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Setz-acker bis Setzer-ding (Bd. 6, Sp. 81 bis 84) | |||
Setz-acker, m. Setz-baum, m. Setz-diel, m. Setz-dorn, m. Setze, f. Setz-eisen, n. Setzels, n. Setzerles, n. Setzers, n. setzen, schw. Setzer, m. Setzer-berg, m. Setzer-ding, n. Setzerles Setzerling, m. Setzers Setzet, f. Setz-garten, m. Setz-grund, m. Setz-grundbirne, f. Setz-hamen, m. Setz-holz, n. Setz-karpfen, m. Setz-klicker, m. Setz-knebel, m. Setz-korb, m. Setz-kraut, n. Setz-latte, f. Setzling, m. Setzling-stück, n. Setz-loch, n. Setz-pfahl, m. Setz-pflanze, f. Setz-rebe, f. Setz-rechen, m. Setz-schemel, m. Setz-stein, m. Setz-stickel, m. Setz-stück, n. Setz-waage, f. Setz-weg, m. Setz-zwiebel, f. Seuche, f. seufzen, schw. Seufzer, m. seufzern, schw. Seule, f. Seven-baum, m. Siamois Sibb sibern Sibylle, f. sich Sichel, f. Sichel-bein, n. sichel-beinig, Adj. Sichel-blatt, n. Sichel-feder, f. Sichel-griff, m. Sichel-heft, n. Sichel-henke, f. Sicheling, m. Sichel-klinge, f. Sichel-leder, n. Sichel-mond, m. sicheln, schw. Sichel-rücken, m. Sichel-scheit Sichel-schneide, f. Sichel-schwanz, m. Sichel-stich, m. Sichel-stiel, m. Sichel-werg, n. sicher, Adj., Adv. Sicherheit, f. Sicherheits-gard, m. Sicherheits-nadel, f. Sicherheits-spengel, f. sichern1, schw. sichern2, schw. Sicherung, f. sicherungs-nadel, f. Sichling Sicht, f. sicht-bar, Adj. sichten, schw. sichtig sick sickeln sicken Sicken-bach, f. Sicken-tal, n. Sicken-woog, m. Sicker, f. Sicker-dole, f. Sicker-galle, f. Sicker-graben, m. Sicker-kanal, m. sickern, schw. Sicker-platz, m. | [Bd. 6, Sp. 82] zu hauwen uff dem hegenitz [GgHospR]. 1. 'Setzhammer des Küfers zum Anziehen der Faßreifen', Setz [ RO-Schiersf KB-Gauh Zell FR-Albsh BZ-Billh V'weidth]. — 2. s. PfWB Ansetze. — RhWB Rhein. VIII 106; LothWB Lothr. 477; ElsWB Els. II 383. 1. sich s. a. 'eine sitzende Haltung einnehmen, Platz nehmen, sich niederlassen', setze (sędsə) [verbr., Christmann Kaulb 86 Müller Dietschw 58 Schneckenburger 45 Lambert Penns 150 Krämer Gal 198]; Part. Perf. g(e)setzt [verbr.]; Imp. Sg.: setz! [verbr.], Pl. setze(n)! [verbr.], setzt! [vereinzelt]; vgl.: PfWB hocken I 1 a, PfWB sitzen 1 b; Zs.: PfWB ane-, PfWB be- 1, PfWB dahinter-, PfWB daneben-, PfWB daran-, PfWB darauf- 1, PfWB dazwischen-, PfWB her-, PfWB hinaus- 1, PfWB hineinsetzen; s. hääße 'zum Hinsetzen auffordern' [ KU-Schmittw/O]. Setz dich! [Kaislt, verbr.]. Setzen eich! 'Setzt euch!' [LA-Gommh, verbr.]. Setz dich en Mument! [ BZ-Dernb]. Do, setz dich e bissel! [ LA-Birkw]. Do hergesetzt an de Owe! [ KU-Brück]. Wenner (Wollt ihr) eich nit e bissel s.? [ PS-Erfw]. Gehn rein, setzen eich, nehmen eich e Stickel Kuche! Aufforderung an der Kirchweih [ LA-Nußd]. Hol der e Stuhl un setz dich! [ PS-Erfw]. RA.: sich zwische zwää Stihl s. 'es sich mit jeder Seite verscherzen' [ LU-Opp, mancherorts]; sich in die Brennessele (in e Weschpenescht) s. 'starken Widerspruch ernten, mit einem Vorhaben auf Schwierigkeiten stoßen' [ KU-Schmittw/O, vereinzelt]; sich gut (schlecht) s. 