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Pfanne bis Pfannen-steg (Bd. 1, Sp. 792 bis 794) | |||
Pfanne, f. pfänneln, schw. Pfannen-dampfnudel, f. Pfannen-deckel, m. Pfannen-flick(er), m. Pfann(en)-kuchen, m. Pfann(en)kuchen-blatt, n. Pfann(en)kuchen-holunder, m. Pfann(en)kuchen-tag, m. Pfann(en)kuchen-teig, m. Pfannen-steg, m. Pfannen-stiel, m. Pfannen-wärmer, Pl. Pfann-schärre, f. Pfarr-acker, m. Pfarr-amt, n. Pfarr-blume, f. Pfarr-brünnchen, n. Pfarr-dorf, n. Pfarre, f. Pfarrei, f. Pfarrer, m. Pfarrerin, f. Pfarrers Pfarrers-base, f. Pfarrers-buben, Pl. Pfarrersch Pfarrersche(n) Pfarrersen Pfarr(ers)-frau, f. Pfarrers-grieben, Pl. Pfarrersin, f. Pfarr(ers)-kathel, f. Pfarr(ers)-köchin, f. Pfarrers-kutte, f. Pfarrers-leute, Pl. Pfarrers-rock, m. Pfarrers-sohn, m. Pfarrers-tochter, f. Pfarrer-stunde, f. Pfarrers-vetter, m. Pfarrers-wurst, f. Pfarr-feld, n. Pfarr-fräulein, n. Pfarr-garten, m. Pfarr-gut, n. Pfarr-haus, n. Pfarr-herr, m. Pfarr-hof, m. Pfarr-kamerad, m. Pfarr-kind, n. Pfarr-kirche, f. Pfarr-land, n. Pfarrner, m. Pfärrner, m. Pfarr-pacht, m.(!) Pfarr-scheuer, f. Pfarr-schule, f. Pfarr-stelle, f. Pfarr-stück, n. Pfarr-stuhl, m. Pfarr-stunde, f. Pfarrstund-kind, n. Pfarrstund-schüler, m. Pfarr-volk, n. Pfarr-wald, m. Pfarr-wiese, f. Pfarr-wittum, n. Pfau, m. Pfau(en)-auge, n. Pfau-ei, n. Pfau-feder, f. Pfau-hahn, m. Pfauhahn(s)-feder, f. Pfau-huhn, n. Pfau-hünkel, n. Pfau-schwanz, m. Pfau-taube, f. Pfau-winde, f. Pfeffer, m. Pfeffer-blume, f. Pfeffer-bohnen, Pl. Pfeffer-büchse, f. pfeffer-farbig, Adj. Pfeffer-fleck(en), m. Pfeffer-fleisch, n. Pfeffer-grundbirnen, Pl. Pfeffer-kern, m. Pfeffer-knecht, m. Pfeffer-krämer, m. Pfeffer-kraut, n. Pfeffer-kuchen, m. Pfefferling Pfefferminz-bähnlein, n. Pfefferminz-bauern, Pl. Pfeffer-minze, f. m., n. Pfeffer-minz, f. m., n. Pfefferminz-kirbe, f. Pfefferminz-küchelchen, n. Pfeffer-minzler, m. | 1. a. 'flaches, metallenes Gefäß mit Stiel, zum Backen, Braten und Kochen', Pann, Pfann, s. F. [allg.]. Zs.: PfWB Becken-, PfWB Pfoten-, PfWB Brat-, PfWB Eisen-, Feuer-, PfWB Fisch-, PfWB Gropel-, Kastanien-, Kohl-, PfWB Kuchen-, PfWB Schmälz-, PfWB Seih-, PfWB Suppen-, Waffelpfanne. — RA.: Er muß die Pann placke 'zuletzt alles bezahlen' [KL-Fischb, verbr. WPf]. Er hat meh(n) se du(n) wie die Pann um Fassenacht [Hebel 19, verbr. WPf]. Der glänzt wie die Pann uf die Faßnacht [verbr. Don Gal Buch]. Der macht e Gesicht wie e Pann voll Deiwel 'ein böses, verärgertes Gesicht' [FR-Bockh, Kaislt PS-W'fischb Hebel 14], ... wie e Pann voll Gequellte 'erstauntes Gesicht' [ZW-Stamb Battw Hebel 14]. Er hot die