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über-geben bis über-gucken (Bd. 6, Sp. 844 bis 846) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
über-geben, st. Über-geblüt, n. über-gehen, st. über-gescheit, Adj. über-geschnappt über-gestern, Adv. Über-gewicht, n. über-gießen, st. über-greifen, st. Über-griff, m. über-gucken, schw. über-halten, st. Über-halter, m. Über-hälter, m. Über-hand, f. überhand-nehmen, st. Über-hang, m. über-hängen, st., schw. über-hängisch Über-hängsel, n. über-haspeln, schw. über-hasten, schw. über-hauen, st. über-häufen, schw. über-haupt, Adv. über-heben, st. über-hebig, Adj. Über-hemd, n. über-henkig, Adj. über-holen, schw. über-holz, Adj. über-hoppassen, schw. über-hören, schw. Über-hose, f. Pl. Über-hosen, f. Pl. über-hudeln, schw. über-huien, schw. über-hupfen, schw. über-huppsen, schw. überig1, Präp. überig2 über-jährig, Adv. über-jasten, schw. über-kindig, Adv. über-kleben Über-kleid, n. über-kochen, schw. über-kommen, st. über-kreischen, st. über-kugeln, schw. Über-kummet, n. über-laden, st. Über-lage, f. über-langen, schw. Über-lappen, m. über-lassen, st. Über-last, f. über-lästig, Adj. -lastig, Adj. Über-lauf, m. über-laufen, st. Über-läufer, m. über-laut, Adj. über-leben, schw. über-legen, schw. Über-legens, n. über-leid, Adv. über-leiten, schw. über-lesen, st. Über-luft, f. über-machen, schw. über-malen, schw. über-mannen, schw. Über-maß, n. über-mäßig, Adj. über-mauern, schw. Über-mieder, n. über-morgen, Adv. Über-mut, m. über-mütig, Adj. über-nächst, Adj. über-nachten, schw. über-nächtig, Adj. über-nächtigen, schw. über-nehmen, st. über-pfuhlen, schw. über-plaudern, schw. über-purzeln, schw. über-raschen, schw. Über-raschung, f. über-reden, schw. über-reichen, schw. über-reif, Adj. über-reißen, st. über-reiten, st. über-rennen, schw. Über-rest, m. Über-rheiner, m. Über-rock, m. über-rollen, schw. | 1. 'einem anderen geben, aushändigen', iwwergewwe, -genn, -ginn, s. PfWB geben [vereinzelt, Krämer Gal 221]; de Hof i., dem Sohn [ KU-Bedb]. Der Herr Posthalter ... will dem Jakobb alles i. [Sommer Hausapothek 105]. Ich hun em de Brief iwwergebb [ KU-Schmittw/O]. — 2. sich ü. 'Gegessenes erbrechen' [verbr.]; eher gewählte, gehobene Sprechweise; Syn. s. PfWB brechen A I 3 b. Er hot sich i. misse [ LA-Gommh]. a. 1748: ihm Ohmet Machen hatt sich zu Getragen mit ... Caspar Kisch dass Er sich Neben dass fessel über Geben hatt [MHVPf. 4/1874 18 (Mähderbuch NW-Mußb)]. — RhWB Rhein. IX 16; LothWB Lothr. 262; ElsWB Els. I 196. [Bd. 6, Sp. 845] Pferdekrankheit, Iwwergebliet [ GH-Kand]. 1. a. 'seine Position wechseln, von einem Zustand in einen anderen übergehen', iwwergehe, -gehn, -gäh, -gihn u. a., s. PfWB gehen [mancherorts]; zum Feind i. 