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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bohnen-schnitzel bis Bohnen-stecken (Bd. 1, Sp. 1080 bis 1083)
 
 -schnitzel Pl.: 'Abfall beim Bohnenputzen', -schnitzel [NW-Kallstdt Wilde 26]; vgl. PfWB Bohnenputzel. — -schnitzler m.: 'Gerät zum Schnitzeln der grünen Bohnen', Buhneschnitzler [ PS-Erfw]; vgl. PfWB Bohnenmaschine. Südhess. I 995. — -schnurre f.: Schimpfwort für eine Frau: Dich hol ich an de falsche Zepp, du Bohneschnurr, du liddrich Depp [Kieffer Bilderb. 42]; vgl. PfWB Bohnenschnärre. — Das Grundw. wohl zu Schnurre 'umherziehendes Weib, Bettlerin', DWB DWb. IX 1417. — -schote f.: 'Bohnenhülse', -schot (-ōd), -schut (-ūd), -schott (-ǫd), -schoud (-oud), -schlott (-lǫd), gew. Pl., Bohne, Bḁhne-, Buhne-, Bauhneschode, Bahneschoude, Buhneschude, Bohne-, Buhneschotte, Bohneschlotte, oft einfach Schode, Schore usw.; zur Verbr. s. K. 58. (-schlotte volksetym. umgebildet aus -schotte). Syn.: PfWB Bohnenhemse, PfWB -schale, PfWB -schefe, PfWB Hemse, PfWB Hülse, PfWB Schale, PfWB Schefe, PfWB Schote. Südhess. I 995; Rhein. I 844. — -schußspiel n.: ein Kinderspiel mit Bohnen, Bohneschußspiel [»vielfach«, Wilde 30]. Spielregel: Auf der Straße wird durch Kreide oder Einritzen ein sogen. Häuschen markiert, in das eine Anzahl Bohnen hineingelegt werden. Mit Klickern schießen die Spieler von der Spiellinie aus nach dem Häuschen. Wer eine Bohne aus dem Häuschen herausschießt, darf sie behalten und nochmals schießen. Auch manche Schießklicker bleiben im Häuschen liegen. Wessen Klicker von anderen angeschossen wird, der ist so lange vom Mitspielen ausgeschlossen, bis keine Bohnen mehr im Häuschen sind. Mancherorts kann man sich durch Einlegen neuer Bohnen wieder einkaufen. — -see m.: FlN für ein Wiesenstück in LA-Gommh, Bauhnesee. -simpel m.: 'einfältiger Mensch', Bohnesimbel [ NW-Hardbg]. — -stampfes m.: 'Stampfkartoffeln mit Bohnen', Bohnestambes (-dambəs) [ KU-Diedk], Buhne- [ PS-Geisbg]. RhWB Rhein. I 845. — -ständer m.: 'niedriges, schmales Faß für eingemachte Bohnen', -stänner (-dęnər) [verbr.]; vgl. Bohnenbütte. Südhess. I 995; RhWB Rhein. I 845; Bad. I 283. —

[Bd. 1, Sp. 1081]

[Bd. 1, Sp. 1083]
-stange f.:
1. wie schd., -stang [verbr. bes. VPf]; vgl. PfWB Bohnengerte, PfWB -pfahl, PfWB -stecken. —
2. e langi B. 'eine überaus große hagere Person' [verbr.]; vgl. PfWB Hopfenstange. Südhess. I 995; RhWB Rhein. I 845; Bad. I 283. — -stecken m.:
1. = PfWB Bohnenstange 1, stecke (-dęgə) [verbr. vorn. WPf]. Der is därr wie e B. [PS-Burgalb, verbr.]. a. 1751: Bindreidel, Bohnenstecken, besenreißer, Garbenseil und dergleichen sollen gäntzlich verbotten seyn [Zweibr. I (Altstadter Dorfordnung)]. Auf die Frage, wieviel Uhr es sei, erhält man die scherzh. Antwort: Drei Vertel uf Bahnestecke, wannd mers nit gläbschd, kannsch mich am Arsch lecke [GH-Kand, KU-Diedk Hebel 110]. VR.: Schelle, schelle (schelten) gebt kee Flecke, wer mich net leire (leiden) kann, kammich am Arsch lecke; darauf die Entgegnung: Hang dei Arsch uf e Bahnestecke, dann kannschd'n selwer lecke [ KL-Fischb]. —
2. = PfWB Bohnenstange 2, [verbr. wie 1]; auch von langen, dürren Beinen. —
3. Neckname für die Bewohner von KU-Albb ZW-Rosk LA-Essing. — Südhess. I 995; RhWB Rhein. I 845; Bad. I 283. — <61769.08_Bohnen-stein>