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aus-kundschaften bis aus-lassen (Bd. 1, Sp. 454 bis 456) | |||
aus-kundschaften, schw. Aus-kunft, f. aus-kurieren, schw. aus-lachen, schw. aus-laden, st. Aus-lage, f. Aus-länder, m. aus-ländig, Adj. aus-ländisch, Adj. aus-langen, schw. aus-läppern, schw. aus-lassen, st., schw. aus-lauben, schw. Aus-lauf, m. aus-läufeln, schw. aus-laufen, st. Aus-läufer, m. Auslauf-graben, m. aus-läuten, st. aus-laxieren, schw. aus-leben, schw. aus-lechern, schw. aus-lecken, schw. aus-leeren, schw. aus-legen, schw. aus-lehmen, schw. aus-lehnen, schw. aus-leiden, st. aus-leiern, schw. aus-leihen, st. aus-lernen, schw. Aus-lese, f. aus-lesen, st. aus-lichten, schw. aus-liefern, schw. aus-lochen, schw. aus-löffeln, schw. aus-löschen, schw. aus-losen, schw. aus-lüften, schw. Aus-lug, m. aus-luren, schw. aus-machen, st. u. schw. Aus-machen, n. Ausmach-messer, n. aus-mähen, schw. aus-malen, schw. Aus-mann, m. Aus-märker, m. aus-märkisch, Adj. aus-marschieren, schw. aus-mauern, schw. aus-meißeln, schw. aus-melken, st. aus-mergeln, schw. aus-merken, schw. aus-merzen, schw. aus-messen, st. aus-misten, schw. aus-mustern, schw. aus-nähen, schw. Aus-nahme, f. ausnahms-weise, Adv. aus-nasen, schw. aus-neckeln Ausnehm-messer, n. aus-nehmen, st. aus-nickeln, schw. aus-nützen, schw. aus-packen, schw. aus-pappeln, schw. aus-patschen, schw. aus-pechen aus-peitschen, schw. aus-pfeifen, st. aus-pflanzen, schw. aus-pflückeln, schw. aus-pflücken, schw. aus-pflügen, schw. aus-pichen, schw. aus-pichsen, schw. aus-pickeln, schw. aus-picken, schw. aus-pitschen, schw. aus-plappern, schw. aus-platschen, schw. aus-plaudern, schw. aus-plündern, schw. aus-posaunen, schw. aus-powern, schw. aus-pressen, schw. aus-prosten, schw. aus-pumpen, schw. aus-putteln, schw. aus-putzen, schw. Aus-putzer, m. aus-quäckeln, schw. aus-quartieren, schw. aus-quatschen, schw. aus-quetschen, schw. | [Bd. 1, Sp. 455] 1. 'Bescheid, Nachricht', nach dem Schd; jemand Auskunft gewwe [allg.], -kuneft [ HB-Kirrbg]. — 2. 'Auskommen, Lebensunterhalt' [ FR-Bockh]. — LothWB Lothr. 523; Bad. I 95. 1. einen a. 'verlachen, verspotten', auslache [allg.]. RA.: Loß dich net auslache! 'Was du sagst, ist Unsinn' [verbr., auch Gal]. Spottruf der Kinder im Singsang gesprochen (wobei diese den Zeigefinger der rechten Hand über den der linken hin- und herbewegen): Ätsch, ätsch, ausgelacht, moje is die Fasenacht [Kaislt]. Schawe, schawe Riewel, ägs ägs ausgelacht! [BZ-Dernb, verbr.]. KR.: Do stehn ich uf de Kanzel un predich wie e Amschel, do kummt die Maus un lacht mich aus, do is die ganze Preddich aus [ KU-Diedk LU-Friesh Böhl LA-Wollmh Gal-Dornf]; s. auch Wilde 10. — 2. sich a. 'sich sattlachen'. Jetz lach dich mol aus! (daß du endlich mal Ruhe gibst) [allg.]. — RhWB Rhein. V 15; LothWB Lothr. 523; ElsWB Els. I 547; Bad. I 95. 1. e Schiff, e Waggon auslade (-lare) 'entladen' [allg.]; vgl. PfWB abladen. — 2. sich a. 'sich übergeben, erbrechen' [ HB-Lu'thal]. — RhWB Rhein. V 34; Bad. I 95. 1. 'das im Schaufenster Ausgelegte'; e scheeni Auslag (-lāg, -lāx) [allg.]. — 2. Pl. 'Unkosten', nach dem Schd. Ich hab viel Auslage g'habt [Lu'haf]. 1. 'wer ausländisch ist', Auslänner [verbr.]. a 1566: Item 5 Schilling sint uffgangen alß mir bey den außlender 'in den Nachbardörfern' gult han gesamelt [SSpKirchenrechnungen Nr 63 (BZ-Wernbg)]. — 2. 'Dinge aus dem Ausland', z. B. Eier, Hähnchen u. dgl. — Zu mhd. ūʒant 'außerhalb der Gemarkung gelegenes Gut'. 1. 'ausholen', mit der Hand, mit den Beinen auslange [VPf]; vgl. PfWB ausholen. — 2. 'ausreichen' [VPf Lambert Penns 17]. — RhWB Rhein. V 109; Bad. I 95. [Bd. 1, Sp. 456] zu PfWB lappen 'saugen'. — RhWB Rhein. V 129. 1. Butter, Schmalz, Speck a. 'durch Erhitzen zerlassen und von allem, was nicht Fett ist, befreien', auslosse [fast allg., bes. VPf], -lorre, -lolle [westl. WPf], -lonn [ WD-Niedkch]. Rohes Schmalz und Speck werden dabei meist in kleine Würfel geschnitten; die Rückstände sind die Griewe 'Grieben'. Bei Butter heißt das Ergebnis des Auslassens: ausgelossener, seltener ausgekochter und ausgesottener Butter [mittl. u. südl. WPf VPf], Schmelzbutter [NPf u. Westteil der nördl. VPf], Butterschmalz [mittl. u. südl. WPf]. Auch Honig wurde, ehe man die Schleuder kannte, ausgelassen. Zu diesem Zweck zerschnitt man die Honigwaben und ließ sie in einer irdenen Seihe und dann im warmen Backofen auslaufen. — 2. a. Loß mich aus mit dem! 'Laß mich damit in Ruhe' [SPf]. — b. Er loßt sei Zorn (an einem) aus [allg.]. — c. Adj. ausgelassen s. d. — 3. sich a. 'sich äußern'. Er loßt sich net gern aus iwwer die Sach [verbr.]. — 4. etwas a. 'weglassen', z. B. ein Wort beim Lesen [allg.]. — RhWB Rhein. V 143/44; LothWB Lothr. 523; ElsWB Els. I 611; Bad. I 95.
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