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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Aum bis aus-baldiwern (Bd. 1, Sp. 431 bis 432)
 
Aum
Aumit
Aurikel, f.,  n.
aus
aus-ackern
aus-arten, schw.
aus-ästen, schw.
aus-ätzen, schw.
aus-backen, st.
aus-bähen, schw.
aus-baldiwern, schw.
aus-balgen, schw.
aus-bampeln, schw.
aus-bappeln
aus-basen, schw.
aus-bauen, schw.
aus-bauern, schw.
Aus-bedinge, n.
Aus-behalt, m.
Aus-behälter, m.
Ausbehalts-garten, m.
Ausbehalts-kuh, f.
Ausbehalts-vermögen, n.
aus-beinen, schw.
Ausbein-messer, n.
aus-beißen, st.
Aus-beißer, Pl.
aus-beladen, st.
aus-bessern, schw.
Aus-bete, f.
aus-beulen, schw.
aus-bezahlen, schw.
aus-bieten, st.
aus-blasen, st.
aus-bleiben, st.
aus-bleichen, schw.
aus-blottern
aus-bluten, schw.
aus-bluttern, schw.
aus-bohren, schw.
aus-boßen, schw.
aus-braten, st.
aus-brechen, st.
Aus-brechsel, n.
aus-brennen, schw.
aus-bringen, st.,  schw.
aus-brotzeln, schw.
aus-brühen, schw.
aus-brüllen, schw.
aus-brunzen, schw.
aus-brüten
aus-brutzeln
aus-buchstabieren, schw.
aus-bügeln, schw.
Aus-burger, m.
aus-bürsten, schw.
aus-buschieren, schw.
Aus-butz, m.
Aus-bützicht, n.
Aus-dauer, f.
aus-däuhen, schw.
aus-dehnen, schw.
aus-denken, schw.
aus-denkig, Adj.
aus-denkisch, Adj.
aus-dienen, schw.
aus-dividieren, schw.
aus-dörren, schw.
aus-drehen, schw.
aus-dreschen, st.
Aus-druck, m.
aus-drücken, schw.
aus-duddern
aus-dudeln, schw.
aus-einander, Adv.
auseinander-blättern, schw.
auseinander-bringen, st.,  schw.
auseinander-eggen, schw.
auseinander-fahren, st.
auseinander-fallen, st.
auseinander-gehen, st.
auseinander-halten, st.
auseinander-heben, st.
auseinander-kommen, st.
auseinander-machen, schw.
auseinander-nehmen, schw.
auseinander-pflücken, schw.
auseinander-rupfen, schw.
auseinander-scherren, schw.
auseinander-schlagen, st.
auseinander-schrauben, schw.
auseinander-setzen, schw.
auseinander-spratteln, schw.
auseinander-spreiten, schw.
auseinander-treiben, st.
auseinander-wirren, schw.
auseinander-zackern, schw.
auseinander-zetteln, schw.
auseinander-zwirbeln, schw.
aus-eitern, schw.
  Aum s. PfWB Ahm; Aumit s. PfWB Ohmet.
 
  
Aurikel f., n.: 'Gartenschlüsselblume (Primula auricula)', Aurikel, meist Dim. (Pl.), Aurikelcher [WPf nördl. VPf], Auriklich [südl. VPf], Eirikelcher [ KB-Kriegsf], Riggelcher [Pirmas (Wilde)]. — Genus: WPf — f., mittl. u. südl. VPf — n.
 
