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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Aus-reißer bis aus-rollen (Bd. 1, Sp. 466 bis 467)
 
Aus-reißer, m.
Ausreiß-stange, f.
aus-reiten, st.
aus-renken, schw.
aus-rennen, schw.
aus-ribbeln, schw.
aus-richten, schw.
aus-ringen, st.
aus-rinnen, st.
aus-roden, schw.
aus-rollen, schw.
aus-rotten, schw.
aus-rotzen, schw.
aus-rözen, schw.
aus-ruchen
aus-rücken, schw.
aus-rufen, st.
Aus-rufer, m.
Aus-rufung, f.
aus-ruhen, schw.
aus-ruchen, schw.
aus-rugen, schw.
aus-rupfen, schw.
aus-rütschen, schw.
aus-rutschen, schw.
Aus-saat, f.
aus-säckeln, schw.
aus-säen, schw.
Aus-sage, f.
aus-sagen, schw.
aus-sägen, schw.
aus-sässig, Adj.
Aus-satz, m.
aus-sätzig, Adj.
aus-saufen, st.
aus-saugen, schw.
aus-schaben, schw.
aus-schachten, schw.
aus-schälen, schw.
aus-schalten, schw.
aus-schämen, schw.
aus-schänden, schw.
Aus-schank, m.
aus-schapieren, schw.
aus-schärren, schw.
aus-scharren, schw.
aus-schaufeln, schw.
Ausschaufel-pickel, m.
aus-scheiden, st.
aus-scheißen, st.
aus-schellen, schw.
aus-schelten, st.
aus-schenken, schw.
aus-scherig, Adj.
aus-schicken, schw.
aus-schinden, st.
aus-schirren, schw.
aus-schlafen, st.
Aus-schlag, m.
aus-schlagen, st.
Ausschlag-kraut, n.
Ausschlag-wald, m.
aus-schlappen, schw.
aus-schlecken, schw.
aus-schleifen, st.
aus-schleimen, schw.
aus-schlenkern, schw.
aus-schleudern, schw.
aus-schließen, st.
aus-schlitzen, schw.
aus-schlüpfen, schw.
aus-schmeißen, st.
aus-schmieren, schw.
aus-schnaffeln, schw.
Aus-schnaffler, m. f.
Aus-schnafflerin, m. f.
aus-schnappen, schw.
aus-schnaufen, schw.
Aus-schnaufer, m.
aus-schnausen, schw.
aus-schnauzen, schw.
aus-schneiden, st.
aus-schneizen, schw.
aus-schneuzen, schw.
Aus-schnitt, m.
aus-schnitzeln, schw.
aus-schnitzen, schw.
aus-schnuffeln, schw.
aus-schnüffeln, schw.
aus-schnusen
aus-schöpfen, schw.
aus-schöppeln, schw.
aus-schrappen, schw.
aus-schreiben, st.
aus-schreien, st.
aus-schreiten, st.
aus-schroten, schw.
aus-schüffeln, schw.
aus-schüppen, schw.
aus-schüren, schw.
   Aus-reißer m.: 'einer, der gern aus dem Gefängnis entflieht, aus einer Anstalt entweicht', 'ein Pferd, das leicht scheut und durchgeht' (auch Dorchgänger, -brenner genannt), 'ein Bienenschwarm, der davonfliegt', Ausreißer [vorn. WPf], -risser [vorn. VPf]; 'ein Mensch, der die Arbeitsstelle verläßt, um sich herumzutreiben' [ NW-Frankeck]. RhWB Rhein. VII 340; Bad. I 98.
 
  
Ausreiß-stange f.: 'Stange, mit der Wingertsstöcke ausgerissen werden', Ausreißstang [ NW-Kallstdt].
 
 
aus-reiten st.: WR.: Wie die verrzich 'vierzig' Ritter inreiden, so reiden se a widder aus [ZW-Stamb, KB-Bennhs]. RhWB Rhein. VII 346; Bad. I 98.
 
  
aus-renken schw.: wie schd.; sich de Arm, 's Kreiz ausrenke [allg.]. RA.: Der renkt sich ka Baan aus 'strengt sich bei der Arbeit nicht besonders an' [ KB-Bubh]. RhWB Rhein. VII 353.
 
  
aus-rennen schw.: sich en Aag ausrenne 'beim Rennen sich ein Auge ausstoßen' [ BZ-Dernb].
 
  
aus-ribbeln schw.: Some ausriwwele 'Samen ausreiben' (indem man die Samenkapsel zwischen den Fingern reibt) [FR-Albsh, verbr. NPf Lambert Penns 18 Gal-Dornf]; de Dreck a. 'durch Reiben beseitigen' [ ZW-Dietriching PS-Heltbg]; vgl. PfWB ausreiben.
 
  
aus-richten schw.:
1. e Gruß ausrichde, wie schd., ebenso: eine Botschaft a. [allg.]. —
2. 'zustande

[Bd. 1, Sp. 467]
bringen, ausführen, erreichen'. Er richt nix mihn aus [PS-Erfw, verbr.]. Met Bitte kammer bei dem nix a. [KL-Reichb, verbr.]. —
3. die Sau werd ausgericht 'zerlegt' [ KU-Diedk]. —
4. die Leit ausrichde 'verleumden' [ Don-Schowe Torscha]. —
5. 'bezahlen, entrichten'. a. 1507: ihre freyzinß nit recht außricht vf den gerichtsdag [PfWeist. I 23 (RO-Alsbr)]. a. 1533: ... so dan der mann sein scharfarth vndt bodenzinß außgericht ... [PfWeist. I 125 (RO-Bistschd)]. — RhWB Rhein. VII 394; ElsWB Els. II 230/31; Bad. I 98.
 
 
aus-ringen st.: die Wäsche a. 'zusammendrehen, um das Wasser zu entfernen', nach gemeinsprachl. auswringen [Pirmas Frauen d. mittl. u. jüng. Gener. (Otterstetter 101)]; meist dafür PfWB ausdrehen.
 
 
aus-rinnen st.: 'durch Rinnen leer werden', ausrinne, meist im Part. Perf. 's Faß is ausgerunn [Kaislt, allg.]. RhWB Rhein. VII 444.
 
  
aus-roden schw.: 'mit der Wurzel herausnehmen und tilgen', ausrodde [ WD-Niedkch ZW-Käshf KL-Olsbr]; vgl. PfWB ausrotten. a. 1529: von etlichen wißen vber Rin Hecken vß zu roden vnd eben zu schleyffen [SpeyGgHospR]. a. 1604: keinen Weingarten außzurotten [Lgb. 120 Bl. 29 (FR-Tiefth)]. RhWB Rhein. VII 477.
 
 
aus-rollen schw.: den Teig a. 'dünn rollen', wie schd., ausrolle [verbr., bes. junge Gener., Lambert Penns 18]. RhWB Rhein. VII 492.