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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Pfingst-feiertage bis Pfingst-ochse (Bd. 1, Sp. 843 bis 847)
 
Pfingst-feiertage, Pl.
Pfingst-fest, n.
Pfingst-fladen, m.
Pfingst-hammel, m.
Pfingst-haufen, m.
Pfingst-klee, m.
Pfingst-krapfen, m.
Pfingst-lämmchen, n.
Pfingstlümmel-blume, f.
Pfingst-montag, m.
Pfingst-ochse, m.
Pfingst-platz, m.
Pfingst-reiten, n.
Pfingst-rose, f.
Pfingst-samstag, m.
Pfingst-schnellerchen, n.
Pfingst-sonntag, m.
Pfingst-tag, m.
Pfingst-tour, f.
Pfingst-weide, f.
Pfingst-woche, f.
pfinnig, Adj.
Pfirsich, m.
Pfirsich-baum, m.
Pfirsich-kuchen, m.
Pfirsich-schnitz, m.
Pfirsich-zweig, m.
pfittern
Pflanz-beet, n.
Pflanze, f.
Pflanz-eisen, n.
pflänzeln, schw.
pflanzen, schw.
Pflanzen-korb, m.
Pflanzen-setzerin, f.
Pflanz-feld, n.
Pflanz-garten, m.
Pflanz-grundbirne, f.
Pflanz-holz, n.
Pflanz-kaute, f.
Pflänzler, m.
Pflanz-loch, n.
Pflanz-stück, n.
Pflaster, n.
Pflaster-beere, f.
Pflästerer, m.
Pflastererbel
Pflaster-erdbeere, f.
Pflaster-gang, m.
Pflaster-gräblein, n.
Pfläster-hammer, m.
Pflästerin, f.
Pflaster-kasten, m.
Pflaster-kopf, m.
pflastern, schw.
pflästern, schw.
Pflaster-sack, m.
Pflaster-schisser, m.
Pflaster-stampfer, m.
Pflaster-stein, m.
Pflaster-stempel, m.
Pflaster-stühlchen, n.
Pflaster-treter, m.
Pflasterung, f.
Pflaster-wacken, m.
Pflaum
Pflaume, f.
Pfraume, f.
Pflaumen-baum, m.
Pfraumen-baum, m.
Pflaumen-brei, m.
Pflaumen-gelee, n.
Pflaumen-gutsel, n.
Pflaumen-kern, m.
Pflaumen-kuchen, m.
Pflaumen-latwerg, m.,  f.
Pflaumen-marmelade, f.
Pflaumen-mus, n.
Pflaumen-saft, m.
Pflaumen-schlacksel, n.
Pflaumen-schleck(s)el, n.
Pflaumen-schmiere, f.
Pflaumen-stück, n.
Pflaumer
Pflege, f.
Pflege-anstalt
Pflege-eltern
Pflege-kind
Pflege-mutter
Pflege-sohn
Pflege-tochter
Pflege-vater
pflegen, schw.
Pfleger, m.
Pfleg-zaun, m.
Pflicht, f.
Pflock, m.
pflocken
Pflockerbse
Pflück-bohne, f.
  Pfingst-feiertage Pl.: jetzt nur Pfingstsonntag und -montag. a. 1516: uff dinstag in pfingt fyertagen [HornbReg. n. 672]. RhWB Rhein. VI 752; Bad. I 202.

[Bd. 1, Sp. 844]

 
  Pfingst-fest n.: ungebräuchlich; dafür Pingschde, s. PfWB Pfingsten.
 
 
Pfingst-fladen m.: a. 1772: Ein Münchmeister allhier im Münchhof muß jedes Jahr den Weidenjungen oder Schützen zu Mutterstadt reichen einhalb Viertel Wein auf Pfingsten, Neun Käs und Pfingstfladen, welche sie auf Pfingsten holen müssen [Eyselein 72].
 
 
Pfingst-hammel m.: 'die Kuh, die am Pfingstmorgen als letzte auf die Weide kam'. Von dem alten Brauch, der Kuh einen Kranz auf die Hörner zu hängen und sie in diesem Schmuck durch das Dorf zu führen, zeugt nur noch die für einen auffallend und geschmacklos gekleideten Menschen geltende RA. ufgebutzt wie e Pingschthammel [RO-O'mosch u. Umg. LA-Nd'hochstdt]; vgl. Pfingstgaul, PfWB -ochse.
 
  
Pfingst-haufen m.: 'Grünfutter für die Pfingstfeiertage'. Hoscht dei Pingschthaufe gericht? Frage eines Bauern an den andern am Pfingstsamstag [ LU-Alsh/Gr].
 
 
Pfingst-klee m.: Futterkleeart, Pingschtklee [verbr. SPf (Wilde 132)], auch PfWB Maiklee genannt.
 
 
Pfingst-krapfen m.: 'mit Teig umbackener Apfel', ein Pfingstgebäck, Pingschtkrappe [NW-Hamb (bis etwa 1900)]; vgl. Äpfelkrapfen.
 
 
Pfingst-lämmchen n.:
1. Neckname für das Kind, das am Pfingstmorgen am längsten schläft, Pingschtlämmche [KL-Fischb (1902)]. Dem P. wird der Pfingstkranz umgehängt. Mit dem Kranz wird dann das »Kuhhämmelchen« geschmückt (Kleeberger 32). —
2. ein Gebildbrot an Pfingsten, Pingschtlämmle [LA-Venn (um 1935, 1966 unbekannt)].
 
 
Pfingstlümmel-blume f.: 'Ginster (Sarothamnus scoparius)', Pingschtlämmelblumm [KU-Aschb KL-Enkb (Wilde 71)]; vgl. PfWB Pfingstenlümmel 4 b α, PfWB Brimme.
 
 
Pfingst-montag m.: wie schd., Pingschtmondag (-mōndag, -māndag usw., s. PfWB Montag) [allg.]. Oschdermondag un Pingschtmondag wara aa (als Feiertage) g'holda (s. PfWB Bämpeltag) [Horne Penns 126]. In PS-Geisbg wird am P. ein mit Bändern geschmückter gabelförmiger Stecken von den Buben herumgetragen. Die Burschen fahren in einem mit Laubgrün überdachten Wagen. Es werden Eier und Speck gesammelt, wobei der Speck auf eine vierzinkige Eisengabel aufgespießt wird. In PS-W'fischb stellte man früher am P. aus Langwiede und einem Wagenrad ein wackeliges Fahrzeug, den Eilewaae, her. Darauf wurden diejenigen Burschen herumgefahren, die die vergangene Nacht im Wirtshaus verbracht hatten und deshalb Eulen genannt wurden. Weiteres Brauchtum des P.s bei Pfingsten, Pfingstenlümmel, -quack. — a. 1354: zu geben uf den Pfingstmontag oder dienstag 3 β vor fischgeld [Grimm Weist. V 685

[Bd. 1, Sp. 845]

[Bd. 1, Sp. 847]
(ZW-Hornb)]. a. 1425: daß sie Recht haben zu hohlen uf den Pfingst-Montag zu Heimbach ein Malter Käss, und als manch Brodt [Vogel 50]. — RhWB Rhein. VI 753; Bad. I 203; Hess.-Nass. II 610.
 
  
Pfingst-ochse m.: 'mit Blumen geschmückter Ochse, der zu Pfingsten der Herde vorangeführt wird', Pingschtochs [ ZW-Ixh]. RA.: Der es gebotzt (geschmückt) wie e P. [RO-Als, verbr.]. RhWB Rhein. VI 754; Bad. I 203; Hess.-Nass. II 611/12.