'sich gut (schlecht) verheiraten' [KL-Hirschhn, verbr.]; sich uf die Hosse (uf de Arsch, an die Bicher) s. 'tüchtig lernen' [ KB-Stett, mancherorts]. Er setzt sich ufs hoh Roß 'tut hochmütig' [ FR-Bockh]. Er setzt sich uf sein Geld 'ist geizig' [ LA-Nd'hochstdt]. Er hat sich in Posidur gesetzt 'sich würdig hingesetzt' [Krieger 56]. Se setze sich net an ään Disch 'haben Streit miteinander' [ KU-Schmittw/O]. Setz dich emol dorthin, wo Kääsersch Modder gehockt hott, wie se Braut war, Aufforderung an einen unruhigen Menschen, sich zu setzen [ KU-Diedk]. Setzen eich doch e bissel, ehr tragen jo sunscht unsere Kinner die Ruuch enaus!, dass. [BZ-Dernb, Schandein Bav. IV,2 403]. Setz dich uf dein Penning!, dass. [ LU-Böhl]. Volksgl.: Unverheiratete sollen sich bei Tisch net ans Eck s., sonst müssen sie noch sieben Jahre auf ihre Hochzeit warten [ KU-Bedb]. Einen VR. s. PfWB Klara. — b. 'absinken, sich am Boden absetzen' [verbr.]; Zs.: PfWB absetzen 2 a. Es Stroh setzt sich (in der Scheune) [ KL-Enkb]. 's Grab hot sich gesetzt [ BZ-Dernb]. Mer muß de Kaffe sich s. losse [ LU-Friesh, mancherorts]. — 2. 'jemanden an einen bestimmten Platz [Bd. 6, Sp. 83] setzen, in eine bestimmte Position einsetzen' [verbr.]; Zs.: PfWB ab- 1 f, PfWB an- 2, PfWB aus- 1, PfWB ein- I 2 a, PfWB ent- 1, PfWB ver- 1 b, PfWB nebeneinandersetzen. 's Kind werd ufs Brunzhäwwel g'setzt [ NW-Kallstdt]. Denne han se aach uf de rechde Poschde gesetzt, ironisch [Kaislt]. RA.: Jemand uf de Appel s. 'hintergehen' [Krieger 46]. Sie werd net fett, un wann mer se an de Schmalzhawe setzt [ KB-Kriegsf, vereinzelt]. Neckerei: Ääne uf de derre Gaul s., man schiebt einem Ahnungslosen eine Stange zwischen die Beine und hebt sie zu zweit auf und ab, so daß der Gefoppte unsanft reiten muß [Kühn Hamet 124]. a. 1466: das eyn apt zu Wadegassen in dem gericht zu Burgalben eynen scholteßen zu setzen vnd zu entsetzten habe [PfWeist. 207 (PS-Burgalb)]. a. 1484: myn herr von Wadegassen hait eynen meiger zu seczen vnd zu entsetzen [PfWeist. 210 (PS-Burgalb)]. 16. Jh.: so hant die lehenherrn eyn schuczen zu seczen [PfWeist. 828 (FR-Grünstdt)]. — 3. a. 'etwas an eine bestimmte Stelle tun; hinstellen, hinlegen, aufstellen' [verbr.]; Zs.: PfWB ab- 1 a, PfWB auf- 3, PfWB be- 2, PfWB darauf-, PfWB darunter-, PfWB ein- I 1 a, PfWB er-, PfWB hinaus-, unter-, PfWB zurecht-, PfWB zusammensetzen; en Grabstään s. [Land, mancherorts]; e Owe s. 'einen Ofen aufstellen' [Krämer Gal 198]; Hei s. 'Heu auf dem Wagen aufschichten' [ RO-Semb, mancherorts]; die Klicker s. 'die Klicker beim Spiel aufsetzen' [ FR-N'lein]; mim Setze anfange 'beim Mühlespiel' [ NW-Freinsh]; Grummet uf Haiflche s. [ ZW-Battw]. 's Korn setzt mer uf Haunfe [ KU-Schmittw/O]. RA.: de rot Hahn (Kader) uf's Dach s. 'ein Haus, eine Scheune anzünden' [ZW-Battw, verbr.]; kenn Fuß (meh) iwwer d' Schwell (ins Haus) s. 'jemanden infolge Verärgerung nicht mehr besuchen' [ LA-Maik, mancherorts]; e Laus in de Belz s. 