  
aus
I. Adv.:
1. aus sein.
a. 'außerhalb sein'.
α. Geschderowend waren mer aus 'gingen wir aus' [allg.]; in älterer Mda. fort. De Glan is aus 'über die Ufer getreten' [ KU-Bedb]. —
β. in Abzählreimen 'ausgeschieden sein'. A, be, bu, aus besch du u. ä. [ LA-Nußd, allg.]. —
b. 'zu Ende sein'. D' Schul, d' Stunn, d' Kerch isch aus [südl. VPf, allg.]. Uf Weihnachte is mei Johr aus 'meine Dienstzeit beendet' [mittl. WPf, allg.]. a. 1354: wan sein jar ausz ist [Grimm Weist. V 687 (ZW-Hornb)]. RA.: Jetz is' aus 'Jetzt ist meine Geduld zu Ende' [allg.]; gebräuchlicher: Jetz langt mer's. Vgl. Otterstetter 265. SprW.: So lang 's orjelt, es die Kerch net aus [NPf, verbr.]. VR.: Aus esch Liedl, aus esch de Danz, Siwiele geh hääm un fiedar dei Gans [ LA-Nußd]. —
2. in Verb.
a. mit Verben, s. nachfolgende Stichwörter. —
b. mit anderen Adv.
α. aus und aus 'durchaus, von Anfang bis zum Ende'. a. 1444: die andere tage uß und uß [ZweibrRb I Nr. 541 Bl. 37]. —
β. aus und vorbei. 's es aus un varbei 'unzweifelhaft zu Ende' [ KU-Kaulb, Gal-Dornf]. —
γ. aus un Amen, dass. [ ZW-Battw]. —
δ. aus und ein. Er geht dort aus un in (ein) [allg.]. —
II. Präp. mit Dativ
1. örtlich, wie schd.
a. gegenst. Der is aus der Alde Welt [NWPf, allg.]. Schaff dich aus de Reiser! 'Geh weg!' [ RO-Ruppeck]. —
b. übertr.
α. die Herkunft bezeichnend. Das is aus sekend 'zweiter' Hand [ KU-Hefw]. Das horrer net aus sich 'hat er sich nicht erdacht' [verbr.]. RA.: Er peift aus'm letschde Loch [allg.]. —
β. die Trennung bezeichnend. De Disch is aus'm Leim gange 'zerfällt in seine Teile' [nördl. VPf, allg.]. RA.: Er es aus'm Heis'che 'außer sich' [NPf, allg.]. Er hot sich aus 'm Staab 'Staub' gemach 'hat das Weite gesucht' [WPf, allg.]. —
2. zeitlich. Er is schun aus de Schul 'hat den Besuch der Volksschule schon beendet' [allg.]. —
3. kausal. Aus lauder Zorn saat er de

[Bd. 1, Sp. 432]
ganz Dag kää Wort [Kaislt, verbr.]; vun meer aus 'meinetwegen' [verbr.]; vgl. PfWB an I 4 c. — in Verb. mit Stoffbezeichnungen. Der is wie aus Eise, von einem ausdauernden Menschen [allg.]. SprW.: Aus fremdem Ledder is gut Rieme schneide [ Gal]. — Zs.: gar-, PfWB gerade-, PfWB hie-, PfWB hin-, PfWB jahr-, PfWB Kehr-, PfWB richt-, PfWB Sauf-, PfWB Stab-, PfWB Staub-, vornaus. — F.: aus [allg.], us [lothr. SWPf]. — RhWB Rhein. I 334/35; Saarbr. 12; LothWB Lothr. 522; ElsWB Els. I 77/78; Bad. I 90.
 
 
aus-ackern s. PfWB auszackern.
 
 
aus-arten schw.: 'aus der Art schlagen', ausarde. Der hot sich ausgeart, von einem braven Jungen, der zu einem Tunichtgut geworden ist [KL-Baalbn, verbr.]. RhWB Rhein. I 276; Bad. I 90 ausärteln.
 
  
aus-ästen schw.: 'Bäume beschneiden'; ausäschde [ KL-Fischb], -neschde [ LU-Iggh].
 
 
aus-ätzen schw.: 'abweiden'; a. 1751: Wer sein Grumeth in Zeiten ... nicht gemacht ..., soll nicht länger nachgesehen sondern seine Wieße ausgeätzet werden [Zweibr I 671]. Vgl. PfWB ätzen 1. — RhWB Rhein. I 294.
 
  
aus-backen st.: 'gut durchbacken'. 's Brout esch net ausgebacke [ LA-Nd'hochstdt, allg.]. a. 1613: Weilen Herr Bruch Bredlein 'Brötchen' hübsch und voll ausgebacken [Küchler 89/90 (Kaislt)]. — RhWB Rhein. I 372; ElsWB Els. II 7 usbachen.
 
  
aus-bähen schw.: 'durch Wärme austrocknen', ausbeche (-beχə). Ich setz d'Wäsch zum Ausbeche an de Herd [ GH-Scheibhdt]. — Zu Mhd. bæhen 'durch Umschläge wärmen; Brot rösten', Kluge-Mitzka17. — ElsWB Els. II 22.
 
  
aus-baldiwern schw.: = PfWB auskundschaften, ausbaldiwere [ LU-Friesh]. — Aus rotw. ausbaldowern, Wolf [258]. RhWB Rhein. I 408 (ausbaldowern).