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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Stauden-heim bis Stauffer-fett (Bd. 6, Sp. 452 bis 454)
 
Stauden-heim, ON
Stauden-wiese, f.
Staudern-heim, ON
Staud-feld, n.
Stäudig, m.
stauen, schw.
Stauf, m.
Staufen-bach, ON
Staufen-berg, m.
Staufenberger-hof, m.
Stauffer-fett, n.
staunen, schw.
Staup-besen, m.
Staupe, f.
staupen
stäupen
Stau-stein, m.
Steak, n.
Stearin, n.
Stearin-kerze, f.
Stearin-licht, n.
Stech, m.
Stechaner, m.
Stech-apfel, m.
Stech-blume, f.
Stech-eisen, n.
Stechen, n.
stechen, st.
Stecher, m.
Stech(er)leins
Stechert, m.
Stech-gabel, f.
Stech-graben, m.
stechgranaten-voll, Adj.
Stech-hahn(en), m.
Stech-heber, m.
Stech-kalb, n.
Stechkalb-fleisch, n.
Stechkalb-haut, f.
Stechkalb-hirn, n.
Stechkalb-maul, n.
stechkanonen-voll, Adj.
Stech-karte, f.
Stech-kraut, n.
Stech-laub, n.
stech-lustig, Adj.
Stech-messer, n.
Stech-mücke, f.
Stech-palmen, m.
Stech-partel, m.
Stech-salat, m.
Stech-schaufel, f.
Stech-schnake, f.
Stech-schritt, m.
Stech-uhr, f.
Steck-dose, f.
Steckel, m.
Steckelchens, n.
steckelig
steckeln, schw.
Stecken, m.
stecken1, schw.
stecken2, st.
Stecken-bein, n.
stecken-beinig, Adj.
stecken-bleiben, st.
Stecken-bohnen, Pl.
Stecken-förster, m.
Stecken-gaul, m.
Stecken-hübel, m.
Stecken-jäger, m.
Stecken-kalb, n.
Stecken-liese, f.
Stecken-peter, m.
Stecken-pferd, n.
Stecken-reff, n.  (f.)
Stecken-reiter, m.
Stecken-schlagen, n.
Stecken-spitze, f.
stecken-steif, Adj.
Stecken-strauß, m.
Stecken-zaun, m.
Stecker, m.
Steck
-garn, n.
-gofe, f.
-graben, m.
-grundbirne, f.
-hahn, m.
steckig, Adj.
Steck-kalb, n.
Steckkalb-fell, n.
Steckkalb-fleisch, n.
Steckkalbs-haut, f.
Steck-knebel, m.
Steck-lande, f.
Steckling, m.
Steck-nadel, f.
Stecknadel-samen, m.
Stecknadels-kopf, m.
  Stauden-heim ON: FlN und Name einer Wüstung bei RO-Breunigw; Staudenheim [Dolch-Greule SN 444], Staudernheim [Christmann SN I 573 ff.]. — -wiese f.: FlN. a. 1490: by der Studwissen [SSp Lgb. Ramsen Bl. 72 (KB-Eisbg)]. a. 1604: bei der Stauden wießen [SSp Lgb. 120 Bl. 167v (KB-Eisbg)].
 
 
Staudern-heim ON: Name einer Siedlung bei Sobernheim an der Nahe, Staurrem [RO-Als (PfId. 136)].
 
 
Staud-feld n.: FlN, Staudfeld [RO-Würzw (Zink FlN 115)]. a. 1788: Staudfeld einerseits Lonsfelder Gränze [SSp Falk. A. 822 Bl. 6v (RO-Winnw)].
 
 
Stäudig m.: FlN. a. 1627: Wingert in dem Stude oder Stäudig gelegen [Franz 216 (LA-Mart)]. a. 1815: Drei Wingert im Steidig [Franz 32

[Bd. 6, Sp. 453]
(LA-Mart)].
 
  
stauen schw.:
1.
a. 'fließendes Gewässer in seinem Lauf hemmen', staue (dauə) [mancherorts, Krämer Gal 206], staae (dāə) [ KL-Alsbn], staure (daure) [ LA-Arzh], stauwe (dauwə) [ NW-Esth]; Part. Perf. gestaut (gədaud) [LU-Alsh, Krämer Gal 206]; vgl. PfWB verschwellen2, PfWB hemmen 2, PfWB schwellen2 1, PfWB spannen 1 c, PfWB stellen 3 b, PfWB stemmen 2 a, PfWB strämmen 3 a; Wasser st. un stremme [ NW-Dürkh]. Bei uns därf mer 's Wasser net st. [ LU-Alsh]. Un alle Bächelcher sin gestellt un gestaut [Kröher Lyoner 85, 133]. —
b. 'eine Wiese wässern durch Stauen und Unterwassersetzen' [vereinzelt ges. Pf]; die Wisse st. [ GH-Lingf]. —
2. 'steckenbleiben'. Der Saft staut sich, von Pflanzen, als Folge kühler Witterung [ KB-Albish]. Die Winn stauen sich 'unter verhaltenen Blähungen leiden' [ KL-Siegb]. — RhWB Rhein. VIII 544; Kluge-Seebold22 697.
 