'jemanden für eine fixe Idee einnehmen' [ RO-Dielkch, mancherorts], e Floh ins Ohr s., dass. [ LU-Altr, mancherorts]; sich eppes in de Kopp s. [KU-Kaulb, verbr.]; e Kind uf (in) die Welt setze 'ein Kind zeugen, gebären' [ KB-Kriegsf, mancherorts]; de Kopp zwische die Ohre s. 'zurechtweisen' [ KU-Kaulb]; ääm de Stuhl vor die Dier s. 'hinausweisen' [ LU-Opp], enner an die (frisch) Luft s., dass. [ NW-Kallstdt, mancherorts], var die Deer s., dass. [ KU-Bedb]; de Flicke (Placke) newe's Loch s. 'sich vertun, einen Fehler begehen' [ BZ-Dierb, mancherorts]; die Krott uf die Bank s. 'Bankerott machen' [ LU-Böhl]. Er setzt sei Kapp (Hut) wie de Wind geht 'richtet sich nach der herrschenden Meinung' [ KU-Obw/T, vereinzelt]. Setz der ne in de Bussem!, zu Eltern, die ihr Kind verzärteln [mancherorts Gal]. a. 1441: die alt sakrasteie abgebrochen vnden ein ander ende neben den kirchtorm gesatzt worden [Niedhammer 49 (NW-Wachh)]. a. 1504: ob noit were, marcksteyn zu setzen in bann und beryß Erffwiller [PfWeist. 434 (PS-Erfw)]. — b. 'bei einem Spiel, Gewinnspiel, einer Wette setzen' [mancherorts]. Uf den häb ich g'setzt 'Auf den habe ich gewettet' [ BZ-Dernb]. RA.: Der hat alles uf enni [Bd. 6, Sp. 84] Kart gesetzt [Krieger 16]. Heierade es in die Lodderie gesetzt [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]. — c. 'Buchstaben, Text zum Druck setzen' [vereinzelt]. Die Schrift s. losse [ LU-Opp]. Er muß sich in d' Zeidung s. losse 'eine Heiratsanzeige aufgeben' [ LA-Mörzh]. — 4. a. 'pflanzen' [verbr.]; Zs.: PfWB an- 5, PfWB ver- 1 a, PfWB nachsetzen, Planze, Rewe, Duwak, Bohne, Grumbeere, Bääm s. [NW-Haßl, verbr.]. Sämschdag sein die Rummelcher 'Futterrüben' gesetzt worr [ KU-Schmittw/O]. — b. 'zum Brüten hinsetzen', bei Hausgeflügel [verbr.]. Mer han e Gluck gesetzt [ ZW-L'wied, mancherorts]. Die Gluck ('s Hinkel) werd g'setzt [ BZ-Albw, mancherorts]. Die Gluck hot sich elään (allein = 'von selbst') gesetzt [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Wammer die Oier setzt, as uf der Griendunnerschdag gelegt sin, gebt's lauder scheckiche Hinkel [Fogel Beliefs Penns Nr. 871]. — 5. 'etwas in Gang setzen, bewirken, betreiben' [mancherorts]. Die Wiß werd unner Wasser gesetzt [ RO-Rehborn, vereinzelt]. Der setzt Himmel un Erd in Trabb [ LU-Opp]. Er setzt alle Hewel in Bewe'ung [ KU-Schmittw/O]. — 6. im adj. Part. s. PfWB gesetzt. — 7. vgl. die Zs.: PfWB ab- 1 b-e, auseinander-, aus- 2-3, PfWB durch-, PfWB ein-, PfWB ent- 3, PfWB ver- 2, PfWB zusetzen. — RhWB Rhein. VIII 92 ff.; Lothr. 477/78; ElsWB Els. II 382. 1. 'wer das Heu auf dem Wagen aufsetzt, stapelt', Setzer [ BZ-Bindb FR-Gr'niedh]; vgl. PfWB setzen 3 a. — 2. 'wer Pflanzen setzt' [ LA-Mart]; vgl. PfWB Pflanzensetzerin. Volksgl.: Beim Anlegen eines neuen Wingerts müssen alle Setzer betrunken sein, damit der neue Wingert gedeiht [ LA-Mart]. — 3. 'Schriftsetzer' [Kaislt]. — 4. 'wertvollster Klicker' [ GH-Freckf]; vgl. PfWB Setzels; Syn. s. PfWB Schießklikker. — 5. vgl. die Zs.: PfWB Auf-, PfWB Durch-, PfWB Krippensetzer. — RhWB Rhein. VIII 106/07; ElsWB Els. II 384.
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