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Pfälzisches Wörterbuch 
 
be-rappen bis Berbs (Bd. 1, Sp. 700 bis 701)
 
  be-rappen1 schw.: = PfWB bezahlen, scherzh., berappe [allg., gehobene Schichten, vgl. Otterstetter 230]; vgl. PfWB berappsen. De Franz eß e Figgediewes, er achelt sich satt. Doch geht's ans Berabbe, dann butzt er die Platt [Kühn Schnitze II 44]. — Ein jüngeres, den pfälzischen Auswanderern des 18. Jh. unbekanntes Wort. Zur Etym. s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. VII 85/86; Bad. I 149.
 
 
be-rappen2 schw.: eine Mauer b. 'mit Mörtel rauh verputzen', berappe (bərabə) [»äußerster Westen«, Krebs 46]. RhWB Rhein. VII 89; DWB DWb. I 1486.
 
  
be-räppen schw.: 'büßen', beräppe (bərębə) [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB beräppsen.
 
 
be-rappsen schw.: 'bezahlen', berappse (bərabsə) [KL-Lind (Höh 147)]. — Intensivum zu PfWB berappen.
 
 
be-räppsen schw.: etwas b.
1. 'für etwas büßen, entgelten'. Das muschde noch beräppse (bərębsə) [KU-Schmittw/O, verbr. westl. WPf PfId. 20 Schandein Sprachsch. 48 Kühn Hamet 98 Don-Schowe Torscha]. Die scheene Daa mirre mer (müssen wir) wirrer beräppse [KL-Gimsb u. Umg.]. —
2. 'bereuen' [KU-Schmittw/O

[Bd. 1, Sp. 701]
Kaulb Schandein Bav. IV 2 S. 249]. — Am ehesten zu PfWB Rappen 'Rispe der Traube ohne Beeren' zu stellen. Der aus Rappen gewonnene Wein, Räpser genannt, stößt unangenehm auf. Vgl. RhWB Rhein. VII 101 räpsen 'aufstoßen, rülpsen' und beräpsen (ebd.). — Saarbr. 24 beräbse; LothWB Lothr. 36 berepsen.
 
  
be-raten st.:
1. wie schd. Mir han uns iwwer die Sach berot [Pirmas, allg.]. Sie dun sich berode [ LU-Opp, allg.]. Er es gut (schlecht) berot [ KU-Kaulb, allg.]. a. 1291: dun kont offenliche an dysem brieve, daz wir mit beradem mude 'nach reiflicher Beratung' vnd mit gesamter hant 'gemeinschaftlich' han verkauft [OttbgUrkb. 343]. —
2. RA.: Ich hun der's berot 'Ich habe dir die Meinung gesagt' [ KB-Kriegsf]. F.: bərōdə [ LU-Opp Oggh LA-Gommh], bərōrə [ KU-Schmittw/O Brück RO-Dielkch KB-Kriegsf NW-Wachh LA-Wollmh BZ-Dierb GH-Kand Don-Schowe Torscha], bərōlə [ KU-Bedb], bərōðə [ Gal-Dornf]. — RhWB Rhein. VII 132; Bad. I 149.
 
 
be-rauben schw.: wie schd. Er hot'n beraubt [LA-Gommh, verbr.]; dafür häufiger PfWB ausrauben. RA.: Ich will dich net berauwe, wenn man sich nichts schenken lassen möchte, was der andere vielleicht selbst braucht [ Gal-Dornf].
 
  
be-rauchen, -rauchernschw.: 'räuchern'; 's Fleesch beraache [LU-Maud u. Umg.], -raachere [ NW-Kallstdt, KL-Katzw], -raaichere [ RO-Drehthhf Callb], -rauchere [ RO-Wintbn]; dafür häufiger PfWB räuchern.
 
 
be-rauen s. PfWB bereuen; Berbe s. PfWB Perme.
 
 
Berbs m. (?): 'kleinster Klicker' (Durchmesser 7-8 mm), Berbs (bärbs) [Frankth].