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stecken2 bis Stecken-liese (Bd. 6, Sp. 468 bis 470) | |||
stecken2, st. Stecken-bein, n. stecken-beinig, Adj. stecken-bleiben, st. Stecken-bohnen, Pl. Stecken-förster, m. Stecken-gaul, m. Stecken-hübel, m. Stecken-jäger, m. Stecken-kalb, n. Stecken-liese, f. Stecken-peter, m. Stecken-pferd, n. Stecken-reff, n. (f.) Stecken-reiter, m. Stecken-schlagen, n. Stecken-spitze, f. stecken-steif, Adj. Stecken-strauß, m. Stecken-zaun, m. Stecker, m. Steck -garn, n. -gofe, f. -graben, m. -grundbirne, f. -hahn, m. steckig, Adj. Steck-kalb, n. Steckkalb-fell, n. Steckkalb-fleisch, n. Steckkalbs-haut, f. Steck-knebel, m. Steck-lande, f. Steckling, m. Steck-nadel, f. Stecknadel-samen, m. Stecknadels-kopf, m. Stecknadel-sucherin, f. Steck-rebe, f. Steck-reff, n. Steckrüben-geiß, f. Steck-saat, f. Steck-schaufel, f. Steck-schere, f. Steckser, m. Steck-spengel, f. Steck-weiler, ON Steck-wiese, f. Steck-zwiebel, f. Steegen, ON Stefan, m. Stefans-tag, m. Stefans-turm, m. Steffens-wiese, f. Stefze, f. m. Stefzen, f. m. Stefzen-kopf, m. Stefz-zahn, m. Steg, m. Stegen, ON Stegen-haus, n. Steg+-graben, m. Steg-leiste, f. Steg-reif, m. Stegreif-rede, f. Steg-wiese, f. Steh-bau, m. stehen, st. stehen-bleiben, st. stehen-lassen, st. Steh-fallum, m. Steh-geld, n. Steh-haar, n. Stehhaars-kuh, f. Steh-kragen, m. Stehkragen-bauer, m. Steh-lampe, f. Steh-leiter, f. stehlen, st. stehlens-wert, Adj. Stehler, m. Steh-licht, n. Steh-machen, n. Steh-ohr, n. Steh-platz, m. Steh-salat, m. Steh-schoppen, m. Steh-umlegkragen, m. Steh-waage, f. Steier, m. steif, Adj. steif-beinig, Adv. Steif-bettler, m. steifen, schw. Steif-fresser, m. Steif-gefressener, m. steif-gestärkt, Adj. steif-halten, st. steif-holzig, Adj. | [Bd. 6, Sp. 469] in de Knoche 'Ich bin kränklich' [ LA-Wollmh, BZ-Albw]. Das steckt bei dem im Blut, soin Vadder war grad so e Kerl! [ LU-Opp]. In dem seiner Haut (Hose) wollt (mecht) ich net st. [mancherorts ges. Pf]. Dene hot er in de Nas gestock 'Die wollten ihn haben' [Firmenich III 245]. Gelt, das steckt der in de Nans! 'Nicht wahr, das möchtest du gerne haben!' [ KU-Kaulb Schmittw/O Kaislt GH-Schwegh]. Er hot sein Geld im Land st. 'hat viel Geld für künstlichen Dünger ausgegeben' [ RO-Dielkch]. Mer muß gucke, wie mer zu seim Geld kommt, das en anner Leit Sack steckt 'Man muß seinen Vorteil wahren' [ WD-Niedkch]. Wenn Menschen das gleiche Ziel verfolgen, so stecken se unner aaner Deck [PfMHk. 7/8 1925 175, LU-Oggh Bergz (Kamm 78)]. Der dut kreische wie wann er am Spiß st. deet [ KU-Kaulb Kreimb KL-Hirschhn]. Dem schdeggd e Forz quer 'Der hat schlechte Laune' [Hussong Kirkel 50]. Er hot sich gestock 'Er ist betrunken' [ KL-Gerhbn]. BR.: Am fuffzehte April, do muß de Kuckuck rufe, er mahn stecke wu er will [ RO-Odh]. KR.: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben / Ei wo is der Hans geblieben? / Ei der steckt im Butterfaß / Himmelnoch enei'n / Was es denn das? [Donnersberg Jahrbuch 1981 167]. Beim Fäusteraten: Bille, bille Bicks. In weller Hand stickt's? [ Gal-Sap]. — F.: Wohl unter Einfluß der in der Standardsprache dominierenden schw. Formen der Verben stecken1 und stecken2 kommen in der Mda., z. T. im selben Belegort, bei stecken2 st. und schw. Flexionsformen nebeneinander vor. Ind. Präs. Sg. 1. Pers. stecke [ KU-Kaulb]; 2. Pers. steckscht [HB-Limb Zweibr KL-N'hemsb Sippf KL-Vogb Kaislt NW-Weidth], stickscht [ KU-Kaulb Kreimb Reichsth KL-Katzw LU-Ruchh LA-Gleisw]; 3. Pers. steckt [HB-Limb Zweibr KU-Kaulb Kreimb KL-N'hemsb Sippf KL-Vogb Kaislt Lu'haf NW-Dürkh Lambr Weidth Spey (Bertram § 56)], stickt [KU-Reichsth Kaulb Kreimb RO-Münstapp KL-Katzw verbr. mittl. VPf (Bertram § 56)]. — RhWB Rhein. VIII 552/53 unter stechen 2b; LothWB Lothr. 