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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Über-rest bis über-schlagen (Bd. 6, Sp. 853 bis 854)
 
Über-rest, m.
Über-rheiner, m.
Über-rock, m.
über-rollen, schw.
über-rücks
über-rumpeln, schw.
Über-saum, m.
über-schaffen, schw.
über-schießen, st.
Über-schlag, m.
über-schlagen, st.
über-schlau, Adj.
über-schleifen, schw.
über-schmeißen, st.
über-schnappen, schw.
über-schreiben, st.
über-schreiten, st.
Über-schrift, f.
Über-schuh, m.
Über-schuß, m.
über-schütten, schw.
Über-schwang, m.
über-schwänzen, schw.
über-schwappen
über-schwefeln, schw.
Über-schweif, m.
über-schwemmen, schw.
Über-schwemmung, f.
Über-schwenke, Gen.?
über-sehen, st.
Über-seher, m.
über-setzen, schw.
Über-setzung, m.
über-sich, Adv.
über-sichtig, Adj.
über-sichtlich, Adj.
Über-sitz, m.
über-sitzen, st.
über-spannen, schw.
Überspanntheit, f.
über-springen, st.
Über-ständer, m.
über-ständig, Adj.
über-stechen, st.
über-stehen, st.
über-steigen, st.
Über-stoß, m.
Über-stößer, m.
über-strecken, schw.
über-streichen, st.
über-streuen, schw.
Über-strumpf, m.
über-strüpfen, schw.
über-stülpen, schw.
Über-stunde, f.
über-stürzen, schw.
über-tag, Adv.
Über-tenn, n. f.
Über-tenne, n. f.
über-tölpeln, schw.
Über-trag, m.
übertrag-bar, Adj.
über-tragen, st.
über-treiben, st.
Über-treiber, m.
über-treten, st.
Über-tritt, m.
über-trumpfen, schw.
über-tun, st.
über-tuppeln, schw.
über-übermorgen, Adv.
über-vorteilen, schw.
Über-wachs, m.
Über-wälder, m.
über-wallen, schw.
über-wältigen, schw.
über-walzen, schw.
Über-wams, n.,  m.
über-wäschen, schw.
über-weißeln, schw.
über-wenden, schw.
über-wendling(s), Adv.
über-wendlingen, Adv.
Überwendlings-stich, m.
über-werfen, st.
über-wergeln, schw.
über-winden, st.
über-windling(s)
Über-windung, f.
über-wintern, schw.
über-wischen, schw.
Über-wurf, m.
über-zackern, schw.
Über-zahn, m.
über-zeitig, Adj.
über-zeugen, schw.
Über-zieche, f.
über-ziehen, st.
Über-zieher, m.
Überzieh-strumpf, m.
  Über-rest m.: 'was als Rest übrig bleibt', Iwwer- rescht [mancherorts, Buffington Penns Var. 246]; vgl. PfWB Überbleibsel, PfWB Ureß. ElsWB Els. II 295. — -rheiner m.:
1. 'Bewohner der anderen Rheinseite', je nach eigenem Standpunkt also 'Badener, Schwabe, Bayer' oder 'Pfälzer', -rheiner [vereinzelt]. Un weil mer still sin un bescheide, / Drum glaawen als die Iwwer-Rheiner, / Sie wären e Schattierung feiner [Münch Werke II 255]. Vun Avanciere war keen Red' / For so e Pälzer Krischer, / E jede gute Stell', die war / De Iwwerrheiner sicher [Ney 130]. Rätselfrage: Wie kommt der Floh vom Rhein herüber? Antwort: Wie ein Überrheiner [Hebel 125]. —
2. Schimpfw. Du Iwwerrheiner! [KB-Bischh, Krämer Gal 221]. —

[Bd. 6, Sp. 854]
RhWB Rhein. IX 10; ElsWB Els. II 265. — -rock m.: 'Überjacke, Mantel', -rock [KU-Bedb Kaulb Odb RO-Sippf KB-Kriegsf NW-Wachh SP-Harths LA-Ranschb Roschb Gundelwein in: PfW 11/1910 16 Lambert Penns 87 Krämer Gal 221]; vgl. PfWB Überzieher. Einen VR. s. PfWB Katzuff. Rhein. IX 10, 14.
 
  
über-rollen schw.: 'darüberrollen', iwwerrolle [ LU-Alsh]. — -rücks s. PfWB überecks. — -rumpeln schw.: 'unvermutet überfallen, angehen (so daß keine Zeit zu Gegenmaßnahmen bleibt), überraschen', -rump(e)le [mancherorts]. RhWB Rhein. IX 20.
 
 
Über-saum m.: 'Überlast, was nicht mehr aufgeladen werden kann'. 14. Jh.?: vnd sol auch keiner nit me hauwen oder laszen ligen in dem walde des dages dan einen vbersaume vngeuerlich (ungefähr) [PfWeist. 235 (NW-Deidh)]. — Grundw. zu mhd. soum 'Last eines Saumtiers' ( Lexer Lexer II 1060).
 
 
über-schaffen schw.: 'zu viel arbeiten, sich bei der Arbeit übernehmen', iwwerschaffe [mancherorts]. Iwwerschaff dich net!, ironisch zu einem, der nichts arbeitet [Kaislt]. »Bei unserm Landvolke entstehen die Krankheiten zumeist durch das Rothlauf ... Gewöhnlich trägt daran Schuld das Überschaffen - Uebernehmen bei der Arbeit [Schandein Bav. IV,2 403]. — -schießen st.: 'über den Rand, das Ziel hinausschießen', -schieße [ KU-Bedb Schmittw/O LA-Wollmh]. Die Gall is 'm iwwergeschoß 'Er ist zornig geworden' [ KU-Schmittw/O]. RhWB Rhein. IX 20; ElsWB Els. II 439.
 
 
Über-schlag m.: 'Bewegung des sich Überschlagens, auch best. Turnübung', Iwwerschlaach, -schlag, -schlagg [mancherorts]. RhWB Rhein. IX 14; ElsWB Els. II 456.
 
  
über-schlagen st.:
1. 'einen Schlag überziehen, eine hinhauen', iwwerschlaa'e, -schlage, -schlaache u. a., s. PfWB schlagen [vereinzelt]; Syn. s. PfWB verhauen 1. Schlaa em doch e paar iwwer! [ KB-Kriegsf]. Drohung: Wann dich zuckscht, schlag ich der e paar iwwer! [ BZ-Dernb]. Ich du der e paar i., daß der des Feier aus de Aae fliet (aus den Augen fliegt) [ KB-Mörsf]. —
2. sich ü. 'purzelnd rollen, einen Überschlag machen' [verbr., Lambert Penns 87]. 's Audo hat sich iwwerschlaa un is uf em Dach leiegeblebb [ KL-Ottb]. —
3. etwas ü. 'flüchtig durchrechnen, kalkulieren' [mancherorts, Krämer Gal 221]; ebbes im Kopp i. [ NW-Lambr]. Ich han die Sach emol grob i. [Kaislt]. — RhWB Rhein. IX 20; ElsWB Els. II 458. —