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Pfälzisches Wörterbuch 
 
An-halte bis an-hänglich (Bd. 1, Sp. 247 bis 248)
 
An-halte, f.
an-halten, st.
An-haltens, n.
an-händeln, schw.
An-hang, m.
an-hängen
An-hänger, m.
an-hängig, Adj.
Anhäng-kette, f.
Anhäng-kraut, n.
an-hänglich, Adj.
An-hängsel, n.
an-hauchen, schw.
an-hauen, st.
an-heben
an-hebs, Adv.
an-heimeln, schw.
an-heims, Adv.
an-heischen, schw.
an-heißen, st.
an-heitern, schw.
an-henken
an-henkisch, Adj.
Anhenk-schank, m.
an-herrschen, schw.
an-hexen, schw.
an-himmeln, schw.
an-hin
An-höhe, f.
an-horchen, schw.
an-hören, schw.
an-hüffen, schw.
Anilin, f.
Anilin-medaille, f.
Animo, n.
Anis, m.
Anis-brötchen, n.
Anis-gebäck, n.
Anis-gebackenes, n.
Anis-küchelchen, Pl.
Anis-plätzchen, Pl.
Anis-schnitten, Pl.
Anis-öl, n.
Ank
an-kärteln, schw.
an-karten, schw.
an-käsen, schw.
An-kaute, f.
An-kehre, f.
an-kehren, schw.
Anke(l), f.
Ankel-braten, m.
Anken, m.
Anken-hafen, m.
Anker, m.
an-kläffen, schw.
An-klage, f.
an-klammern, schw.
an-klagen, schw.
An-kläger, m.
an-kleben, schw.
an-kleiden, schw.
an-klingeln, schw.
an-klopfen, schw.
an-knallen, schw.
an-knassen, schw.
an-knebeln, schw.
an-knipsen, schw.
an-knostern, schw.
an-knüpfeln, schw.
an-knurren, schw.
an-knurzen, schw.
an-knussen, schw.
an-knutschen, schw.
an-kochen, schw.
an-kohlen, schw.
an-kommen, st.
An-kommens, n.
an-kotzen, schw.
an-kratzen, schw.
an-krätzen, schw.
an-kreiden, schw.
an-kreischen, st.
an-kriegen, schw.
anksen
Ankser
An-kunft, f.
an-kurbeln, schw.
an-lachen, schw.
An-lage, f.
an-langen, schw.
an-längen, schw.
An-laß, m.
an-lassen, st.
an-latschen, schw.
An-lauf, m.
an-laufen, st.
An-laufchens, n.
an-läuten, schw.  u.  st.
an-lechzeln, schw.
   An-halte f.:
1. = PfWB Anmal1, dort auch Syn. Aanhalt [ RO-Schiersf]. —
2. 'Flur, die als Viehweide verwendet wurde'. a. 16. Jh.: Item wir weisen auch dem Abt drei Anhalten frei (an anderer Stelle: dry anspann, s. PfWB Anspann) [NPfGV 1925, 20 (RO-Odh)].
 
