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stratzeln bis Strauben-birnenkuchen (Bd. 6, Sp. 675 bis 677) | |||
stratzeln, schw. Stratzen, m. stratzen, schw. Stratzer, m. Stratzert, m. Stratz-klicker, m. Strau Straube, f. Straubel, f. strauben, schw. sträuben, schw. Strauben-birnenkuchen, m. Strauben-grund, m. Strauben-kirbe, f. Strauben-trichter, m. Straub-fuß, m. Straub-füßigkeit, f. Straub+-hecke, f. Straub-hünkel, n. straubig, Adj. Straub-igel, m. Straub-kopf, m. sträub-köpfig, Adj. Strauch, m. Strauchel, Gen.? Strauchel-gäßchen, n. strauchelig, Adj. straucheln, schw. Strauch-mörder, m. strauen Straues Strauf, m. Strausel Strauß1, m. Strauß2, m. Strauß-baum, m. Strauß-bohne, f. Strauß-bube, m. Strauß-bursche, m. Straußen-ei, n. Straußen-feder, f. Straußen-mädchen, n. Straußfeder-aster, f. Strauß-kirsche, f. Strauß-narren, Pl. Strauß-predigt, f. Strauß-rede, f. Strauß-träger, m. Strauß-vogel, m. Strauß-wirt, m. Strauß-wirtschaft, f. Strawatz Strawunzel, f. Strawutz Strebe, f. streben1, schw. streben2 Streber, m. strebern, schw. strebsam, Adj. Streb-stange, f. Streck-arsch, m. Streck-balken, m. streck-der-längs, Adv. Streck-draht, m. Strecke, f. strecken, schw. Strecken-arbeiter, m. Strecken-gang, m. Strecken-wärter, m. Streck-rebe, f. Streel Streemen Streffe Streffel streffen Streff-strumpf Streffze Streich, m. Streich-bärren, m. Streich-baß, m. Streich-baum, m. Streich-blech, n. Streich-blume, f. Streich-brett, n. Streiche, f. streicheln, schw. streichen, st. Streicher, m. Streicherei, f. Streich-fetzen, m. Streich-feuer, n. Streich-feuerzeug, n. Streich-garn, n. Streich-holz, n. Streichholz-macher, Pl. Streich-instrument, n. Streich-kapelle, f. Streich-konzert, n. Streich-kraut, n. | 1. 'urinieren', stratzele (dradsələ) [ KB-Gauh Kaislt]; vgl. PfWB stratzen 1 b; Syn. s. PfWB pissen. — 2. 'mit Klickern oder Bohnen schnellern', ein Kinderspiel [ FR-Bockh]; vgl. PfWB stratzen 2. — 3. 'hochmütig umhergehen' in PfWB herumstratzeln; vgl. PfWB stratzen 3. 1. a. 'im Strahl spritzen', von Flüssigkeiten, stratze (dradsə) [ KU-Bedb RO-Feilbg]; vgl. PfWB stritzen 1 a, PfWB strutzen 1; 's Blut stratzt [ KU-Bedb]. — b. 'urinieren' [KU-Bedb Thielen 108]; Syn. s. PfWB pissen. — c. 'strahlartig (mit entsprechendem Geräusch) dünnen Kot ausscheiden, Durchfall haben' [KU-A'glan Kaulb IB-Ensh (Glass 98) NW-Deidh, Krämer Gal 209]. RA.: Er stratzt wie e Gans beim Durchfall [ NW-Deidh]. Er stratzt [Bd. 6, Sp. 676] wie e Reiher [Krämer Gal 209]. — 2. 'mit Klickern oder Bohnen schnellern', ein Kinderspiel (weil man den Klicker von den Fingern wegspritzen läßt) [KU-O'eisb Zweibr (Wilms 52)]; vgl. PfWB stratzeln 2; Zs.: PfWB abstratzen. — 3. a. 