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un+-gezweit bis Unglücks-hafen (Bd. 6, Sp. 911 bis 912) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
un+-gezweit, Adj. un-glaubig, Adj. un-gläubig, Adj. un-glaublich, Adj. un-gleich, Adj. Un-glück, n. un-glücklich, Adj. Unglücks-bote, m. Unglücks-braten, m. Unglücks-ei, n. Unglücks-fall, m. Unglücks-hafen, ON Unglücks-handel, m. Unglücks-jahr, n. Unglücks-kraut, n. Unglücks-mensch, m. Unglücks-rabe, m. Unglücks-stern, m. Unglücks-tag, m. Unglücks-vogel, m. Unglücks-zahl, f. Un-gnade, f. un-grade ungrisch un-grundig, Adj. Ung-stein, ON un-gut, Adj. un-handig, Adj. -händig, Adj. un-handlich, Adj. Un-heil, n. un-heilbar, Adj. un-heimlich, Adj., Adv. un-höflich, Adj. Un-hold, m. Un-holz, n. Uni-form, f. Uniform-knopf, m. Uniform-rock, m. Unikum, n. Unken-bach, f. Unken-funk, m. un-kennig, Adj. un-keusch, Adj. un-klar, Adj. un-kommod, Adj. Un-kosten, Pl. -kösten, Pl. Un-kraut, n. Unkraut-acker, m. Unkraut-samen, m. un-kultiviert, Adj. un-längst, Adv. un-leidig, Adj. -leidlich, Adj. un-leserlich, Adj. un-letz, Adj. Un-lust, m. un-lüstig, Adj. un-majorenn, Adj. un-manierlich, Adj. Un-masse, f. un-mäßig, Adj. Un-mensch, m. un-menschlich, Adj. un-mielich un-modern, Adj. un-möglich, Adj. un-mündig, Adj. Un-muß, m. (n.) f. Un-muße, m. (n.) f. un-musterhaft, Adj. un-musterig, Adj. Un-mut, m. un-mütig, Adj. Un-namen, m. un-natürlich, Adj. un-normal, Adj. un-nötig, Adj. un-nütz, Adj. un-nützig, Adj. un-ordentlich, Adj. Un-ordnung, f. un-paß, Adj. un-päßlich, Adj. un-ranschiert, Adj. Un-rasch, f. un-räsönlich, Adj. Un-rast, f. Un-rat, m. Un-rebe, f. Un-recht, n. un-recht, Adj. unrecht-mäßig, Adj. un-reif, Adj. un-rein, Adj. un-reinig, Adj. Un-ruh(e), f. un-ruhen, schw. un-ruhig, Adj. | 1. 'uneben', -gleich [ KU-Kaulb]. — 2. 'unterschiedlich, unähnlich' [verbr., Lambert Penns 157]. Des isch e ungleich Poor, der Mann isch zwää Kepp greeßer [ PS-Erfw]. — 3. 'unrecht, unkorrekt'. a. 1594 oder früher: und wolts ettwan ein nachpawr dunkken, es giengh ongleich zu in der müllen, der mag ein botten setzten in die mühlen, bis im das seine gemahlen ist [PfWeist. 203 (KB-Bubh)]. — RhWB Rhein. II 1268/69. [Bd. 6, Sp. 912] chen für U.: Wammern Spell 'Stecknadel' ufhebt mit em Kopp gegich em 'gegen sich selbst weisend' [Fogel Beliefs Penns Nr. 448]; uf der Quatember derf mer net wäsche [Fogel Beliefs Penns Nr. 1306]; wammer en Spiggel verbrecht iwwerm Ziege 'während eines Umzugs' sterbt eens oder 's gebt en U. [Fogel Beliefs Penns Nr. 538]; wammer Gäns aadrefft [Fogel Beliefs Penns Nr. 420]; wenn ein Bild (Kalk) von der Wand fällt [ KL-Wörsb]; wenn ein Hase vor einem über den Weg läuft [ KU-Schmittw/O KL-Wörsb]; Klingen im rechten Ohr [ KL-Wörsb]; wenn man von Läusen, von Eiern, von gelbem Obste, von vielem Gewässer und von Blumen träumt [Journ. 7/1790, S. 142-144]. U. in der Ehe: Regen und Schnee am Hochzeitstag [ KU-Hundh, mancherorts], wenn eine Katze beim Weg zur Trauung über den Weg läuft [Frankth]. VR.: Heit nacht es e groß U. passeert: heit nacht es e Floh dorchs Bett (Hemd) marscheert [KL-Katzw, Hebel 111]. RhWB Rhein. II 1282/83; LothWB Lothr. 519; ElsWB Els. I 258. 1. 'kleines, mißgestaltetes, dotter- oder schalloses Ei', Unglicksaai, -ooi, Un- [verbr., Krämer Gal 223]; vgl. Teufels-, Schalchens-, Schales-, PfWB Schalks-, PfWB Windei. Klääne Aajer im Hinkelsnescht sin Unglicksaajer [ LU-Dannstdt]. SprW.: Jedes Hinkel legt alsemol en U. [Fogel Prov. Penns Nr. 865]. Volksgl.: En Unglicksoi muß mer iwern Dach schmeiße oder mer hot kenn Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 877]. Das Unglücksei ist ein Teufelsei, das man nicht essen darf. Man wirft es rücklings über das Dach (um Unglück zu verhüten) [Feierowend 20/1958, KU-Bedb Gumbsw Kaulb Kreimb Kollw Schmittw/O WD-Niedkch Don-Lovrin Krämer Gal 223]. — 2. 'unbefruchtetes Ei' [ HB-O'bexb RO-N'hemsb Semb]. — -fall m.: 'Mißgeschick, Unfall', -fall [ BZ-Dernb]. — -hafen ON: scherzhafte Umbildung des Namens der Stadt Ludwigshafen, Unglickshaffe [ KB-Rüssing]; vgl. PfWB Lumpenhafen. —
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