tabaken. — Bad. I 395 and. Bed. 1. 'verprügeln', duwake (ˈdu- [Bd. 2, Sp. 5] wagə) [verbr., vorn. mittl. WPf nördl. u. mittl. VPf, seltener NPf westl. u. südl. WPf südl. VPf], tuwake (ˈtuwagə) [verbr. westl. NPf westl. WPf einschl SWPf]; davon abgeleitet tabakeln. Syn. s. PfWB verhauen. Denne han se getuwakt [ HB-Einöd]. Der is geduwakt worre [ LU-Altr]. Verkürzte Form von vertabaken 1; vgl. auch PfWB Tabak 4 c. — 2. vgl. PfWB vertabaken 2 'vergeuden'. — Südhess. I 1285; RhWB Rhein. VIII 1018; LothWB Lothr. 116.
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