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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Stecken-bohnen bis Stecken-reiter (Bd. 6, Sp. 470 bis 471)
 
Stecken-bohnen, Pl.
Stecken-förster, m.
Stecken-gaul, m.
Stecken-hübel, m.
Stecken-jäger, m.
Stecken-kalb, n.
Stecken-liese, f.
Stecken-peter, m.
Stecken-pferd, n.
Stecken-reff, n.  (f.)
Stecken-reiter, m.
Stecken-schlagen, n.
Stecken-spitze, f.
stecken-steif, Adj.
Stecken-strauß, m.
Stecken-zaun, m.
Stecker, m.
Steck
-garn, n.
-gofe, f.
-graben, m.
-grundbirne, f.
-hahn, m.
steckig, Adj.
Steck-kalb, n.
Steckkalb-fell, n.
Steckkalb-fleisch, n.
Steckkalbs-haut, f.
Steck-knebel, m.
Steck-lande, f.
Steckling, m.
Steck-nadel, f.
Stecknadel-samen, m.
Stecknadels-kopf, m.
Stecknadel-sucherin, f.
Steck-rebe, f.
Steck-reff, n.
Steckrüben-geiß, f.
Steck-saat, f.
Steck-schaufel, f.
Steck-schere, f.
Steckser, m.
Steck-spengel, f.
Steck-weiler, ON
Steck-wiese, f.
Steck-zwiebel, f.
Steegen, ON
Stefan, m.
Stefans-tag, m.
Stefans-turm, m.
Steffens-wiese, f.
Stefze, f. m.
Stefzen, f. m.
Stefzen-kopf, m.
Stefz-zahn, m.
Steg, m.
Stegen, ON
Stegen-haus, n.
Steg+-graben, m.
Steg-leiste, f.
Steg-reif, m.
Stegreif-rede, f.
Steg-wiese, f.
Steh-bau, m.
stehen, st.
stehen-bleiben, st.
stehen-lassen, st.
Steh-fallum, m.
Steh-geld, n.
Steh-haar, n.
Stehhaars-kuh, f.
Steh-kragen, m.
Stehkragen-bauer, m.
Steh-lampe, f.
Steh-leiter, f.
stehlen, st.
stehlens-wert, Adj.
Stehler, m.
Steh-licht, n.
Steh-machen, n.
Steh-ohr, n.
Steh-platz, m.
Steh-salat, m.
Steh-schoppen, m.
Steh-umlegkragen, m.
Steh-waage, f.
Steier, m.
steif, Adj.
steif-beinig, Adv.
Steif-bettler, m.
steifen, schw.
Steif-fresser, m.
Steif-gefressener, m.
steif-gestärkt, Adj.
steif-halten, st.
steif-holzig, Adj.
Steif-joch, n.
Steif-lande, f.
Steif-pflug, m.
Steif-schächter, m.
  Stecken-bohnen Pl.: Bohnensorte, die im Unterschied zu den Buschbohnen als Rankhilfe hohe Stangen benötigt, oft im Ständer 1 als saure Bohnen eingelegt, Steckebohne, -bahne, -bouhne, -buhne s. PfWB Bohne [mancherorts, Wilde 24 Lambert Penns 42]; vgl. PfWB Stangenbohnen. Volksgl.: Steckebuhne gehn net an de Stecke nuf wammer sie im unnersteende 'im abnehmenden Mond' planzt [Fogel Beliefs Penns Nr. 1025]. RhWB Rhein. VIII 563; ElsWB Els. II 54; SSA IV/5.08. — -förster m.:
1. 'der Waldhüter, der kein Gewehr, sondern nur einen Stecken bei seiner Arbeit trägt', -ferschder (-fęrdər) [KU-Reichsth ZW-Battw RO-Sippf Kaislt KB-Kriegsf NW-Frankeck Hardbg]; vgl. PfWB Steckenjäger. —
2.
a. 'älterer, verschrobener Mann, der einen Spazierstock trägt' [Kaislt]. —
b. 'ein dünner Mann' [Bergz (Kamm 62)]. —
c. Schimpfwort. Am Enn mißt ich demm Schteggeferschter noch's Welljerholz um die Labbohre schlaa! [Damm Nawwel 5]. — DWB DWb. X, II,1 1349. — -gaul m. :
1. 'Stock mit oder ohne hölzernen Pferdekopf, Spielzeug', -gaul [ LU-Alsh Altr NW-Hardbg LA-Gommh]; vgl. PfWB Gaul 1 b, PfWB Steckenpferd 1. —
2. 'Liebhaberei, Lieblingsbeschäftigung' [vereinzelt]; vgl. PfWB Steckenpferd 2. Des is sei St. [ NW-Hardbg]. — DWB DWb. X, II,1 1349. — -hübel m.: FlN, amtl. Stekkenhübel [KL-Krickb (Zink FlN 72)]. — -jäger m.: = PfWB Steckenförster 1, -jäer [ HB-Erb Reiskch Ingb]. — -kalb n.: 'Milchkalb, in Mutternähe angepflockt'. a. 1621: Ein steckenkalb, welches ... zu fürstlichen Küchen überschickt worden. 1 Steckenkalb, so zur Oberkellerey Zweybrückhen ... gekiffert worden [WerschwSchR]. DWB DWb. X, II,1 1350. — -liese f.: 'große, hagere Frau', Steckelies [ LU-Opp]; Syn. s. PfWB Gammel 1. — -peter m.: 'Polizist', Steckeperer

[Bd. 6, Sp. 471]
[Schneider 77, 79], -peere [Pfälzer Abendzeitung 2/1951 Nr. 4], -peler [A. Zink in: Bei uns daheim 19. 5. 1926], Musikantenspr.; Syn. s. PfWB Gendarm 1 a. — -pferd n.:
1. 'Stock mit oder ohne hölzernen Pferdekopf, Spielzeug', -pferd [ BZ-Klingmst], -perd [ ZW-Bechhf FR-Bockh GH-Schwegh]; vgl. PfWB Gaul 1 b, PfWB Steckengaul 1. —
2. 'Liebhaberei, Lieblingsbeschäftigung, Steckengaul 2', -pferd [vereinzelt, Fogel Prov. Penns Nr. 1629], -perd [ KU-Bedb Diedk Hinzw Hundh WD-Niedkch HB-Kirrbg RO-Obd PS-Gersb Schmalbg FR-Bockh], -ferd [ KU-Schmittw/O]; Dim. -pärdche [ ZW-L'wied]; vgl. PfWB Sport 2, PfWB Steckengaul. Sport is sein St. [ LU-Alsh]. E jerer hot e St. [ KU-Schmittw/O, ZW-Battw]. RA.: Der reit sein St., ist bes. eifrig bei der Sache, tut etwas mit Vorliebe [ KU-Hinzw]. Een St. frißt oft mehn als 10 Ackergäul, von einer kostspieligen Liebhaberei [ BZ-Dernb]. — RhWB Rhein. VIII 563; ElsWB Els. II 139; Kluge-Seebold22 698. — -reff n. (f.): 'eine große, hagere Frau', -reff [mancherorts VPf Kamm 62], Gen. f.: [ LU-Böhl NW-Meckh LA-Nußd Siebdg GH-Erlb]; vgl. PfWB Reff 3 b, PfWB Steckreff; Syn. s. PfWB Gammel 1; langi St. [ NW-Meckh]. Dem seine isch e (orndlichi) St. [ LA-Gommh Siebdg]. — -reiter m.: Neckname für die Bewohner von GH-Westh, Stekkenreiter [Seebach Neckn. 37]. —