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stolpern bis Stolz-fotze (Bd. 6, Sp. 620 bis 622) | |||
stolpern, schw. Stolper-nagel, m. Stolper-nickel, m. Stolper-schuh, m. Stolprian, m. Stolz, m. stolz, Adj. Stolz-arsch, m. Stolzen-berg, ON Stolzen-eck, n. Stolz-fotze, f. Stolz-furz, m. stolzieren, schw. Stopf-blätter, Pl. Stopf-brett, n. Stopf-das-Loch, n. Stopf-dir-das-Loch, n. Stopf-mir-, n. Stopfe, f. Stopf-ei, n. Stopfel, m. Stöpfel, m. stopfeln Stopfen, m. stopfen, schw. Stopfen-blech, n. Stopfen-geld, n. Stopfen-gewehr, n. Stopfen-nase, f. Stopfen-zieher, m. Stopfer, m. Stöpfer, m. Stopfer-nase, f. Stopfert, m. Stöpfert, m. Stopfer-zieher, m. Stöpfes, m. Stopf-gans, f. Stopf-garn, n. stopfig, Adj. Stopf-korb, m. Stopf-kugel, f. Stopflochs-kraut, n. Stopf-mir-das-Loch Stopf-nadel, f. Stopf-nase, f. Stopf-sack, m. Stopfseler, m. Stopfs-loch Stopf-wolle, f. Stoppel, f. Stoppel-acker, m. Stoppel-bart, m. Stoppeler, m. Stoppel-feld, n. Stoppel-futter, n. Stoppel-gras, n. Stoppel-gut, n. stoppelig, Adj. Stoppel-klee, m. Stoppel-kopf, m. Stoppel-krotte, f. stoppeln, schw. Stoppel-pilz, m. Stoppel-rübe, f. Stöppels-buckel, m. Stoppel-stück, n. Stöppels-wetter, n. Stoppel-veilchen, n. Stoppel-weide, f. Stoppel-wein, m. stoppen, schw. Stopper-hohl, f. Stopp-uhr, f. Stopsel, m. Stöpsel, m. Stopseler, m. Stöpseler, m. stopseln, schw. Stopser, m. Stor, m. Stör, f. Storax, m. Storax-besen, m. storaxen, schw. Storaxer, m. Storaxerin, f. storaxig, Adj. Storch, m. storcheln Storchen-baum, m. Storchen-bein, n. storchen-beinig, Adj. Storchen-bier, n. Storchen-blume, f. Storchen-brot Storchen-bruch, m. Storchen-brünnchen, n. Storchen-eck, n. Storchen-flitte, f. | 1. 'beim Gehen einen ungeschickten Schritt machen, beinahe hinfallen', stolbere [KU-Kaulb, mancherorts Hussong Kirkel 146 Krieger 59 Lambert Penns 144 Krämer Gal 208], stolwere (dolwərə) [ KU-Schmittw/O, mancherorts], stolwre [PS-Rodalb (Bernhard 155)], stulpere [ ZW-Bottb]; Part. Perf. g(e)stolbert [vereinzelt Lambert Penns 144], gestolwert [ RO-L'meil]; Zs.: PfWB ab-, PfWB ane-, PfWB daher-, PfWB daran-, PfWB darüber-, PfWB herein-, PfWB herumstolpern; Syn. s. PfWB torkeln. Es zittre die Bän. Bloß nit stolwre! [Kraus Arwed 32]. Mit Sandale hat mer jo awwer aa so eklisch stolpre känne [Kröher Lyoner 110]. RA.: iwwer sei äägene Bää (Fieß, en Strohhalm) st. 'sehr ungeschickt sein' [mancherorts, Brandstätter in: PfMHk. 7/8 1925 S. 172]; iwwer sei Zung st. 'stottern' [ GH-Zeisk]. Mer ment, der det hinner de Ee (Egge) rum st., von einem, der schwerfällig geht [ ZW-L'wied]. Bass owacht un stolber net iwwer die Seegmehllinie!, rufen die Fußballzuschauer, wenn sie mit dem Schiedsrichter nicht zufrieden sind [LU-Friesh Lu'haf (Die Rheinpfalz 28. 1. 1967)]. Die is gestolwert 'hat etwas sittlich Verwerfliches getan' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: E Gaul hot vier Fieß un stolpert aach, als Entschuldigung für einen begangenen Fehler oder Irrtum [mancherorts Don Gal, J. Enders in: Feierowend 1. 9. 1956 S. 6]. Scherzrede: Vorhien bin ich um die Eck g'schlache, do hot's halwer g'stolwert [ LU-Opp]. Volksgl.: Wemmer uf de Gass stolpert, haaßt's, do liegt e Musikant begrawe [ Don-Neufutok]. Links st. bedeit, 's passiert was Gutes, rechts st., was Unangenehmes [Kaislt]. Wammer uf B'such geht un stolpert mit em rechte Fuß is mer willkomme. Wammer mit em linke stolpert, gängt mer besser wieder heem [Fogel Beliefs Penns Nr. 324]. Wann eens vun de Treger 'Totenträger' stolpert, gebt's noch en Leicht [Fogel Beliefs Penns Nr. 573]. Parodie auf ein Volkslied: Der Jäger aus Kurpalz, / der stolpert iwwer de Grumbeeresack / un bricht debei de Hals [ KU-Reiffb]. — 2. 