  
an-halten st.:
1. einen oder etwas a.
a. 'zum Stehen veranlassen, zum Stehen bringen', von Menschen, Tieren, Geräten gesagt, aanhalle [WPf NPf nördl. VPf]; vgl. PfWB anheben. 's Wasser aanhalle 'stauen' [ FR-Assh]. RA.: Halt emol de Gaul aan! 'Übertreibe nicht!' [VPf, allg.]. Hall mol die Luft aan!, dass. [WPf, verbr.]. —
b. 'anbehalten', von Kleidungsstücken [verbr.]; vgl. PfWB anlassen. —
2. etwas an jemand (oder etwas) a. 'anlegen'. Hall (Halt) der's mol aan, ob's baßt [verbr.]. —
3. sich a. (anderswo: sich dranhalten), bei der Arbeit, beim Essen, 'tüchtig anpacken, zulangen'. Hall 'n eich bißche (bissi) aan! Grußformel beim Vorübergehen an Arbeitenden [verbr. WPf, KB-Kriegsf Bubh NW-Niedkch Frankeck]. Er halt sich aan wie eener, wo drei Dach nix kriet hot [KU-Bedb, verbr.]. Als gekloppt un aangehall!, Aufforderung zum Essen [ RO-O'mosch]. —
4. sich an etwas a. 'festhalten' [verbr.]; vgl. PfWB anheben I 5. —
5. absolut.
a. sachlich 'andauern'. 's gure Werrer halt noch e paar Daach aan [ LA-Edh, allg.]. WR.: Frieh am Morge Rege halt net lang aan [ LU-Alsh]. Auch Morjeräche und Altweiwerdänz, die halten nit lang aan [FR-Mörsch, Gal Buch, ähnl. Penns]. 's Esse halt net aan 'sättigt nicht anhaltend' [WPf NPf nördl. VPf]; vgl. PfWB anheben I 4. —
b. persönlich.
α. gegenst.; braat (schmal) aanhalle, 'beim Pflügen breite (schmale) Furchen pflügen' [KU-Kaulb, verbr.]. —
β. übertr. 'inständig bitten' [allg.]. Syn. s. PfWB bitten. RA.: Der kann aanhalle wie e Krippel am Weg [allg.], ... wie e kananäisch Weib [ LU-Neuhf SP-Heiligst LA-Gommh], ... wie e Berrelgääs 'Bettelgeiß' [ PS-H'einöd], ... wie e halbverrecktes Scheierdor [ PS-Münchw]. SprW.: Wer aanhalt, gewinnt [Fogel Prov. Penns 29]. a. 1570: auff der andern geräider instandiges anhalten [PfWeist. I 100 (Bergz)]. RA.: Er halt um gut Werrer aan 'bittet um Nachsicht, um Verzeihung' [ KU-Obw/Tiefb, allg.]. —
6. um jemand a., bes. 'um ein Mädchen freien'. Er hot ums Kattche aangehall [allg. ält. Gener.]. —
7. zu etwas a. 'ermahnen, antreiben'; zu de Aarwet (Äärwet) a. [allg.]. — RhWB Rhein. III 156 ff.; ElsWB Els. I 329; Bad. I 52.
 
 
An-haltens n.: 'inständiges Bitten', Oonhales [Don-Werbas (Teuth. 3. Jg., 1926/27, 22)].
 
  
an-händeln schw.: 'anlocken'; de Hund aanhännele [ ZW-Käshf]. Syn. s. PfWB locken.
 
 
An-hang m.:
1. 'Angehörige, bes. Kinder'. Sie kummen mit em ganze Aanhang (zu Besuch) [WPf,

[Bd. 1, Sp. 248]
allg.]. —
2. 'Parteigänger, Kameraden', ironisch. Der mit seim Aanhang! [verbr.]. — RhWB Rhein. III 221/22; Bad. I 52.
 
 
an-hängen s. PfWB anhenken.
 
 
An-hänger m.: 'was angehängt wird', bes. Anhänger an Uhr- und allgemein an Schmuckketten (dafür auch: PfWB Anhängsel), Beiwagen der Straßenbahn, des Omnibusses, des Lastwagens, Aanhänger [allg.]. RhWB Rhein. III 227 ; Bad. I 53 An-henker.
 
 
an-hängig Adj.:
1. 'zugetan, ergeben'. Das Kind is so aanhängich [verbr.]; vgl. PfWB anhänglich. —
2. aanhängich mache 'zur Anzeige bringen', nach dem Schd. [verbr.]; dafür meist aanzeige (anzeigen). —
3. 'zugehörig' a. 1553: Item die kirchen zu Lutzkirchen ist etwan (= einst) der kirchen zu St. Ingwert anhengig gewesen [ABlieskst 35 (IB-Lautzkch)]. RhWB Rhein. III 228; Bad. I 52.
 
  
Anhäng-kette f.: 'Kette zur Befestigung des Hinterpfluges an den Vorderpflug', Aanhängkett [ NW-Elmst].
 
 
Anhäng-kraut n.: 'Klette (Arctium lappa)', Anhängkraut [Umg. Land (Wilde 136)]. Syn. s. PfWB Klette.
 
 
an-hänglich Adj.: wie schd., vgl. PfWB anhängig 1. Mei Hund is aarich aanhänglich [verbr.].