494; ElsWB Els. II 580; Kluge-Seebold22 698. 1. 'sich fest an einer Stelle befinden, sich nicht mehr bewegen (können)', stekkebleiwe [mancherorts ges. Pf], sticke- [vereinzelt NPf VPf]; zum Part. Perf. s. PfWB bleiben. 's bleibt mer in de Zähn stecke, bes. von gekochtem Rindfleisch [ ZW-Bechhf]. RA.: Wann's net wohr is, do soll mer de Bisse im Hals st., zur Wahrheitsbeteuerung einer Aussage [ KB-Kriegsf]. Der Bisse (Brocke) bleibt em im Hals stecke 'Das wird ihm noch Probleme machen' [ KU-Bedb Brück RO-Dielkch Obd PS- [Bd. 6, Sp. 470] Gersb Schmalbg LU-Böhl NW-Elmst LA-Ilbh]. Wann d'r nor de Krotze (Grutzen) im Hals stigge bleiwe deet!, Verwünschung [Wilde 9 (VPf)]. Dem is de Gruß im Hals steckegeblibb 'Er war sprachlos' [ KL-Reichb]. Der Hawer (die Geerscht) bleibt en de Hosse stecke, wenn die Ähren sich wegen zu großer Trockenheit nicht entwickeln [RO-Sippf]. Dem han ich de Schuck hinne eningetret, daß er stecke blebb is [ KL-Wörsb]. Scherzh. Deutung für das Fauchen der bergauf fahrenden Lokomotive: Helf mer dricke, ich bleib sticke [KL-Fischb, FR-Tiefth LU-Friesh Opp NW-Elmst Spey LA-Gommh JKurpf. 1930 10]. Volksgl.: Wann e Messer im Borrm steckebleibt, wann's hiefallt, bedeit des: spitzer 'unangenehmer, pedantischer' Besuch, wo mer net gern hat [Kaislt]. VR.: So freßt er ewwe mol druf nei, / En Knoche bleibt ihm stecke; / Er hot gemeent nau wär's verbei / Un mißt am End verrecke [Birmelin Penns Gezw. 79]. — 2. 'stottern, beim Vorlesen oder Vortragen hängenbleiben oder Fehler machen', steckebleiwe [mancherorts], stickebleiwe [ LA-Gommh BZ-Albw GH-Kand]. Er bleibt sticke [ LU-Limbghf]. Er es stecke blebb [ KB-Kerzh]. Emol bleibt er stecke, dann wiederholt er alles zwää, dreimol un iwwerhippt e Zeil [ ZW-Battw]. 1. 'der Waldhüter, der kein Gewehr, sondern nur einen Stecken bei seiner Arbeit trägt', -ferschder (-fęrdər) [KU-Reichsth ZW-Battw RO-Sippf Kaislt KB-Kriegsf NW-Frankeck Hardbg]; vgl. PfWB Steckenjäger. — 2. a. 'älterer, verschrobener Mann, der einen Spazierstock trägt' [Kaislt]. — b. 'ein dünner Mann' [Bergz (Kamm 62)]. — c. Schimpfwort. Am Enn mißt ich demm Schteggeferschter noch's Welljerholz um die Labbohre schlaa! [Damm Nawwel 5]. — DWB DWb. X, II,1 1349. — -gaul m. : 1. 'Stock mit oder ohne hölzernen Pferdekopf, Spielzeug', -gaul [ LU-Alsh Altr NW-Hardbg LA-Gommh]; vgl. PfWB Gaul 1 b, PfWB Steckenpferd 1. — 2. 'Liebhaberei, Lieblingsbeschäftigung' [vereinzelt]; vgl. PfWB Steckenpferd 2. Des is sei St. [ NW-Hardbg]. — DWB DWb. X, II,1 1349. — -hübel m.: FlN, amtl. Stekkenhübel [KL-Krickb (Zink FlN 72)]. — -jäger m.: = PfWB Steckenförster 1, -jäer [ HB-Erb Reiskch Ingb]. — -kalb n.: 'Milchkalb, in Mutternähe angepflockt'. a. 1621: Ein steckenkalb, welches ... zu fürstlichen Küchen überschickt worden. 1 Steckenkalb, so zur Oberkellerey Zweybrückhen ... gekiffert worden [WerschwSchR]. DWB DWb. X, II,1 1350. — -liese f.: 'große, hagere Frau', Steckelies [ LU-Opp]; Syn. s. PfWB Gammel 1. —
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