 
Stauf m.:
1. 'Trinkgefäß, Becher ohne Fuß, Kelch; bestimmtes Hohlmaß'. a. 1435: und soll die gemeind haben ihren gerechten stauff [PfWeist. I 177 (KB-Boland)]. a. 1450: ieglichem ein meszigen stauf, ein halben meszigen und ein echtmasz stauf und eichen [Grimm Weist. V 627 (KB-Göllh)]. a. 1537: Item wer zu Harxheim kaufft und verkaufft, der soll bey vnserer gnedigen herrschaft straff gerechtlich vnd maß, besonders mit gebrannter fiernzaln (Viernzel) vnd stauff ... geben vnnd nemen [Scheffenweisthumb von Falkenstein, Abschrift 1604 S. 80]. a. 1596: 1 Küpfferer Mäßiger stauff 1/2 Mäßiger Stauff kupffern [WerschwSchR Bl. 598r]. 16. Jh.: Item wir weisen auch, daß mein Herr, der Abt, soll her tun alle Maßung klein und groß, ein Simmern, ein halb Simmern, ein Sestern, ein mäßig Steuf, ein halb Meß, ein echt Maß Steuf [NPfGV 1912 31 (RO-Odh)]. —
2. ON, Name einer Siedlung im Kr. KB, heute zu KB-Eisbg, Stauf, mda. Staaf (dāf) [KB-Stauf]. Name von der Form des Schloßberges abgeleitet (Stauf 1), der einem umgestülpten Becher ohne Fuß gleicht [Dolch-Greule SN 444]. Necknamen für die Einwohner: Staafer Ochse [KB-Eisbg Kerzh Rams Stauf FR-Ebertsh, Seebach Neckn. 70]; Jochochse [Seebach Neckn. 70]; Hornvieh [Seebach Neckn. 70]. — Ahd. stouf 'Becher, Trinkgefäß, Klippe' (Ahd. GlossWb. 597). — Christmann SN I 575/76; E. Christmann in: Beiträge zur Namenforschung NF 7/1972 Heft 1 S. 36; Zink FlN 53; RhWB Rhein. VIII 544; Kluge-Seebold22 697; DWB DWb. X, II,1 1169 ff.
 
  
Staufen-bach ON: Namenbestandteil zweier Siedlungen im Kr. KU. —
1. Nerrer Staafebach, Nerrer Stääfebach = Niederstaufenbach [KU-Nd'staufb u. Umg.]. Neckname für die Einwohner: Stääfebacher Katze [KU-Nd'staufb]. Christmann SN I 426; Dolch-Greule SN 342. —
2. Staafebach, Stääfebach = Oberstaufenbach [KU-O'staufb u. Umg.]; s. PfWB Oberstaufenbach. Neckname für die Einwohner: Stääfebacher Spedder (Spötter) [Umg. v.

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KU-O'staufb]. Neckvers: Wer geht iwer die Eilmisser (KL-Eulbis) Heh un speert keen Wind, / wer geht dorch Gettebach (KU-Jettb), un sieht keen Kind, / wer geht dorch Stääfebach, un heert keen Spott, / der hot groß Gnad bei Gott [Umg. v. KU-O'staufb bzw. Nd'staufb]. Var.: Wer dorch Stääfebach kommt ohn verspott, hat e groß Gnad bei Gott [ KL-Reichb]. Weitere Var. s. PfWB Pleisweiler, PfWB Eulenbis, PfWB Hochstein. Christmann SN I 439; Dolch-Greule SN 353. — Mang 133; Zink FlN 53. — -berg m.: FlN; a. 1482: am Stauffenberg ... in der Dorckheymer Gemarkung [StArch. NW-Dürkh Urk. 13].
 
 
Staufenberger-hof m.: Name einer Wüstung bei NW-Dürkh; 16. Jh.: Zu Türkheim der Stauffenberger hoff [SSp Leiningen 11a].
 
 
Stauffer-fett n.: 'Maschinenschmiermittel'. Gehe mer an die Eisebahn niwwer, wo ... die Butzwoll mit Staufferfett uf de Schiene leit [Kröher Lyoner 63]. — Nach der Herstellerfirma Stauffer Chemical Company.