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Pfälzisches Wörterbuch 
 
über-schaffen bis Über-schrift (Bd. 6, Sp. 854 bis 855)
 
über-schaffen, schw.
über-schießen, st.
Über-schlag, m.
über-schlagen, st.
über-schlau, Adj.
über-schleifen, schw.
über-schmeißen, st.
über-schnappen, schw.
über-schreiben, st.
über-schreiten, st.
Über-schrift, f.
Über-schuh, m.
Über-schuß, m.
über-schütten, schw.
Über-schwang, m.
über-schwänzen, schw.
über-schwappen
über-schwefeln, schw.
Über-schweif, m.
über-schwemmen, schw.
Über-schwemmung, f.
Über-schwenke, Gen.?
über-sehen, st.
Über-seher, m.
über-setzen, schw.
Über-setzung, m.
über-sich, Adv.
über-sichtig, Adj.
über-sichtlich, Adj.
Über-sitz, m.
über-sitzen, st.
über-spannen, schw.
Überspanntheit, f.
über-springen, st.
Über-ständer, m.
über-ständig, Adj.
über-stechen, st.
über-stehen, st.
über-steigen, st.
Über-stoß, m.
Über-stößer, m.
über-strecken, schw.
über-streichen, st.
über-streuen, schw.
Über-strumpf, m.
über-strüpfen, schw.
über-stülpen, schw.
Über-stunde, f.
über-stürzen, schw.
über-tag, Adv.
Über-tenn, n. f.
Über-tenne, n. f.
über-tölpeln, schw.
Über-trag, m.
übertrag-bar, Adj.
über-tragen, st.
über-treiben, st.
Über-treiber, m.
über-treten, st.
Über-tritt, m.
über-trumpfen, schw.
über-tun, st.
über-tuppeln, schw.
über-übermorgen, Adv.
über-vorteilen, schw.
Über-wachs, m.
Über-wälder, m.
über-wallen, schw.
über-wältigen, schw.
über-walzen, schw.
Über-wams, n.,  m.
über-wäschen, schw.
über-weißeln, schw.
über-wenden, schw.
über-wendling(s), Adv.
über-wendlingen, Adv.
Überwendlings-stich, m.
über-werfen, st.
über-wergeln, schw.
über-winden, st.
über-windling(s)
Über-windung, f.
über-wintern, schw.
über-wischen, schw.
Über-wurf, m.
über-zackern, schw.
Über-zahn, m.
über-zeitig, Adj.
über-zeugen, schw.
Über-zieche, f.
über-ziehen, st.
Über-zieher, m.
Überzieh-strumpf, m.
über-zuckern, schw.
Über-zug, m.
über-zwerch, Adj.
übig, Präp.
Ubing
üblich, Adj.
U-boot, n.
  über-schaffen schw.: 'zu viel arbeiten, sich bei der Arbeit übernehmen', iwwerschaffe [mancherorts]. Iwwerschaff dich net!, ironisch zu einem, der nichts arbeitet [Kaislt]. »Bei unserm Landvolke entstehen die Krankheiten zumeist durch das Rothlauf ... Gewöhnlich trägt daran Schuld das Überschaffen - Uebernehmen bei der Arbeit [Schandein Bav. IV,2 403]. — -schießen st.: 'über den Rand, das Ziel hinausschießen', -schieße [ KU-Bedb Schmittw/O LA-Wollmh]. Die Gall is 'm iwwergeschoß 'Er ist zornig geworden' [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. IX 20; ElsWB Els. II 439.
 
 
Über-schlag m.: 'Bewegung des sich Überschlagens, auch best. Turnübung', Iwwerschlaach, -schlag, -schlagg [mancherorts]. RhWB Rhein. IX 14; ElsWB Els. II 456.
 
