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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Birnen-marmelade bis Birnen-stiel (Bd. 1, Sp. 937)
 
  -marmelade f.: wie schd., -marmelad [ LU-Opp LA-Gommh]. Südhess. I 868. — -most m.: 'Birnensaft', -moscht (-mǫd) [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Birnensaft. Südhess. I 868; Bad. I 236. — -mühle f.: 'Obstmühle', bestehend aus einem runden Stein, der sich in der kreisrunden Aushöhlung eines noch größeren Steines bewegen ließ, -mihl [RO-Dielkch, verbr.]. Südhess. I 868. — -puff m.: = PfWB Birnenbumpes, -buff [NPf NWPf verbr. VPf]; vgl. PfWB Apfelpuff. — -quitte f.: wie schd., -quitte (Pl.) [verbr. (Wilde 197)]. — -saft m.: wie schd., -saft [verbr.]. Südhess. I 868. — -schmiere f.: 'aus Birnen gekochter Brei', dient als Zuspeise zu Mehlgerichten und als Brotaufstrich, -schmeer [ KU-Kaulb]. RhWB Rhein. I 716. — -schnackel m.: verächtlich für schlechten Birnenwein, -schnackel [ RO-Kalkof]. Südhess. I 868 Birnenschlackes. — -schnitz m., -schnitze f.: 'geschnittenes Birnenstück', -schnitz, gew. Pl. -schnitze, s. PfWB Schnitz [verbr.]. Man zerlegt die Birne der Länge nach in vier annähernd gleiche Teile, die auf dem Herd oder im Backofen gedörrt werden. Aufbewahrt werden die B. im Birnenkäubel. Gekochte B. werden meist freitags, als Zuspeise zu Mehlgerichten (auch zu Grundbirnenknöpfen) gegessen. Am Karfreitag gibt es Nuule (Nudeln) mit Beereschnitz [ BZ-Annw]. VR. (Namenspruch): Fritz, was gits (gibt's)? Beereschnitz [ LA-Nußd]. Brauchtum: Früher warf das Brautpaar nach Verlassen der Kirche den versammelten Kindern Birnenschnitzen und Zwetschgen zum Auffangen hin [ BZ-Pleisw]. — Südhess. I 868; RhWB Rhein. I 716; ElsWB Els. II 512; Bad. I 236. — -schnutz m.: = PfWB Birnenschnitz, -schnutz [LA-Impfl]; vgl. PfWB Apfelschnutz. — -stiel m.: wie schd., -stiel (-dīl) [allg.]. Ein Scherzspiel mit B. s. bei PfWB Pinsel. Bad. I 236. —