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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-stülpen bis Austerlitz (Bd. 1, Sp. 483 bis 484)
 
aus-stülpen, schw.
aus-suchen, schw.
aus-suckeln, schw.
aus-zuckeln, schw.
aus-süßen, schw.
aus-suttern, schw.
aus-tanzen, schw.
aus-tappen, schw.
aus-teilen, schw.
Austein
Austerlitz
Austerlitz
Austerlutz
aus-teufeln, schw.
aus-tilgen, schw.
aus-toben, schw.
Aus-trag, m.
aus-tragen, st.
Aus-träger, m.
Austrag-mädchen, n.
aus-träppeln, schw.
aus-trappen, schw.
aus-tratschen, schw.
aus-treiben, st.
aus-treten, st.
aus-trinken, st.
Aus-tritt, m.
aus-trommeln, schw.
Aus-trommeln, n.
aus-trompeteln, schw.
aus-trompeten, schw.
aus-trossen, schw.
aus-trückeln, schw.
aus-trücknen, schw.
aus-trumpfen, schw.
aus-tüfteln, schw.
aus-tun, st.
aus-tunken, schw.
Aus-tüpfeler, m.
aus-tüpfeln, schw.
aus-tupfen, schw.
aus-tutern, schw.
aus-üben, schw.
aus-uzen, schw.
Aus-verhalt, m.
Aus-verkauf, m.
aus-verkaufen, schw.
aus-visitieren, schw.
Aus-vogt, m.
Aus-wachs, m.
aus-wachsen, st.
Aus-wahl, f.
aus-wälgern, schw.
aus-walzen, schw.
Aus-wanderer, m.
aus-wandern, schw.
aus-wärgeln, schw.
aus-wärtig, Adj.
aus-wärts, Adv.
aus-wäschen, st.
Aus-weg, m.
aus-weichen, st.
Aus-weide, f.
aus-weiden, schw.
aus-weiden, schw.
aus-weißeln, schw.
aus-weißen, schw.
aus-weiten, schw.
aus-wenden, schw.
aus-wendig
aus-wenzig
aus-werfen, st.
aus-wergeln
aus-wetzen, schw.
aus-wickeln, schw.
aus-wiegen, st.
aus-winden, st.
aus-wintern, schw.
aus-wirken, schw.
aus-wischen, schw.
Aus-wischer, Pl.
aus-witschen, schw.
aus-wuhlen, schw.
aus-wühlen, schw.
Aus-wurf, m.
Aus-würfling, m.
aus-zackern, schw.
aus-zahlen, schw.
Aus-zahlung, f.
aus-zahnen, schw.
aus-zapfen, schw.
aus-zäpfen, schw.
aus-zäumen, schw.
aus-zehren, schw.
Aus-zehren, n.
Aus-zehrung, f.
Auszehrungs-tee, m.
aus-zeitigen, schw.
aus-zementieren, schw.
aus-ziehen, st.

[Bd. 1, Sp. 483]
   aus-stülpen schw.: 'durch Stülpen leeren'; e Glas ausstilwe [ ZW-Schmitshs]. Un stülpen das Glas voll uff een Zuck als aus [Kaislt u. Umg. (Firmenich II 8)]. RhWB Rhein. VIII 925.
 
 
aus-suchen schw.:
1. wie schd. Du kannscht der do was Schenes aussuche (-suxə) [VPf]; vgl. PfWB heraussuchen. Im negat. Sinne: Des is lauder ausgesucht(es) Zeich 'nur noch Minderwertiges', bes. beim Schlußverkauf [verbr.]. —
2. 'durchsuchen'; 's ganze Haus a. 'von Ende zu Ende suchen' [verbr.]. — ElsWB Els. II 323; Schwäb. I 528.
 
  
aus-suckeln, -zuckelnschw.:
1. etwas a. 'aussaugen'; die Wund aussuckele (-sugələ) [verbr. WPf mittl. u. südl. VPf Lambert Penns 19], auszuckele [verbr. NPf nördl. VPf Gal-Dornf]. RA.: Dem hat de Guguck 's Hern ausgezuckelt, von einem Dummen [ KU-A'glan]. Dem hot de Guguck de Arsch ausgesuckelt, von einem Mageren [ KU-Kaulb, Kaislt]. Un han se (die Eier) all eweggeschmuggelt, Zum große Dääl glei' ausgesuckelt [Münch Weltgesch. 95]. —
2. einen a. 'ausnützen' [KU-Bedb KL-Lind LU-Altr Münch Weltgesch. 55]. — RhWB Rhein. VIII 986; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 347 ussucklen; Bad. I 101.
 
 
aus-süßen schw.: Milchgeschirr a. 'durch Trocknen an der Sonne oder am Herd süß machen'; die Milchhäffe aussieße (-sīsə) [LU-Friesh, verbr.]. DWB DWb. I 995.
 
  
aus-suttern schw.: 'Krankheitsstoffe ausschwitzen'. Wann der emol ausgesottert hot, gitt's noch en gesunde Bu [ BZ-Dernb]. — Zu PfWB suttern 'sickern'.
 
 
aus-tanzen schw.: die Kerb ausdanze: Gegen 1 Uhr (nachts) hängt der Wirt eine volle Flasche Wein in den Kerwekranz (Kirbekranz). Die Flasche gehört dem Paar, das beim Weckerrasseln gerade an der Flasche vorbeitanzt. Dieses muß dann ein Faß Bier bezahlen, das am nächsten Tag oder am Sonntag danach leergetrunken wird [verbr. WPf]. RhWB Rhein. VIII 1061; ElsWB Els. II 697.
 
  
aus-tappen schw.: etwas a. 'mit dem ganzen Fuß hineintreten, es austreten', z. B. einen Kothaufen, ausdappe [ BZ-Dernb]. RA.: alles (jede Dreck) ausdappe misse 'die gröbste Arbeit verrichten müssen' [ BZ-Dernb NW-Haßl]. ElsWB Els. II 700; Schwäb. I 529.
 
  
aus-teilen schw.: 'an andere verteilen'. 's Esse ausdääle (-dlə), ausdaale (-dālə) [allg. (vor 1930)]. Die hot schun viel Kerb ausgedäält [allg.]. Er hot ausgedäält un aa kriet 'Schläge ausgeteilt und auch bekommen' [NW-Weish/S, verbr.]. RA.: Der is gesprunge, wie die Nase ausgedäält worre sin, von einem, der eine lange Nase hat [ NW-Wachh SP-Harths]. Rätsel: Was geht ums Haus un deelt Pann(e)kuche aus? (die Kuh) [ Gal-Baginsbg Dornf]. ElsWB Els. II 676; Bad. I 101.

[Bd. 1, Sp. 484]

 
  Austein s. PfWB Augustin.
 
 
Austerlitz1: KR.: Bei Auschterlitz, do hot's geblitzt, do han die Franzose Blut geschwitzt [verbr. WPf], ...do sin die Franzose ins Wasser geritscht [verbr. VPf].
 
 
Austerlitz2, Austerlutz s. PfWB Osterluzei.