'stockend lesen, stottern' [KL-Reichb vereinzelt VPf]; Zs.: PfWB verstolpern; Syn. s. PfWB verpappeln 1 c. Der stol- [Bd. 6, Sp. 621] bert alle Ritt beim Lese [ KL-Reichb]. — RhWB Rhein. VIII 736; LothWB Lothr. 501; ElsWB Els. II 593 stolperen. 1. 'Überheblichkeit, Hochmut, Eitelkeit', Stolz (dolds, dols) [verbr., Lambert Penns 144 Krämer Gal 208], Stulz (dulds) [ WD-Bub]; Syn. s. PfWB Hochmut 1. RA.: Der weeß vor St. net, wie er sich drehe soll [Krämer Gal 208]. SprW.: Dummheit (Hochmut) un St. / wachsen uf eem Holz [mancherorts, Bernhard 210, auch Auslandspfälzer]. — 2. 'Selbstwert, Ansehen, Würde' [ LA-Gommh]; Zs.: PfWB Bauern-, PfWB Vaterstolz. Un des isch moi St. heit noch wie dort [ LA-Gommh]. — 3. weitere Zs.: PfWB Hage-, PfWB Osterstolz. — RhWB Rhein. VIII 738/39; LothWB Lothr. 501. 1. 'überheblich, eitel, eingebildet', stolz (dolds, dols) [verbr.]; Syn. s. PfWB hochmütig 1; sich st. weise [ KU-Herchw]. Eich sein vun Kusel. Mei Vadder is e Hutmacher. Mei Mudder raacht e erde Gips. Eich sein nit st. [Münch Werke I 303, auch Inschrift auf dem Hutmacherbrunnen in Kus]. RA.: st. wie's Löbche (s. PfWB Löb) [Kühn Hamet 19], st. wie e Fau (Po) (Pfau) [ ZW-Bechhf RO-Schiersf], wie e Hahn (Gockel) [KL-Lind Bergz (Kamm 93)], wie e Hersch (Hirsch) [ LU-Friesh], wie e Wutz mit eem Ohr [ HB-Kirrbg], wie e krumm Stick Holz [ Gal-Reichenbach]. Der es so st., daß es em weh dut [ KB-Bennhs]. Eine BR. s. PfWB schroh 1 a α. Volksgl.: En Kind as mer in der Spiegel gucke loßt ebs en Johr alt werd, werd st. [Fogel Beliefs Penns Nr. 151, Nr. 102]. — 2. 'selbstbewußt, erfreut, stolz sein auf oder über etwas' [mancherorts Christmann Kaulb 17, 85 Mang 103 Müller Dietschw 62 Krämer Gal 208], stulz (dulds) [KU-Herchw Umg. von KU-O'alb]. Korz un gud, mer kenne st. sin / daß ma vun pälzer Holz sin [Krieger 5]. Wer wollt jetzt zornig uf mich sin, / Daß ich do arig stolz druf bin? [Münch Werke I 21]. Dann nix uf dere Welt klingt stölzer / Als wie de Titel: »Ehre-Pälzer« [Münch Werke I 167]. RA.: st. sein 'Pate stehen' [ Don-Schowe]; e stolzer Bauer 'st. auf seine Tüchtigkeit und Erfolg' [ ZW-Battw KB-Kriegsf LA-Gommh]; st. wie nochemol e Spanier [Sommer Humor 81]; st. wie e Kenich [ KU-Kaulb], wie Oskar [ RO-Börrstdt], wie e Brezel [Kaislt]. SprW.: Aaicheholz macht de Binder st. [Steinmetz]. Neckvers auf die Bewohner von KB-Ilbh: Ilbesem uffm Gleiche, / wohne lauter Reiche. / Hette se Wasser un a Holz, / weere se nochemool so st. [ KB-Morschh]. VR.: Eins zwei drei / Die Mutter kocht den Brei. / De Vatter hackt das Holz / [Bd. 6, Sp. 622] Die Margret, die is st.! [Donnersberg Jahrbuch 1981 167]; weitere VR. s. PfWB Katharina-Elisabeth. — 3. 'modisch, auffallend gekleidet sein, gut aussehend' [mancherorts]. Du bischt awwer st.! [ LU-Alsh]. Herr Hauptmann, ich sein net so st., Antwort eines nachlässig uniformierten Soldaten [ KU-Schmittw/O]. RA.: stolzes Hinkel 'aufgeputztes Mädchen' [ LA-Essing]; St. bis ins Gnick un wirrer serick [Kaislt]. — 4. in Pflanzennamen: Stolzer Hochzeiter 'Adonisröschen (Adonis flammens)' [BZ-Rohrb (Wilde 2) Sunndag 14. 9. 1958]; Stolzer Heinrich 'Veilchen (Viola canina)' [Kaislt (Wilde 249)], 'Beifuß (Artemisia)' [KL-Landstl (Wilde 16)]; Syn. s. PfWB Beifuß. — 5. a. 'straff gespannt', von einer Wagenkette [ GH-Weingt]. — b. 'steil, senkrecht', von Steinen, die schräg gelegt werden [ KL-Heilmosch Heimkch]. — RhWB Rhein. VIII 737/38; LothWB Lothr. 501; ElsWB Els. II 594. 1. 'wer stolz, hochmütig, eingebildet ist', Stolzfotz (doldsfods) [ LA-Hainf, mancherorts]; vgl. PfWB Fotze 3. Das isch awwer en St. [ PS-Erfw, LU-Opp]. — 2. 'wer sich auffallend gekleidet, sich geziert benimmt', bes. vom Kind [ RO-Bistschd NW-Elmst Niedkch], Dim. -fötzel [ LA-Ranschb Venn]. Des isch e rechti St. [ LA-Gommh]. —
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