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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-klügeln bis aus-kommen (Bd. 1, Sp. 452 bis 453)
 
aus-klügeln, schw.
aus-klugen, schw.
aus-knäubeln, schw.
aus-kniffeln, schw.
aus-knipsen, schw.
aus-knobeln, schw.
aus-knöcheln, schw.
aus-knücheln, schw.
aus-kobern, schw.
aus-kochemen, schw.
aus-kochen, schw.
aus-kommen, st.
Aus-kommens, n.
Aus-kommen, n.
aus-kosten, schw.
aus-kotzen, schw.
aus-kramen, schw.
aus-kratzen, schw.
aus-krätzen, schw.
aus-krauten, schw.
aus-kreischen, st.
aus-kriechen, st.
aus-kugeln, schw.
aus-kundschaften, schw.
Aus-kunft, f.
aus-kurieren, schw.
aus-lachen, schw.
aus-laden, st.
Aus-lage, f.
Aus-länder, m.
aus-ländig, Adj.
aus-ländisch, Adj.
aus-langen, schw.
aus-läppern, schw.
aus-lassen, st.,  schw.
aus-lauben, schw.
Aus-lauf, m.
aus-läufeln, schw.
aus-laufen, st.
Aus-läufer, m.
Auslauf-graben, m.
aus-läuten, st.
aus-laxieren, schw.
aus-leben, schw.
aus-lechern, schw.
aus-lecken, schw.
aus-leeren, schw.
aus-legen, schw.
aus-lehmen, schw.
aus-lehnen, schw.
aus-leiden, st.
aus-leiern, schw.
aus-leihen, st.
aus-lernen, schw.
Aus-lese, f.
aus-lesen, st.
aus-lichten, schw.
aus-liefern, schw.
aus-lochen, schw.
aus-löffeln, schw.
aus-löschen, schw.
aus-losen, schw.
aus-lüften, schw.
Aus-lug, m.
aus-luren, schw.
aus-machen, st.  u.  schw.
Aus-machen, n.
Ausmach-messer, n.
aus-mähen, schw.
aus-malen, schw.
Aus-mann, m.
Aus-märker, m.
aus-märkisch, Adj.
aus-marschieren, schw.
aus-mauern, schw.
aus-meißeln, schw.
aus-melken, st.
aus-mergeln, schw.
aus-merken, schw.
aus-merzen, schw.
aus-messen, st.
aus-misten, schw.
aus-mustern, schw.
aus-nähen, schw.
Aus-nahme, f.
ausnahms-weise, Adv.
aus-nasen, schw.
aus-neckeln
Ausnehm-messer, n.
aus-nehmen, st.
aus-nickeln, schw.
aus-nützen, schw.
aus-packen, schw.
aus-pappeln, schw.
aus-patschen, schw.
aus-pechen
aus-peitschen, schw.
aus-pfeifen, st.
aus-pflanzen, schw.
aus-pflückeln, schw.
   aus-klügeln schw.:
1. 'auf spitzfindige Weise ersinnen', auskligle [KB-Biedh Klein Prov. 28]. — Syn. mit aus-: ausknäubeln, -kniffeln, -knobeln, -knöcheln, -senkeln, -studieren, -tüfteln, -ziffern.
2. Das is en ganz Ausgeklischelter 'ein ganz Schlauer' [ NW-Lambr]; vgl. PfWB ausgeklugt. — Bad. I 95.
 
  
aus-klugen schw.: 'ausspionieren', auskluche [ HB-Limb KU-Theisbgstg Don-Schowe], 'ausspähen', -klugen [Klein Prov.]; vgl. PfWB auskundschaften. Davon das Adj. PfWB ausgeklugt 'sehr schlau' s. d.
 
  
aus-knäubeln schw.: ein Ding a. 'auf schlaue Weise einen Plan entwerfen', ausknewwele [ LU-Opp]; vgl. PfWB ausklügeln. — Das Grundw. ist Iterativum zu knauben 'fest anstoßen, quetschen', auch 'mit Überlegung an etwas arbeiten'. Rhein. IV. 878 (ausknauben).

