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Straß-burg bis Straßen-besen (Bd. 6, Sp. 671 bis 673) | |||
Straß-burg, ON Straß-burger, Adj. Straße, f. Strassel, m. strasselig, Adj. Strässel-kopf, m. Strasseln, Pl. Straßen-anzug, m. Straßen-bahn, f. Straßen-baum, m. Straßen-besen, m. Straßen-besem, m. Straßen-bett, n. Straßen-brunnen, m. Straßen-dreck, m. Straßen-engel, m. Straßen-fest, n. Straßen-front, f. Straßen-gabel, f. Straßen-graben, m. Straßen-hauer, m. Straßen-kandel, f. Straßen-kehrer, m. Straßen-kind, n. Straßen-kitsche, f. Straßen-klamen, m. Straßen-kleid, n. Straßen-kratze, f. m. Straßen-kratzer, f. m. Straßen-krücke, f. Straßen-lampe, f. Straßen-laterne, f. Straßen-licht, n. Straßen-lied, n. Straßen-obst, f. Straßen-papp, m. Straßen-pappel, m. Straßen-perme, f. Straßen-pflaster, n. Straßen-pocheln, Pl. Straßen-räuber, m. Straßen-rech, m. Straßen-rinne, f. Straßen-rütscher, Pl. Straßen-schotter, m. Straßen-seite, f. Straßen-stein, m. Straßen-wacken, m. Straßen-walze, f. Straßen-wärter, m. Straß-feld, ON Straß-gärten, Pl. Straß-wiese, f. stratteln, schw. Stratz, f. Stratz-bohne, f. Stratz-büchse, f. stratzeln, schw. Stratzen, m. stratzen, schw. Stratzer, m. Stratzert, m. Stratz-klicker, m. Strau Straube, f. Straubel, f. strauben, schw. sträuben, schw. Strauben-birnenkuchen, m. Strauben-grund, m. Strauben-kirbe, f. Strauben-trichter, m. Straub-fuß, m. Straub-füßigkeit, f. Straub+-hecke, f. Straub-hünkel, n. straubig, Adj. Straub-igel, m. Straub-kopf, m. sträub-köpfig, Adj. Strauch, m. Strauchel, Gen.? Strauchel-gäßchen, n. strauchelig, Adj. straucheln, schw. Strauch-mörder, m. strauen Straues Strauf, m. Strausel Strauß1, m. Strauß2, m. Strauß-baum, m. Strauß-bohne, f. Strauß-bube, m. Strauß-bursche, m. Straußen-ei, n. Straußen-feder, f. Straußen-mädchen, n. Straußfeder-aster, f. | 1. a. 'befestigter, größerer Verkehrsweg', Stroß (drōs) [verbr. (außer WPf), Bertram § 41, 239 Christmann Kaulb 7, 52 Mang 115 Müller Dietschw 63 Schneckenburger 18 Lambert Penns 145 Krämer Gal 209], (drs) [mancherorts westl. WPf, Castleman 33], Strouß (drōus) [Höh [Bd. 6, Sp. 672] 25 79]; Pl. -e [verbr.]; Dim. Sträßje, Streeßje [WPf], Sträßi [vereinzelt äußerste NPf], Sträßel, Streeßel [VPf], Pl. Sträßjer, Streeßjer [WPf], Sträßelcher, Streeßelcher [vereinzelt mittl. VPf], Sträßle, Streeßle [SPf östl. VPf], Sträßlich, Streeßlich [mancherorts mittl. VPf]; Zs.: PfWB Berg-, PfWB Beunde-, PfWB Distrikts-, PfWB Dorf-, PfWB Fahr-, PfWB Feld-, PfWB Vizinal-, PfWB Gemeine-, PfWB Grund-, PfWB Haupt-, PfWB Heer-, PfWB Holz-, PfWB Kaiser-, PfWB Kirchen-, PfWB Königs-, PfWB Kreuz-, PfWB Land-, PfWB Neben-, PfWB Orts-, PfWB Quer-, PfWB Reichs-, Romander-, PfWB Seiten-, PfWB Staats-, PfWB Wasser-, PfWB Weinstraße; die St. gihn [ KU-Obw/T]; de