Griewe aus de Pann geholt, von einem, der Ausschlag am Mund hat [ ZW-Rieschw], vgl. PfWB Pfaffe 1 a α. Gutes Heuwetter nennt man e Wetter wie in der Pann gebacke [ LU-Altr]. Jemand in die Pann haue 'niederschlagen', auch 'verraten' [Zweibr]. Äne uf die Pann gieße 'trinken' [ FR-Albsh]. Volksgl.: Wer eenich eppes in der Pann mit 'm Messer stärrt (engl. stir 'umrühren'), kriegt Seitsteche [Fogel Beliefs Penns Nr. 2005]. VR.: Die Pann kracht, die Pann kracht, die Kichelcher sin geback, gemmer a ens (gib mir auch eins), gemmer a ens, ich steck mer's in de Sack [KU-Krottb, verbr.]. Rää (Regen), Rää, bleib drowwe, Sunn, Sunn, kumm erunner, deck de Deckel uf die Pann, daß de Rää erunner kann [KL-Stelzbg, Var. s. bei PfWB Sonne]. Es war emol e Mann, der hatt e Pann, die Pann hatt e Loch, is der Mann dorchgekroch [ Gal-Dornf]. Weitere VR. s. bei PfWB Ackersmann, PfWB Tintilin, Eierbacker, PfWB Fastnacht, Hanappel, PfWB Karlemann, PfWB Quack, PfWB Sommertag. AR.: Es war emol e Männche, das hupst ins Pännche, es hupst werre (wieder) raus, du bischt draus [KL-Queidb, verbr. in verschiedenen Abwandlungen]. a. 1521: Peter kesseler hat 2 tage kessel pannen ... gebessert [Landsbg-KellR]. — b. 'Behälter', zum Anrühren des Mörtels s. PfWB Speispfanne, zum Aufwärmen von Leim, Schmierfett u. dgl. s. PfWB Leim-, PfWB Schmutzpfanne. — 2. Teil von Geräten. a. an der Kelter der Eisenpflock, durch den die Spindel geht und der auf die Bracken drückt [ LA-Rhodt]. — b. in der Mühle der Teil, auf dem das untere Ende der [Bd. 1, Sp. 793] Spindel ruht. a. 1709: Teil des Obergangs Pfann u. Hau [Kurpf. 1443, 2 a (LU-Rehhtt)]. — c. am früheren Luntengewehr das muldenförmige Behältnis für das Zündpulver. Auf die Bemerkung, der Salat schieße, wird erwidert: Brunz 'm uf die Pann! [KL-Fischb (1925)]; vgl. PfWB Zündpfanne. — 3. Teile des menschlichen Körpers. a. 'Gelenkpfanne'. De Aarem is aus de Pann [ KB-Biedh, allg.]. De Lacher es mer aus de Pann gehupse, wenn man viel lachen muß [ KB-Bennhs]. — b. 'vulva' [ BZ-Dernb]. — c. Dim. 'weinerlich verzogener Mund (mit breit vorgeschobener Unterlippe)', von kleinen Kindern. 's macht e Pännche [WPf], e Pännel [VPf einschl. Ostteil von PS]; dafür auch pännele, e Schnietche (e Schippche) mache, s. PfWB pfänneln, PfWB Schnute, PfWB Schüppe. RA.: 's Pännel lääft ball iwwer, wenn ein Kind zu weinen beginnt [SP-Harths, verbr. VPf]. Ich haue der 's Pännche voll, Drohung gegenüber einem weinenden Kind [ KU-W'mohr]; e Pännche voll reeschde (rösten), dass. [KU-O'staufb], ... voll backe, dass. [ PS-Windsbg]. — F.: pan [vorn. NPf u. westl. WPf], pḁn [übrige Pfalz]; pǫn [verbr. mittl. u. nördl. VPf RO-Sippf Wartbg/Rohrb KL-Hirschhn Eulbis ZW-Maßw Wintb Stamb PS-W'fischb Steinalb Schaubg], pfḁn [Südostecke der Pfalz, s. PfWB Pfund]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. VI 663; Saarbr. 