'desertieren' [ FR-Bockh]. Die Krankheit, Vergiftung isch ins Blut iwwergange [ GH-Kand, mancherorts]. Die Dore gehn iwwer 'Die Toten gehen in Verwesung über, verbreiten Leichengeruch' [ HB-Kirrbg, vereinzelt]. RA.: Des isch em in Flääsch un Blut iwwergange 'Das kann er ohne zu überlegen, das kann er im Schlaf' [ LA-Gommh]. — b. 'die gewohnte Lage übersteigen, überquellen, überlaufen' [vereinzelt]. Die Lauder es iwwergang 'über die Ufer getreten' [ KU-Roßb]. Er isch arich iwwergang(e) 'Die Leiche ist stark aufgequollen' [Krämer Gal 221]. De Dääg ( Teig) esch iwwergange 'zu sehr aufgegangen' [ LA-Nd'hochstdt]. Die Kuche sein iwwergang, dass. [ KU-Kaulb]. Do gejn aam die Aae iwwer 'Da quellen einem (vor Staunen) die Augen hervor' [ FR-Bockh], aber auch 'Da kommen einem die Tränen' [ LU-Neuhf]. RA.: Die Gall geht mer iwwer 'Ich gerate in Ärger, Zorn' [ RO-Dielkch, mancherorts]. — 2. a. 'auslassen, überspringen, nicht beachten' [verbr.]. Ich sein iwwergang worr, z. B. bei einer Beförderung [ KB-Albish]. Denn derfscht (bei einer Einladung) net iwwergäi [ LA-Gommh]. Mei Schlof (Hunger) isch iwwergange [LA-Impfl]. Er hot die Kranket iwwergang [ RO-Obd]. — b. 'den Zeitpunkt der Befruchtung überschreiten', von Kühen [vereinzelt]. Die Kuh isch iwwergange 'Die Kuh ist nicht trächtig' [ PS-Hintwdth, RO-Obd]. Die Kuh hat's iwwergang 'Die Kuh ist trächtig' [ ZW-Battw]. — RhWB Rhein. IX 16; LothWB Lothr. 262; ElsWB Els. I 190. — -gescheit Adj. : 'übertrieben gescheit', mit dem Beiklang des Überspitzten, Überzogenen, -g(e)scheit [vereinzelt, auch Don Krämer Gal 221]; Syn. s. PfWB schlau 1. Eener, der net lache kann, / Der is doch en armer Mann! / Odder is er iwwerg'scheit [Birmelin Penns Gezw. 142]. ElsWB Els. II 394. — -geschnappt s. PfWB überschnappen. — -gestern Adv. : 'vorvorgestern', -geschdern [ LU-Böhl]. 1. 'unstabiles, kippendes Gleichgewicht', meist in der Wend.: 's Iwwergewicht krie'e 'infolge Vorbeugens, Hinauslehnens usw. aus dem Gleichgewicht kommen und stürzen' [NW-Hardbg, verbr.]. Der hot's I. kriet un is runnerg'sterzt [ NW-Kallstdt]. Gebb acht, sunscht kriggscht's I.! [ LA-Gommh]. — 2. 'zu großes Körpergewicht' [vereinzelt, Krämer Gal 221]. Das hat I., du e bißje (von der Waage) erunner [ Gal-Reichenbach]. Ich han schun widder I.!, sagt die Frau auf der Personenwaage [Kaislt]. — Rhein. IX 10; LothWB Lothr. 262. [Bd. 6, Sp. 846] chen', -greife [ KU-Schmittw/O LU-Friesh NW-Geinsh]. Ich hab mer die Hand iwwergriffe [ NW-Geinsh]. Rhein. IX 16. 1. bestimmter Griff beim Turnen oder Ringen, fachspr., Iwwergriff [ LU-Altr]; vgl. PfWB Untergriff 2. — 2. 'unrechtmäßiger Eingriff in die Rechte eines anderen' [ KU-Schmittw/O LU-Altr]. — Rhein. IX 10. 1. 'drüber hinwegsehen, ignorieren', iwwergucke [LU-Opp, Lambert Penns 87]. Hen sogar noch alde Glucke, / Brauch mer aa net iwwergucke [PennsDeitschEck 16. 5. 1936]. — 2. 'schielen' [ NW-Haßl Spey]; Syn. s. PfWB schielen. —
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