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ab-bezahlen bis ab-blatern (Bd. 1, Sp. 11 bis 12) | |||
ab-bezahlen, schw. ab-biegen, st. ab-bieten, st. ab-bilden, schw. ab-bimsen, schw. ab-binden, st. Ab-biß, m. Ab-bitte, f. ab-bitten, st. ab-blasen, st. ab-blatern, schw. ab-blatten, schw. ab-blättern, schw. ab-blauen ab-bleien, schw. ab-blenden, schw. ab-bleuen, schw. ab-blitzen, schw. ab-bocken, schw. ab-bolzen, schw. ab-bößeln, schw. ab-boßen, schw. Ab-brändler, m. ab-brasten, schw. ab-brechen, st. ab-brennen, schw. ab-bringen, st., VPf schw. ab-brockeln, schw. ab-bröckeln, schw. Ab-bruch, m. Abbruch-brett, n. Abbruch-spelz, m. ab-brühen, schw. ab-brüllen, schw. ab-brummen, schw. ab-brusten, schw. Ab-bund, m. ab-bürsten, schw. ab-büßen, schw. ABC, n. ABC-Buch, n. abchen Ab-cherns, n. ABC-Schisser, m. ABC-Schüler, m. ABC-Schütze, m. ABC-Spiel, n. ABC-Stritzer, m. ab-dabern, schw. ab-dachsen, schw. ab-dachteln, schw. ab-dackeln, schw. ab-dämmen, schw. ab-dampfen, schw. ab-dämpfen, schw. ab-danken, schw. ab-deckeln, schw. ab-decken, schw. Ab-decker, m. Ab-deckerei, f. ab-deichseln, schw. Äbdere Äbderhaar ab-dienen, schw. ab-disputieren, schw. ab-dolen, schw. Abdons-tag, m. ab-drehen, schw. ab-dreschen, st. ab-drücken, schw. Abdrucks-bildchen, n. ab-dudeln, schw. ab-dulfen, schw. abe, Adv. Abee abe-fallen, st. abe-gehen, st. ab-eggen, schw. ab-einander, Adv. aben, (Adj.) aben, (Adv.) Abend, m. Abend-blume, f. Abend-brot, n. Abend-dämmerung, f. Abend-duft, m. Abend-essen, n. Abend-flappe, f. Abend-gebet, n. Abend-gelb, n. Abend-himmel, m. Abend-irte Abend-kaffee, m. Abend-luft, f. Abend-mahl, n. Abend-milch, f. Abend-nebel, m. Abend-patsche, f. Abend-rot, n. abends, Adv. | 1. 'verhauen', eigtl. 'über das Knie legen', abbiege (ˈa|bīgə) [ PS-H'weidth NW-Hardbg BZ-Albw], -bieje [ KB-Marnh Boland]. Syn. s. PfWB verhauen. — 2. 'zum Schenken veranlassen', etwa einen reichen Onkel. Den hämmer mol abgeboche [ NW-Mußb Neustdt]. Bad I 2. — 3. eine Sache a. 'ein Vorhaben, die Ausführung eines Planes auf geschickte Weise verhindern', umgspr. [allg.]. 1. trans. a. gegenst. α. ein Kalb a. 'aufziehen', eig. 'von der Kuh entfernen, allein stellen' (und so von der Muttermilch entwöhnen) abbinne (ˈa|binə) [verbr., bes. Don Gal Buch]. Wieviel Kälbcher hänner desjohr abgebunn? [ Gal]. RhWB Rhein. I 699; Bad. I 2. Gebräuchlicher ist PfWB anbinden. Hierher gehört wohl auch die Verw. Ich han'n abgebunn 'beim Wettlauf weit zurückgelassen', Sprache der männl. Jugend [MPf]. — β. ein Glied, eine Ader a. 'unterbinden' (um eine Blutung zu stillen). Er hot die Orer, de Aarm abgebunn(e) krie(ch)t [allg.]. — γ. eine Warze a. 'durch Umwinden mit einem Bindfaden abschnüren und damit beseitigen' [allg.]. En Warz kammer mit re Hoor (mit me seidne Fadem) abbinne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1703, 1704]. — δ. die Wurst a. 'den mit Wurstfülle gefüllten Darm an beiden Enden zubinden', oder 'durch Binden in Einzelwürste abteilen' [allg.]; vgl. PfWB abknüpfen. RA.: Du siehscht aus wie e abgebunneni Worscht, von einem dicken Menschen, der sich in enge Kleider gezwängt hat [Kaislt]. — ε. ein Rad a. 'den lockeren Reifen des Rades enger machen und neu aufziehen' [allg.]. RhWB Rhein. I 699; Bad. I 2. Schun seit Woche hott de Dorfschmidd, Mei(n) Pluggskärchel absebinne [Kunnrädel 48]. — ζ. den Dachstuhl a. '(auf dem Reißboden des Zimmermanns) einrichten' [allg.]; vgl. PfWB Abbund. ElsWB Els. II 59; Bad. I 2. — b. übertr. α. einen a. 'verprügeln', genommen vom Abbinden des Rades (s. o. 1 a ε) [verbr. bes. WPf NPf]. [Bd. 1, Sp. 12] Syn. s. PfWB verhauen. RhWB Rhein. I 699. — β. die Braut a. 'der Braut den Schleier abnehmen', ein Hochzeitsbrauch [ DonGal]. — γ. 'im Handel (bes. Pferdehandel) betrügen' [ KU-Hundh], 'im Klickerspiel alle Klicker abgewinnen'. Er is abgebunn 'aller Klicker verlustig' [ KU-A'glan HB-Nd'gailb]. — δ. sich a. 'übermäßig essen', eig. 'den Magen so vollstopfen, daß er sich abschließt', vgl. Höh 122 [ KU-Diedk RO-Dielkch KL-Lind]. — 2. intrans. 'fest werden', vom Mörtel. De Speis hot (hat) abgebunn(e) [allg.]. 1. einem etwas a., wie schd., abbitte (ˈa|bidə) [allg.]. Der Konfirmand bittet vor der Konfirmation bei Eltern, Geschwistern, sonstigen Verwandten, bei Freunden und Bekannten ab, so Don Gal Buch. In Gal-Dornf wurden hierbei die Worte gesprochen: Verzeih(n) mer, was ich deer (was ich Eich) seleeds 'zu Leide' geduu hun! Schwäb. I 6. — 2. 'sein Amt niederlegen' [ZW-Walshs (1930)]. — Bad. I 2. 1. gegenst. 'durch Blasen entfernen'; de Staab (Stääb) 'Staub' abblose (ˈa|blōsə) [allg.]. — 2. übertr. 'rückgängig machen'. Die Sach 'Anordnung' is abgeblos(e), umgspr. [allg.]. — Bed. 2 zu PfWB blasen 'trompeten' (militär.). — RhWB Rhein. I 749; ElsWB Els. II 166; Bad. I 2.
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