St. noo gehn [ ZW-Hornb]. Er geht die St. [ RO-Schweisw]. Er geht uf de St. [ KU-Herschw/Petth]. Mer fahren uf de St. [ BZ-Dernb]. Geh der St. noo! [ WD-Niedkch]. Eich kumme vun der St. [ RO-Duchr]. Do misse mer e Stick die St. gäih [ LA-Gommh]. Die St. is net se gehn, wegen ihres schlechten Zustandes [ KL-Reichb]. An de Kerch fihrt die St. nooch links [ LA-Gommh]. Die St. schlängelt sich durchs Dal [Land]. Die wuhnen in de grade St. [ LA-Gommh]. Daß mer sisch maskiert un uf de St. rumlääft, des isch bei uns net [ LA-Gommh]. Iwer naßkalte Strooße laaft de erschte Landstrejcher [Kraus Pädcher 16]. Mer sieht'n so wennich jetzt haus uff de St., / er werd doch net krank sei [Wilms Land und Lewe 61]. RA.: Do hoscht awwer e schlechdi St. gehatt, sagt man, wenn jemand mit viel Kleingeld herausrückt (als sei gewissermaßen das Geld durch das Straßengeholper in kleine Stücke zerfallen) [Kaislt]. Die Stään uf de St. hänn g'holfe, daß die zwää zammekumme sin, von einem Brautpaar [ LU-Opp]. Do leit's Geld uf de St. 'Da wird nicht gespart' [ KU-Bedb], auch in dem Sinn von 'Da kann man (mit den richtigen Ideen) leicht zu Geld kommen' [mancherorts]. RA. bei Trunkenheit: Er braucht die ganz St. [ KU-Schmittw/O]; dem is die Stroß net bräät genung [ ZW-Gr'bundb]; er sieht die St. nimmi [ GH-Freckf]; die St. is em ins Gesicht gefall [Thielen So rerre mer 113]. SprW.: Vollgesoff un die St. is Herr [ KU-Bedb]. Volksgl.: Wammern Krabb (Rabe) uf der St. antrefft, meent's en Leicht 'Todesfall, Beerdigung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 534]. Wann em en Has iwer die St. springt, bedeit's Unglick, awer wanner die St. naus fer em herspringt, bedeit's Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 464]. Einen VR. s. PfWB Fuhrleute. ca. a. 1342: an der alte(n) straße(n) [Lam 1 6r]. a. 1530: stossen vf die Alt Stroeß [GGA 55k (NW-Wachh)]. a. 1547: vonn dem selbenn ann obenn die straaß aussenn bis inn die Seyters [ZweibrOA-Bannb. 68]. o. J.: das lang scheitt abe biß vf die strasz [PfWeist. 242 (BZ-Dernb)]. — b. vgl. PfWB Himmels-, PfWB Jakobs-, PfWB Milchstraße. — 2. häufiger FlN oder Bestandteil von FlN, z. B. Die Alte Straße [ KU-Etschbg]; An (Auf, Bei, Hinter, In, Neben) der Straße usw. [verbr.]; häufiger mit näheren Angaben wie Mainzer Straße [Kaislt], Finkenbacher Straße [ KU-Schmittw/O] usw.; vgl. hierzu Bürgel-, Burg-, Fackel-, Franken-, Herren-, Hir- [Bd. 6, Sp. 673] ten-, PfWB Hoch-, PfWB Kappes-, PfWB Kreuz- 2, PfWB Markt-, PfWB Mühl-, PfWB Reduit-, PfWB Römer-, PfWB Sand-, PfWB Schloß-, PfWB Schmal-, PfWB Schul-, PfWB Spital-, PfWB Synagogenstraße. — RhWB Rhein. VIII 791/92; LothWB Lothr. 508; ElsWB Els. II 635; SSA II / 20.00; 20.50; 21.04; 21.50; Kretschmer 491 ff.
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