'eingebildet oder geckenhaft einhergehen, herumstolzieren' [SP-Harths Spey BZ-Billh Dörrb, Keiler 171 Lambert Penns 144 Krämer Gal 258]; Zs.: PfWB daher-, PfWB dahin-, PfWB herum-, PfWB hineinstratzen. — b. 'prahlen, großtun' [ FR-Gr'karlb]; Syn. s. PfWB prahlen. — 4. 'stehlen, entwenden' [ PS-Bundth]; Syn. s. PfWB stehlen. — RhWB Rhein. VIII 794; ElsWB Els. II 636. 1. 'Spritzer, Flüssigkeitsstrahl', Stratzer (dradsər) [IB-Ensh (Glass 98)]; vgl. PfWB Stratz 1 a, PfWB stratzen 1 a. — 2. 'wer Durchfall hat' [Glass Klutzkopp 106]; vgl. PfWB Stratz 1 b, PfWB stratzen 1 c. — 3. 'stolzer, geckenhafter Mensch, Stutzer' [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB stratzen 3; Syn. s. PfWB Prahlhans. — 4. eine Taubenart [ PS-Vinn]; vgl. PfWB Feldstratzer. — 5. vgl. PfWB Bachstratzer. — RhWB Rhein. VIII 794 Strätzer; ElsWB Els. II 636 and. Bed. 1. 'struppiges, widerborstiges Kopfhaar', Straub [ KU-Kaulb Kreimb], Pl. Straube [Christmann Kaulb 78]. — 2. 'spiralförmiges oder gekräuseltes Gebäck aus einer Art Pfannkuchenteig, der durch einen Trichter in heißes Fett eingelassen und gebacken wird', nur Pl. Strauwe [KL-Gerhbn O'arnb BZ-Sarnst, Seebach Essen 129 ff.], Strauben (nach dem Schd. normalisiert) [Schandein Bav. IV,2 415 Stoll 62, 70, 174], Streiwli, Dim. [Beam Unabridged Penns 153], Streiwlin, Dim. Pl. [Beam Penns 90], Streivlin [Ann Hark/Preston A. Barba: Pennsylvania Dutch Cookery. Allentown 1950 109]; vgl. PfWB Trichterkuchen, PfWB Straubel, PfWB Strubbel 4. »In einer echten Haushaltung sind wenigstens drei Waffeleisen zu treffen. Desgleichen die Strauben oder Stritzen, in Tellerform und von der Dicke eines kleinen Fingers« [Schandein Bav. IV,2 415]. »Ein eigenes Kirbegebäck (zu Pfingsten) ... kennt man in Sarnstall, die Strauben, die in Hörnchenform in Butter gebacken werden. Auch aus dem benachbarten Annweiler sind sie genannt« [Bertram in WestmAbhandl. 5/1941/42 283]. »In Oberarnbach gibt es (bei der Hochzeit) Strauben, die hier ... mit einem eigenen Straubentrichter hergestellt werden. Diese Strauben werden dem jungen Paar gereicht, wenn es seine Verwandtenbesuche macht« [Bertram in WestmAbhandl. 5/1941/42 285]. »Nun zu den Strauwe, mit denen man im Frühjahr besonders liebe Gäste beim Kaffee bewirtete. Man ließ einen [Bd. 6, Sp. 677] zähflüssigen Teig durch einen eigenen Strauwetrichter in siedendes Fett einlaufen« [Müller Gerhardsbrunn 265/66]. — Beide Bed. gehören zu mhd. strûp 'starrend, rauh emporstehend, kraus', bzw. zu mhd. strûben 'starren, rauh emporstehen, sträuben', wobei Bed. 2. schon in spätmhd. strûbe 'eine Art Backwerk' ( Lexer Lexer II 1251) bezeugt ist. — RhWB Rhein. VIII 795; LothWB Lothr. 509 Struwe; ElsWB Els. II 623 Strube; Schwäb. V 1831/32; Schweiz. XI 1947/48 Strübli; DWB DWb. X, III 941/42.
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