  
über-schlagen st.:
1. 'einen Schlag überziehen, eine hinhauen', iwwerschlaa'e, -schlage, -schlaache u. a., s. PfWB schlagen [vereinzelt]; Syn. s. PfWB verhauen 1. Schlaa em doch e paar iwwer! [ KB-Kriegsf]. Drohung: Wann dich zuckscht, schlag ich der e paar iwwer! [ BZ-Dernb]. Ich du der e paar i., daß der des Feier aus de Aae fliet (aus den Augen fliegt) [ KB-Mörsf]. —
2. sich ü. 'purzelnd rollen, einen Überschlag machen' [verbr., Lambert Penns 87]. 's Audo hat sich iwwerschlaa un is uf em Dach leiegeblebb [ KL-Ottb]. —
3. etwas ü. 'flüchtig durchrechnen, kalkulieren' [mancherorts, Krämer Gal 221]; ebbes im Kopp i. [ NW-Lambr]. Ich han die Sach emol grob i. [Kaislt]. — RhWB Rhein. IX 20; ElsWB Els. II 458. — -schlau Adj.: = PfWB übergescheit, -schlau [vereinzelt], auch subst. de (die) Iwwerschlau 'überschlaue Person' [ KU-Schmittw/O]; Syn. s. PfWB schlau 1. — -schleifen schw.: = PfWB übereggen, -schlääfe [ LU-Alsh], -schlaafe [ LU-Altr]. — -schmeißen st.:
1.
a. 'jemanden bewerfen', -schmeiße [vereinzelt, Henn Mda.-Int. 269]. RA. (bei Ausschlag am Mund): De Herr Parre horrem (hat ihm) Speckgriewe iwwer- geschmeß [ KB-Kriegsf]. —
b. 'sich ein Kleidungsstück überwerfen'; die Kluft i. [ ZW-Bechhf]. —
2. 'beim Pflügen einige Schollen auslassen'. Der hot e paarmol middem Plugg iwwerschmisse

[Bd. 6, Sp. 855]
[ LA-Gommh]. — RhWB Rhein. IX 20/21. — -schnappen schw.: 'die Kontrolle über den Verstand verlieren, verrückt, dünkelhaft werden', -schnappe [verbr., Krämer Gal 221 Rußl-Spey]; meist nur im Part. Perf.: iwwerg(e)schnappt [verbr.], überschnappt [LU-Alsh Klein Prov. 203]; Syn. s. PfWB verrücken 2 a. Ich schnapp iwwer! [Hartmann Unkel 83]. Der schnappt noch iwwer! [ KU-Kaulb]. Er isch (halwer, total, ganz un gar) iwwergschnappt [GH-Hay, verbr.]. Du bischt jo iwwergeschnappt! [Krieger 42]. Ich kennt vor Glick grad i. [Burgey Keschte 40]. Das isch e Iwwergeschnappter 'ein eingebildeter Mensch' [ IB-Ballw]. — RhWB Rhein. IX 21; ElsWB Els. II 501. — -schreiben st.:
1. 'über etwas anderes drüberschreiben', -schreiwe [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'Besitz übertragen (lassen), einen Besitzwechsel schriftlich bestätigen' [verbr., Krämer Gal 221]. Er hat sich beim Nodär alles i. losse [ ZW-Battw]. — RhWB Rhein. IX 21; ElsWB Els. II 514. — -schreiten st.:
1. 'über etwas gehen', nach dem Schd., -schreide, -schreire [vereinzelt]. —
2. 'über den Rahmen des Üblichen hinaus gehen, Befugnisse überschreiten' [vereinzelt]. Der hat sei Rechde iwwerschritt [ KL-Reichb]. Un hat sein ganze Staatskredit / Un 's Biddschee (Budget) oftmol iwwerschritt [Münch Werke I 79]. — RhWB Rhein. IX 21.
 
 
Über-schrift f.: 'titelartige Inhaltsbezeichnung vor Textabschnitten', Iwwerschrift [vereinzelt Krämer Gal 221]. —