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Pfälzisches Wörterbuch 
 
über-springen bis Über-strumpf (Bd. 6, Sp. 857 bis 858)
 
über-springen, st.
Über-ständer, m.
über-ständig, Adj.
über-stechen, st.
über-stehen, st.
über-steigen, st.
Über-stoß, m.
Über-stößer, m.
über-strecken, schw.
über-streichen, st.
über-streuen, schw.
Über-strumpf, m.
über-strüpfen, schw.
über-stülpen, schw.
Über-stunde, f.
über-stürzen, schw.
über-tag, Adv.
Über-tenn, n. f.
Über-tenne, n. f.
über-tölpeln, schw.
Über-trag, m.
übertrag-bar, Adj.
über-tragen, st.
über-treiben, st.
Über-treiber, m.
über-treten, st.
Über-tritt, m.
über-trumpfen, schw.
über-tun, st.
über-tuppeln, schw.
über-übermorgen, Adv.
über-vorteilen, schw.
Über-wachs, m.
Über-wälder, m.
über-wallen, schw.
über-wältigen, schw.
über-walzen, schw.
Über-wams, n.,  m.
über-wäschen, schw.
über-weißeln, schw.
über-wenden, schw.
über-wendling(s), Adv.
über-wendlingen, Adv.
Überwendlings-stich, m.
über-werfen, st.
über-wergeln, schw.
über-winden, st.
über-windling(s)
Über-windung, f.
über-wintern, schw.
über-wischen, schw.
Über-wurf, m.
über-zackern, schw.
Über-zahn, m.
über-zeitig, Adj.
über-zeugen, schw.
Über-zieche, f.
über-ziehen, st.
Über-zieher, m.
Überzieh-strumpf, m.
über-zuckern, schw.
Über-zug, m.
über-zwerch, Adj.
übig, Präp.
Ubing
üblich, Adj.
U-boot, n.
übrig, Adj.,  Adv.
übrig-bleiben, st.
Übrig-bleibsel, n.
übrig-lassen, st.
Übung, f.
Übing, f.
Ubing, f.
Übungs-marsch, m.
Übungs-stunde, f.
Uchtel, Gen.?
Ucht-weide, f.
Udam, m.
Uddel
uf
Ufer, n.  (m.)
Ufer-schwalbe, f.
uffe
Uffrasch
Uflood
uh, Interj.
Uhm
Uhr, f.
Uhr-blume, f.
Uhr(en)-armband, n.
Uhr(en)-bampel, f.
Uhr(en)-deckel, m.
Uhr(en)-fabrik, f.
Uhr(en)-feder, f.
Uhr(en)-gehäuse, n.
Uhr(en)-geschäft, n.
Uhr(en)-gesicht, n.
Uhr(en)-gewicht, n.
Uhr(en)-glas, n.
   über-springen st.:
1.
a. 'über ein Hindernis, einen Graben usw. springen', iwwerspringe [ BZ-Dernb]; sonst meist PfWB darüberspringen. —
b. 'von einem Gegenstand zum andern überspringen', bes. von Funken, vom Blitz [ LU-Alsh BZ-Dernb]. —
2. übertr. 'etwas (in der Reihenfolge) auslassen, übergehen' [verbr.]; e Zeil i. 'eine Textzeile beim Lesen überspringen' [ LU-Friesh]; e Klass i. [Kaislt]. Ich bin iwwersprunge worre 'Man hat mich übergangen' [ LU-Alsh]. Mer sell kän Mahlzeit i. [ BZ-Dernb]. — RhWB Rhein. IX 21/22; ElsWB Els. II 559.
 
  
Über-ständer m.:
1. 'einzeln stehengelassener Baum', Forstausdr., Iwwerstänner [ KU-Adb KL-Rodb BZ-Lug]; vgl. PfWB Überhalter. —
2. 'älterer Junggeselle, Hagestolz' [KU-Adb Nußb RO-Dielkch Münstapp KL-Alsbn KB-Kriegsf]; Syn. s. PfWB Übergänger 1 a. —
3. 'Ziege, die (noch) nicht trägt' [ RO-Als KB-Mauchh]. — RhWB Rhein. IX 14.
 
  
über-ständig Adj.: 'überfällig, die Zeit der Reife überschritten habend', bes. von Bäumen (Forstausdr.), seltener Obst, iwwerstännich [ PS-Geisbg LU-Altr Neuhf NW-Geinsh BZ-Dernb Lug Silz GH-Hördt]; vgl. PfWB rückgängig. Die Ääche sinn i. 'Die Eichen müßten längst gefällt sein' [ LU-Neuhf]. ElsWB Els. II 603. — -stechen st.: 'übertrumpfen', beim Kartenspiel, -steche [mancherorts]. RhWB Rhein. IX 22. — -stehen st.:
1. 'heraus-, hervorragen'. Die Wand steht do e bißche iwwer [ KL-Ottb]. Volksgl.: Buhne blanzt mer im iwwerstehede (Mond), d. h., wenn die Spitzen des Mondes nach oben stehen [Fogel Beliefs Penns Nr. 943]. —
2. '(eine Gefahr, Widrigkeit) überdauern, durchhalten', -stehe, -stihn, u. a., s. PfWB stehen [verbr., Lambert Penns 88 Krämer Gal 221]. Er hot die Kranket iwwerstann [ LU-Opp]. —

[Bd. 6, Sp. 858]
RhWB Rhein. IX 22; ElsWB Els. II 566. — -steigen st.:
1. 'über etwas steigen', -steie, -steiche [vereinzelt]. —
2. 'übertreffen'. Die Ausgawe iwwersteie die Einnahme [ FR-Bockh].
 
  
Über-stoß, -stößerm.: 'kleinerer Teil eines Ackers, der auf der anderen Seite eines Pfades, Weges liegt', Iwwerstoß [ LA-Altd], -stouß [ LU-Altr], Dim.: -steeßel [ FR-Lambsh Studh NW-Geinsh Gönnh LA-Böbing GH-Westh], -stäißel [ LA-Herxh Nd'hochstdt O'hochstdt GH-Zeisk]; vgl. PfWB Überlappen. De Acker hot e I. [ LA-Nd'hochstdt], -steeßer [ NW-Haßl Spey], -stäißer [ LU-Altr].
 
  
über-strecken schw.: 'den Wein zu sehr verdünnen', iwwerstrecke [ LA-Venn]; vgl. PfWB strecken 2. — -streichen st.: 'bestreichen, mit Farbe überdecken', -streiche [mancherorts]; vgl. PfWB übermalen. De Dincher muß die Wand zwäämol i. [ BZ-Dernb]. Beim Backe werd 's Brot mit Wasser iwwerstriche [ LA-Maik]. RhWB Rhein. IX 22. — -streuen schw.: 'etwas darüberstreuen', -strääe [ LA-Venn]. De Dampknopp werd ... mit Zucker iwwerstreet [Penns DeitschEck 23. 1. 1937]. RhWB Rhein. IX 22.
 
 
Über-strumpf m.: 'Strumpf, der über das Hosenbein oder einen anderen Strumpf gezogen wird; Gamasche', Iwwerstrump, meist Pl. -strimp [mancherorts]; vgl. PfWB Überziehstrumpf. RhWB Rhein. IX 14.