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Pfälzisches Wörterbuch 
 
an-glotzen bis an-grifflich (Bd. 1, Sp. 243 bis 244)
 
an-glotzen, schw.
an-gogsen, schw.
an-graben, st.
an-grapschen, schw.
an-graunzen, schw.
an-grauzen, schw.
an-greifen, st.
An-grenzer, m.
An-griff, m.
an-griffig, Adj.
an-grifflich, Adj.
an-grozen
angsen
Ängser
Angst, f.
Ängst, f.
Angst-ei, n.
ängsterig, Adj.
ängsterlich, Adj.
Ängsterling, m.
Angst-geiß, f.
Angst-häfel, n.
Angst-hase, m.
Ängst-ling, m.
Angst-meier, m.
Angst-peter, m.
Angst-schisser, m.
Angst-und-bang, m.
Angst-vogel, m.
ängstigen, schw.
ängstlich, Adj.
Angst-rohr, n.
Angst-schweiß, m.
an-gucken, schw.
an-haben, schw.
an-hacken, schw.
An-halte, f.
an-halten, st.
An-haltens, n.
an-händeln, schw.
An-hang, m.
an-hängen
An-hänger, m.
an-hängig, Adj.
Anhäng-kette, f.
Anhäng-kraut, n.
an-hänglich, Adj.
An-hängsel, n.
an-hauchen, schw.
an-hauen, st.
an-heben
an-hebs, Adv.
an-heimeln, schw.
an-heims, Adv.
an-heischen, schw.
an-heißen, st.
an-heitern, schw.
an-henken
an-henkisch, Adj.
Anhenk-schank, m.
an-herrschen, schw.
an-hexen, schw.
an-himmeln, schw.
an-hin
An-höhe, f.
an-horchen, schw.
an-hören, schw.
an-hüffen, schw.
Anilin, f.
Anilin-medaille, f.
Animo, n.
Anis, m.
Anis-brötchen, n.
Anis-gebäck, n.
Anis-gebackenes, n.
Anis-küchelchen, Pl.
Anis-plätzchen, Pl.
Anis-schnitten, Pl.
Anis-öl, n.
Ank
an-kärteln, schw.
an-karten, schw.
an-käsen, schw.
An-kaute, f.
An-kehre, f.
an-kehren, schw.
Anke(l), f.
Ankel-braten, m.
Anken, m.
Anken-hafen, m.
Anker, m.
an-kläffen, schw.
An-klage, f.
an-klammern, schw.
an-klagen, schw.
An-kläger, m.
an-kleben, schw.
an-kleiden, schw.
an-klingeln, schw.
an-klopfen, schw.
  an-glotzen schw.: wie schd. Der glotzt em aan wie e Kuh e(n) nei Scheierdor [allg.]. RhWB Rhein. IV 780/81 an-klotzen; Bad. I 51.
 
  
an-gogsen schw.: 'anlügen', aangogse [Zweibr Pirn as NW-Wachh Lambr Frankeck]; 'in harmloser Weise anschwindeln', aangoogse [Kaislt KB-Bischh NW-Mußb]. — Abl. (Intensivum) aus mhd. gogen (= gogelen) 'sich ausgelassen gebärden, hin und her gaukeln, flattern', Lexer Lexer I 1044. RhWB Rhein. II 1294 göksen.
 
 
an-graben st.: 'im Frühjahr mit dem Graben im Garten beginnen', aangrawe [allg.]. Bad. I 51.
 
 
an-grapschen schw.: 'hastig und plump angreifen'. Der muß alles aangrapsche [verbr.]; vgl. PfWB antasten.

[Bd. 1, Sp. 244]

 
  an-graunzen schw.: 'grob anreden', aangraunse [Lambert Penns 10]. Syn. s. PfWB anfahren 2 c. — Das Grundwort graunzen 'knurren' ist Intensivbildung zu graunen wie gleichbedeutendes grunzen zu grunen; DWB DWb. IV 1, 5, 2168.
 
  
an-grauzen schw.: 'zu schimmeln beginnen'. 's Brot is aangegroozt [ NW-Hardbg]. — Abl. von grau.
 
 
an-greifen st.:
1. 'mit den Händen berühren, anfassen'. Kinner dun alles aangreife [allg.]. RA.: Dene muß mer mit Glassee 'Glacéhandschuhen' a., von einem Überempfindlichen gesagt [verbr.]. Volksgl.: Wammer e Buckliche sieht, soll mer ne net a., weil es Unglück bringt [Kaislt]; vgl. HwbAbergl. I 1700. Vgl. PfWB antasten. —
2. 'festnehmen'. a. 1504: das eyn zenttner die ubellteter angriffen soll [PfWeist. I 436 (IB-Erfw)]. a. 1529: ein vbelthetter inn dem gericht ... wehr den angreiffen oder fangen sollt [PfWeist. I 113 (IB-Bierb)]. —
3. 'anfallen, feindlich überfallen'. De Feind hot vun alle Seire aangegriff [WPf, allg.]; auch im geist. Sinne: an de Ehr a., vorn. städt. [verbr.]. —
4. 'anpacken, beginnen'. Ich hab schun frih a. misse (bei der Arbeit) [mittl. VPf, allg.]. Was der aangreift, gelingt 'm [allg.]. —
5. 'zu verbrauchen beginnen'. Er hot sei letschti Mark for dich aangegriff(e) [verbr.]. a. 1469 (1565): wo sie dan daruber nit zaln, ir liegend güther im gericht angreiffen [PfWeist. I 108 (KU-Berzw)]. —
6. 'schädigen, schwächen', nach dem Schd. Die Kur hot ne aangegriffe [VPf, allg.]. Er sieht aangegriff(e) aus.RhWB Rhein. II 1381; ElsWB Els. I 270; Bad. I 51.
 
 
An-grenzer m.: 'Nachbaracker, Nachbargrundstück'; meistenortes mit seiner Längsseite an der Längsseite des eigenen Ackers liegend, seltener mit der Schmalseite auf die Schmalseite oder Längsseite des eigenen Ackers stoßend, Aangrenzer, Aangrenzer [allg.].
 
  
An-griff m.:
1. 'Angriff im Kriege', Soldatenspr., Aangriff. a. 1390: wer dar uber einen angriff oder hant anlegte [Grimm Weist. V 616 (KB-Rams)]. Vgl. PfWB angreifen 3. —
2. 'in Angriff nehmen, beginnen', nach dem Schd. Mer missen des (die Arbeit) in A. nemme [Kaislt, allg.]. —
3. 'Vorrat'. Wammer net schlacht, hot mer im Winder kään Aangriff [KU-Bedb, verbr.]. Er hat kään Aangriff 'kein Betriebskapital' [ ZW-Battw]. — RhWB Rhein. II 1402; Saarbr. 8.
 
 
an-griffig Adj.: 'Was zum Ergreifen und Mitnehmen reizt'. Geld, gutes Obst, teure Ware im Laden, die offen da liegen, sind aan-, aangriffich [WPf NPf].
 
 
an-grifflich Adj.: = PfWB angriffig, aangrifflich [RO-Sippf KL-Weilb KB-Bischh].