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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-rauben bis Aus-rede (Bd. 1, Sp. 464 bis 465)
 
aus-rauben, schw.
aus-räuchern, schw.
aus-raufen, schw.
aus-raumen, schw.
aus-räumen, schw.
aus-rechen, schw.
aus-rechnen, schw.
aus-recheln, schw.
Aus-rechnung, f.
Ausrech-rassel, f.
aus-rechten, schw.
Aus-rechtung, f.
Aus-rede, f.
aus-reden, schw.
aus-reden, schw.
aus-regnen, schw.
aus-reiben, st.
aus-reichen, schw.
aus-reifen, schw.
aus-reisen, schw.
aus-reißen, st.
Aus-reißer, m.
Ausreiß-stange, f.
aus-reiten, st.
aus-renken, schw.
aus-rennen, schw.
aus-ribbeln, schw.
aus-richten, schw.
aus-ringen, st.
aus-rinnen, st.
aus-roden, schw.
aus-rollen, schw.
aus-rotten, schw.
aus-rotzen, schw.
aus-rözen, schw.
aus-ruchen
aus-rücken, schw.
aus-rufen, st.
Aus-rufer, m.
Aus-rufung, f.
aus-ruhen, schw.
aus-ruchen, schw.
aus-rugen, schw.
aus-rupfen, schw.
aus-rütschen, schw.
aus-rutschen, schw.
Aus-saat, f.
aus-säckeln, schw.
aus-säen, schw.
Aus-sage, f.
aus-sagen, schw.
aus-sägen, schw.
aus-sässig, Adj.
Aus-satz, m.
aus-sätzig, Adj.
aus-saufen, st.
aus-saugen, schw.
aus-schaben, schw.
aus-schachten, schw.
aus-schälen, schw.
aus-schalten, schw.
aus-schämen, schw.
aus-schänden, schw.
Aus-schank, m.
aus-schapieren, schw.
aus-schärren, schw.
aus-scharren, schw.
aus-schaufeln, schw.
Ausschaufel-pickel, m.
aus-scheiden, st.
aus-scheißen, st.
aus-schellen, schw.
aus-schelten, st.
aus-schenken, schw.
aus-scherig, Adj.
aus-schicken, schw.
aus-schinden, st.
aus-schirren, schw.
aus-schlafen, st.
Aus-schlag, m.
aus-schlagen, st.
Ausschlag-kraut, n.
Ausschlag-wald, m.
aus-schlappen, schw.
aus-schlecken, schw.
aus-schleifen, st.
aus-schleimen, schw.
aus-schlenkern, schw.
aus-schleudern, schw.
aus-schließen, st.
aus-schlitzen, schw.
aus-schlüpfen, schw.
aus-schmeißen, st.
aus-schmieren, schw.
aus-schnaffeln, schw.
Aus-schnaffler, m. f.
Aus-schnafflerin, m. f.
aus-schnappen, schw.
aus-schnaufen, schw.
Aus-schnaufer, m.
  aus-rauben schw.: einen a., wie schd., ausrauwe [allg.].
 
  
aus-räuchern schw.: 'durch Rauch vertreiben'; de Fuchs ausräichere [ KU-Schmittw/O, allg.]. Ein unbequemer, aufdringlicher Mensch gheert mit Wacholder ausgeraichert [VPf]. RhWB Rhein. VII 158; Bad. I 97.

 


Aus den Nachträgen
 
  aus-raufen schw.: 'herausrupfen'. Do kennt mer sich grad die Hoor ausraufe [Kaislt]. —


 
   aus-raumen, -räumenschw.:
1. 'einen Raum leer machen'; die Stubb ausraume, -raame, -roome, -rääme, -räime (s. PfWB abräumen) [allg.]. RA.: Es is ausgeraamt, de Dinjer 'Tüncher' kann kumme, wenn einem das Geld ausgegangen ist [ KL-Bann]. a. 1541: Item 6 β Pf. Hannsen ... 6 tag alt stein außzurawmen [Spey-GgHospR]. —
2. einem 's Hern 'Gehirn' ausraame 'einen von dummen oder quälenden Gedanken befreien' [KB-Bischh, verbr.].
 
 
aus-rechen schw.: die Frucht ausreche 'mit dem Rechen von Stroh und groben Verunreinigungen reinigen' [verbr.].

[Bd. 1, Sp. 465]

 
   aus-rechnen, -rechelnschw.:
1. 'durch Rechnen herausbringen, berechnen'; die Ufgab ausrechle (-rechne) [allg.]; uf de Penning a. 'genau rechnen' [verbr.]. RA.: Er kann sei Lohn net ausrechele, von einem Dummen [ KU-Schmittw/O]. —
2. Part. Perf. ausgerechelt (-gerechent) in Verb. mit einem Subst. oder Pron., ausgerechelt der, ausgerechelt du usw., 'gerade der', 'gerade du' [allg.]. — RhWB Rhein. VII 211; ElsWB Els. II 225; Bad. I 97.
 
 
Aus-rechnung f.: wie schd., Ausrechling [VPf].
 
  
Ausrech-rassel f.: 'Haufen ausgerechter Steine', Ausrechrassel [ PS-Schönau]. — Rassel ist Abl. von rasseln.ElsWB Els. II 284; Nass. 332.
 
 
aus-rechten schw.: 'entrichten' a. 1526: vnd wer jnß 'es' sach daß sy den tzinß nit vß rechten [Kurpf. 884 (RO-Duchr)]; vgl. PfWB ausrichten 5. — Zu mhd. ūʒrëhten 'aufs Rechte bringen', Lexer Lexer II 2027.
 
 
Aus-rechtung f.: 'gerichtliche Erledigung'. a. 15. Jh.?: so soll man den ankleger vszrachtung thun, das gericht duncket vnd wiset, dasz recht sy [PfWeist. I 245 (LA-Diedf)].
 
  
Aus-rede f.: 'Ausflucht', Ausredd [allg.]. Das is e fauli (faule) A.! umgspr. [allg.]. Der is voll Ausredde wie e Hund voll Fleh [ KB-Kerzh]. SprW.: E gudi Ausredd is a was wert, ... is drei Batze wert [verbr.], ... is e Leb Brot wert [ Don Gal Buch]. En schlechti Ausred is besser as gar keni [Fogel Prov. Penns S. 12]. E Ausredd un e Nudelbrett is in jedem Haus [ Gal-Bolech]. — Rhein. VII 226; ElsWB Els. II 235; Bad. I 97.