[Bd. 1, Sp. 453]

 
   aus-kniffeln schw.: 'durch Nachdenken finden', auskniffele [ KL-Lind]; vgl. PfWB ausklügeln. — Zu PfWB Kniff. — RhWB Rhein. IV 945.
 
 
aus-knipsen schw.: 'ausschalten'; 's Licht ausknipse [allg.].
 
  
aus-knobeln schw.:
1. 'durch Knobeln (Würfeln) entscheiden, wer etwas gewinnt'; e Maß Bier ausknowele [KU-Glmünchw u. Umg.]. —
2. etwas a.
a. 'austüfteln', ausknobele [ KU-Herschw/Petth Kaislt BZ-Annw], -knowele [KL-Gimsb u. Umg.]; vgl. PfWB ausklügeln. —
b. 'sich Gedanken über etwas machen', ausknoubele, -knobele [KL-Lind (mittl. Gener. 1951, vorn. Bauarbeiter)]. — RhWB Rhein. IV 968.
 
 
aus-knöcheln, -knüchelnschw.: 'austüfteln'. Das hodder widder (wirre) ganz genau ausgeknichelt [verbr. vorn. WPf], ... ausgeknechelt [verbr. vorn. VPf]; vgl. PfWB ausklügeln. Das knichelt so sei Gickel 'seine Einbildung' aus [Schandein Ged. 191]. — Davon das Adjektiv ausgeknöchelt. Zugrunde liegt die gegenständliche Bedeutung 'von Knochen frei machen'; vgl. PfWB ausbeinen. — RhWB Rhein. IV 1022; ElsWB Els. I 502; Bad. I 95; Nass. 54.
 
 
aus-kobern schw.: sich a. 'nach einer Krankheit sich erholen', sich auskobere [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB herauskobern. — Aus lat. recuperare (mlat. cuperare) 'wiedergewinnen'; vgl. Lexer Lexer I 1658 koberen, DWB DWb. V 1544.
 
  
aus-kochemen schw.: = PfWB auskundschaften.
1. Er dut's auskocheme [ KB-Kriegsf]; vgl. PfWB ausknöcheln. —
2. e Ausgekochemder s. PfWB ausgekochemt. Das Grundw. ist als Simpl. nicht belegt; das Kompos. ist in Anlehnung an auskochen Bed. 2 (s. d.) gebildet. — Aus kochem < hebr. chochom 'klug, weise'. — Bad. I 95.
 
  
aus-kochen schw.: 'herauskochen'.
1. gegenst. Knoche auskoche, für Suppe; Butter, Schmalz a. [allg.]; ausgekochter Butter [verbr. WPf]; vgl. PfWB auslassen 1. Wann die Latwerch net gut ausgekocht is, kommt se wirrer die Stee 'Stiege' (vom Dachboden, wo sie im Topf aufbewahrt wird) erunner [ KU-Schmittw/O]. —
2. übertr. eppes a. 'aushecken, Schlimmes planen'. — RhWB Rhein. IV 1100; Bad. I 95.
 
  
aus-kommen st.:
1. 'herauskommen'. 's is mer ääner (ein Darmwind) auskumm 'entfahren' [Kaislt, verbr.]. a. 1535: da ist eyn steyne gestanden, ist vß kumen [PfWeist. I 128 (IB-Blickw)]. —
2. mit etwas a., z. B. mit Geld, Lebensmitteln [allg.]. Mit viel halt mer haus, mit wennich kummt mer aus [ GH-Schwegh]. Spruch des wahren Jakob auf der Kerwe: Ehr Leit kaaft's eich, sunscht kann's kumme, daß eier Nohkumme mit ehrem Einkumme nimmi auskumme [ LU-Friesh]. —
3. mit einem a. 'mit einem sich vertragen'. Mit dem isch net auszekumme [ BZ-Dernb, allg.]. — RhWB Rhein. IV 1164; LothWB Lothr. 523; Bad. I 95.