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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Benn bis Bens (Bd. 1, Sp. 698 bis Bd. 6, Sp. 1768)
 
   Benn f.: FlN Benn [verbr. östl. NPf nördl. VPf LA-Venn WD-Marth], an de B. [ KB-Niefh NW-Weish/S], uf de B. [ KB-Bischh Marnh LA-Offb]. — Gehört offenbar zu PfWB Beunde, vgl. H. Dittmaier, Rheinische Flurnamen (Bonn 1963), 23.
 
 
Pennal n.: 'Griffelkasten', Pennal [verbr. WPf (1925)].
 
 
Penn-bruder m.: 'Handwerksbursche', Pennbrurer [verbr. (1925)]; vgl. PfWB pennen.
 
 
Benne f.:
1. 'zweirädriger Korbwagen', Benn [PS-Schönau u. Umg., wo die B. noch um 1900 zur Anfuhr der Holzkohlen für das ehemals pfalz-zweibrückische Eisenwerk verwendet wurde]; vgl. PfWB Kohlenbenne. a. 1625: die Schnidter sollen halb Mann und halb Frauen seyn und ihr Vier ein Bennen haben [Lgb. 52]. —
2. 'großer (geflochtener) Korb'. a. 1537 (Abschr. 1604): der becker soll auch das bakhush in buw halten mit muellen, mit schusellen, mit der benten [SchWeist von RO-Falkst, S. 68]. —
3. 'Rutengeflecht zur Uferbefestigung oder als Ablaufsieb'. a. 1606: Item Meister Gallen dem Zimmermann und Friesen Von der Bennen am Saltzwoge zuemachen vnnd einzulegen [HanLicht. 125, Bl. 49 (PS-Lembg)]. — Das Wort kommt nach Kluge-Mitzka17 von keltisch benna 'zweirädriger Karren mit geflochtenem Korb', das sich nach DWB DWb. I 1473 möglicherweise an binden 'flechten' anschließt; vgl. PfWB Binde. RhWB Rhein. I 615; Saarbr. 24; ElsWB Els. II 50; Bad. I 147.
 
 
Penne f.: 'Herberge', Sprache der Handwerksburschen, Penn [verbr.].
 
  
pennen schw.:
1. 'schlafen', scherzh., eigentl. in der Penne schlafen, penne (pęnə) [fast allg.], pinne (pinə) [ KU-Hüffl]. Der Handwerksbursche versteht unter p. 'im Freien übernachten' [ RO-Lettw]. —
2. 'auf die Walz (in die Fremde) gehen', penne [ WD-Niedkch]. — RhWB Rhein. VI 614; Bad. I 147; Hess.-Nass. II 569.
 
 
Bennhausen ON: Dorf im Kreis KB, Bennesse (bęnəsə), vgl. Christmann SN 42. In den Nachbarorten werden die Bewohner von B. Bennesser Hinkel genannt.

[Bd. 1, Sp. 699]

 
  Benno m.: Hundename, Benno [verbr.].
 
 
pennsylvanisch Adj.: Graade, krumme, g'scheite, dumme, Nemmt sie ewwe wie sie kumme; O, wie hot's doch so viel Sarde (Sorten) Pennsylvanisch-deitsche Warde (Worte)! [Birmelin Penns Gezw. 26]. F.: pęnsilwḁ:ni, Wood Schärf. Penns 235.
 
 
be-notet Part. Perf.: 'bedürftig'. Die seins gar net benot, z. B. daß sie aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden [KL-Hirschhn Schandein Bav. IV 2, S. 249]. — Der Inf. benoten und abgewandelte Formen sind nicht belegt. — RhWB Rhein. VI 251; Bad. I 147 benöt(ig)en; DWB DWb. I 1474 benöthen.

 


Aus den Nachträgen
 
 
Bens m.: 'Zahlungsmittel beim Kinderspiel'. »Das Zahlmittel für Gewinn und Verlust beim Spiel Kornesselns war der Bens, ein beinerner Hosenknopf« [Edenkobener Zeitung, Beilage 15. 7. 1932].