152; LothWB Lothr. 22; ElsWB Els. II 136; Hess.-Nass. II 578. 1. 'herumziehender Topfflicker', Panneflicker [verbr. Don]. — 2. scherzh. Bezeichnung für den Spengler, Panneflicker [verbr.], -flick [ PS-Lembg FR-Maxd]. — 3. Scheltwort auf einen Armen, der sich vor der Arbeit drückt, Panneflicker [ NW-Geinsh]. — RhWB Rhein. VI 669; Els. 168; Bad. I 188. 1. 'flacher, runder, in der Pfanne gebackener Eierkuchen', Pann- [vorn. NPf], Panne- [vorn. SPf], Pfanne- [pfälz.-elsäss. Grenzgebiet]; zum Grundw. s. PfWB Kuchen. In Penns gilt nach Lambert Penns 117 und Danner Penns 44 Panne-, das gleiche auch für Don-Schowe Torscha Tscherwk und für Buch-Illisch (Schwarz); Gal hat meist Pann- (paŋ-). In KU-Schönbg nennt man (1927) den hohen runden Kuchen Pannkuche. In LU-Opp werden Pannekichelcher gebacken. Man unterscheidet: Apfel-, Bierhefe-, Brot-, Eier-, Grundbirnen-, Hefe-, Kirschen-, Mehl-, Quetschenpfannkuchen. Die P. [Bd. 1, Sp. 794] galten ehedem als Festtagsspeise. Im Bliestal und um Zweibr wurden in der Heuernte den ganzen Tag über für die Arbeiter P. gebacken [Schandein Bav. IV 2 S. 380]. — RA.: Von jemand, der recht große Sommersprossen hat, sagt man: Der hat die reine Pannkuche im Gsicht [ PS-Nd'simt]. Ich hau d'r uff die Ohre, daß de die Sunn for e Pannekuche a(n)guckscht [Hebel 33]. Ortsneckerei: In NW-Greth und NW-Frankst, desgl. in Gal-Chrusno und Reichsh werren die Pannekuche bloß uf ääner Seit gebacke, weil in diesen Orten die Häuser nur auf einer Seite der Straße stehen. SprW.: Drei Äier gewwe aach e P. 'Besser etwas als nichts' oder richtiger: 'Besser den Sperling in der Hand, als die Taube auf dem Dach' [ KU-Schmittw/O]. E Mäde kann dann heirate, wann's die Pannkuche rumschnicke kann 'den auf einer Seite gebackenen P. aus der Pfanne hochwerfen, daß er gewendet wieder in die Pfanne trifft' [Gal-Dornf, verbr. Don Gal Buch]. a. 1444: mag man ... einen pankuchen laßen backen und teylen [ZweibrLuRb. Bl. 36 r]. — 2. Neckname für die Bewohner von KU-Gries, Pannekuche, angeblich, weil dort in einem Hause zur Kirbe nur P. gebacken wurden. — 3. scherzh. 'Kuhfladen' [verbr.]. Rätsel: Was geht ums Haus un deelt Pankuche aus? (die Kuh) [Gal-Dornf, verbr.]. — RhWB Rhein. VI 670/71; Saarbr. 152; LothWB Lothr. 23; ElsWB Els. I 423; Bad. I 188; Hess.-Nass. II 579.
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