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stäbeln bis stabern (Bd. 6, Sp. 389 bis 391) | |||
stäbeln, schw. Stäbel-pfetzer, m. Stäbel-platz, m. Stäbels-berg, m. Stäbels-kopf, m. stabels-töricht, Adj. staben, schw. Staben-berg, m. Staber, m. staberig, Adj. stabern, schw. stäbern, schw. Stabes Stabil-bau, m. Stabil-beute, f. Stab(s)+-halter, m. Stab(s)-offizier, m. Stab(s)-trompeter, m. Stab-wurz, f. Stachel, m. f. Stachel-bart, m. Stachel-baum, m. Stachel-beere, f. Stachelbeer-kuchen, m. Stachelbeer-schmiere, f. Stachelbeer-strauch, m. Stachelbeer-wein, m. Stachel-draht, m. Stachel-eisen, n. Stacheler, m. stachelig, Adj. Stachel-kopf, m. Stachel-kuß, m. Stachel-laub, n. stacheln, schw. Stachel-peter, m. Stachel-pilz, m. Stachel-ratte, f. Stachel-schwein, n. Stachel-stock, m. Stachel-tier, n. Stachel-walze, f. Stachel-zaun, m. Stachen, m. Staches, m. Stachete stacksen, schw. Stackser, m. stacksig, Adv. Stacksler, m. Stadel Staden, m. Staden-huppser, m. Stadt, f. Stadt+-armer, m. Stadt-arsch, m. Stadt-bahn, f. Stadt-bahnhof, m. Stadt-base, f. Stadt-besen, m. Stadt-besuch, m. Stadt-bote, m. Stadt-brigand, m. Stadt-brille, f. Stadt-bube, m. Stadt-chronik, f. Stadt-dame, f. Stadt-diener, m. Städter, m. Städter-bube, m. Städter-furz, m. Städterin, f. Städter-kind, n. Städter-kores, n. Städter-kost, f. Städter-pflanze, f. Städter-puppe, f. Städter-schisser, m. Städter-spruch, m. Städter-tracht, f. Stadt-frack, m. Stadt-fratz, m. Stadt-frau, f. Stadt-fraubase, f. Stadt-geld, n. Stadt-geschmeiß, n. Stadt-gespräch, n. Stadt-gesteck, n. Stadt-graben, m. Stadt-hähnchen, n. Stadt-hand, f. Stadt-haus, n. Stadt-heimbürger, m. Stadt-herr, m. Stadt-huppser, m. Stadt-hure, f. städtisch, Adj. Stadt-jugend, f. Stadt-kasse, f. Stadt-kind, n. | 1. 'einen Schafspferch auf dem Feld aufschlagen, den Pferch an einem frischen Weideplatz errichten', vom Schäfer, stäwele (dwələ) [KU-Elschb Reiffb RO-Finkb Rehbn Sippf], stäbeln [D. Häberle, Ueber die Weidenamen Saupferch, Viehunner, Unger und Stäbel im Pfälzerwald. In: Der Pfälzerwald Nr. 3 vom 15. 3. 1910 S. 27]. De Schäfer dut st. [ KU-Reiffb]. De Schäfer stäwelt [KU-O'staufb]. — 2. a. 'Vieh (Schafe, Schweine, Geflügel) im Freien, am Ackerrand weiden lassen' [ KU-Cronbg Friedhs Hachb WD-Niedkch RO-Schiersf KL-Heimkch]; Zs.: PfWB ausstäbeln 1 a. Bes.: auf einem Platz, auf dem nur Ginster wächst, Vieh hüten [ KU-Rutsw/G]. — b. 'das Weidevieh (Schafe) über Mittag lagern und ruhen lassen' [ KU-Adb Albb Eschau Nanzw Schmittw/O]; Zs.: PfWB herumstäbeln; die Schaf st. [ KU-Nanzw]. — 3. a. [Bd. 6, Sp. 390] 'durch die weidenden Schafe gleichzeitig den Boden mit Mist düngen lassen' [ KU-Hinzw Schmittw/O RO-Lohnsf]. Ich hammer der Acker st. geloß [ KL-Niedkch]. Die Wiss werd gestääwelt [ KU-Schmittw/O]. — b. 'seine Notdurft verrichten', vom Menschen [ KU-Friedhs RO-Dielkch]. — 4. a. 'Unordnung, Durcheinander, Sauerei machen, Schaden verursachen' [ KU-Nußb Obw/Tiefb RO-Gehrw KL-Rodb]; Zs.: PfWB verstäbeln. — b. 'in altem Kram herumwühlen, stöbern' [ KU-A'glan]; Zs.: PfWB ausstäbeln, 2, PfWB durcheinander-, PfWB herumstäbeln. — c. 'hängengebliebene Früchte am Baum, auf dem Feld einsammeln' [ KL-Olsbr Ottbg]; vgl. PfWB stoppeln. — d. 'Feldfrüchte stehlen, ausplündern' [ KU-Frankb Roßb RO-Kalkof KL-Gerhbn]; Zs.: PfWB ausstäbeln 1 b. — 5. 'jemanden zurückweisen, mit Worten abweisen' [ KL-U'sulzb PS-W'fischb]; einen st. [ HB-Mimb]. Er hat ne aber gestäwelt [ IB-Nd'würzb]. — 6. 'unbeholfen gehen, umherstampfen', von Kindern, die laufen lernen [ KU-Rutsw/L]. — 7. s. in PfWB aufstabeln 'aufschichten, auftürmen'. — Form- und Bedeutungsüberschneidungen mit staubeln, stäubeln liegen vor, die Belege sind nicht immer genau zuzuordnen. — RhWB Rhein. VIII 483; Hess.-Nass. III 718 'sich sperren, sträuben'. [Bd. 6, Sp. 391] des 1. FCK [Damm Schoggelgaul 24]. Warum hasch'n du St. die Schissel hiefalle geloß! [Kaislt]. Du Stawwer! Waart! Ich gebb der druff! [Siebenlist 36]. Er derf kä Schbrichbeitel, kä Stawwer, Knorze odder Knorzelkobb sein, vom zukünftigen Ehepartner [Feierowend 52/1955 S. 2]. Rhein. VIII 484 Stawwerer; LothWB Lothr. 493 Stawer; ElsWB Els. II 567; DWB DWb. X, II,1 367/ 68. 1. 'jemandem Angst machen, jemanden scheuchend vertreiben', stawre [ Don-Lovrin Schowe Torscha]; vgl. PfWB herumstabern, PfWB stauben, PfWB staupen, PfWB stöbern 3; Syn. s. PfWB fortjagen. — 2. 'vor Angst, vor Frost starr und steif werden', stawwere [ BZ-Dernb]. — 3. 'aufgeregt, wild umherlaufen'. Die Riebsamern stawwert durch die Hinnerdeer ins Haus [K. Häfner in: Sunndag 50/1965]; Zs.: PfWB herumstabern. — 4. 'vor Angst stammeln, aufgeregt, mit vielen Unterbrechungen sprechen', stawwere [KU-Trahw Wilms Alph. 51, Krämer Gal 258 Buch]; Zs.: PfWB verstabern. Er ist ganz verstawert [Wilms Alph. 51, Krämer Gal 258]. Du awwer gackscht un stawwerscht wie e Bu [Müller Schneiderche 98]. — RhWB Rhein. VIII 484; LothWB Lothr. 493 staweren; Els. II 567.
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